Lordi - Humanimals

Review

Galerie mit 16 Bildern: Lordi - Summer Breeze Open Air 2019

LORDIs Diskografie hinter dem imaginären Best-Of-Album „Killection“ – das ist das Sieben-Scheiben-Opus „Lordiversity“, das mit „Humanimals“ auch ein Album enthält, welches die Finnen ganz in ihrem Element präsentiert: Geboten werden zehn hymnische und luftige Nummern, die ganz Hardrock, Stadionrock, Glamrock, Poserrock oder Hair-Metal von Anfang bis Mitte der Achtziger sind. Das ist das Lebenselexier von LORDI und hier fühlt sich das Quintett um Mr. Lordi wohl wie ein Fisc… okay, falscher Vergleich: wo sich also Monster auch immer wohlfühlen.

LORDI machen LORDI-Sachen

Dabei tauchen in den Refrains immer wieder prollige Gangshouts auf, die BON JOVI in ihrer Frühphase nicht besser hinbekommen hätten („Victims Of The Romance“) oder die ALICE COOPER nach seinem Comeback in Perfektion vorgetragen hat, wie in „The Bullet Bites Back“ (das, nebenbei gesagt, ein besonders schönes Wortspiel ist). „Heart Of A Lion“ wiederum hat aufgrund der fetten Synthesizer nicht geringe Ähnlichkeiten mit VAN HALENs „Jump“, selbst wenn das Tempo hier gemäßigter ist – was im übrigen auch besser zum ultramelodischen Refrain passt. Aber beim Hören tauchen unweigerlich Bilder eines über die Bühne hüpfenden David Lee Roth vor dem geistigen Auge auf (bis man realisiert, dass zwischen ihm und Mr. Lordi zumindest optisch kaum eine Ähnlichkeit besteht).

Jedenfalls haben die Finnen auch auf „Humanimals“ wieder den passenden Sound eingefangen – wie schon auf den vorangegangenen vier Alben von „Lordiversity“: Die Synthesizer werden massiv eingesetzt (wobei die Sounds allesamt auf die erste Hälfte der Achtziger verweisen) und liefern sich ein direktes Duell mit den Gitarren. Dazu pumpt der Bass angenehm stumpf, und die Drums klingen schön krachig, wenngleich nicht zu unnatürlich. Außerdem wird in den Refrains auf volle Harmonie gesetzt – wenn diese Zutaten auf einen Song wie „Like A Bee To The Honey“ treffen, dann ist das schon ein Glücksfall. Jedenfalls hätte der Song, der übrigens aus der Feder von Paul Stanley und Jean Beauvoir stammt, nicht klebriger umgesetzt werden können. Aber hier fügt sich alles perfekt zusammen.

„Humanimals“ war einfach eine Notwendigkeit

Nochmal BON JOVI: Bei „Girl In A Suitcase“ hat natürlich ganz offensichtlich „Runaway“ Pate gestanden, und ab und zu schwirrt deren „In And Out Love“ im Kopf herum, genauso wie der Name DEF LEPPARD. Die Inspirationen sind also weitgehend geklärt – da bleibt nur noch die Frage offen, wie sich LORDI denn mit ihren Songs schlagen: Hervorragend natürlich. Die Stücke sind auf Hooks und die Refrains getrimmt, und diese verfehlen ihre Wirkung nicht. Zudem haben die Finnen beispielsweise mit „Like A Bee To The Honey“, „Borderline, „The Bullet Bites Back“ und „Heart Of A Lion“ formidable Songs am Start, ohne die die Achtziger einfach nicht komplett wären. Ihr seht schon: „Humanimals“ war also einfach eine Notwendigkeit.

Auch wenn nicht alle Songs solche Kracher sind: Hier ist bei den „Lordiversity“-Scheiben die Hitdichte aber einfach am höchsten – jedenfalls bislang. Wie sich das auf den beiden noch ausstehenden Alben verhält, klären in den kommenden Tagen meine beiden Kollegen Klaas und Lattemann.

LORDI – „Borderline“

LORDI -„Like A Bee To The Honey“

23.11.2021

- Dreaming in Red -

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Humanimals' von Lordi mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Humanimals" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34169 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Lordi auf Tour

08.03.22Sabaton - The Tour To End All ToursSabaton, The Hu und LordiBarclaycard Arena, Hamburg
11.03.22Sabaton - The Tour To End All ToursSabaton, The Hu und LordiMercedes-Benz Arena, Berlin
26.03.22Sabaton - The Tour To End All ToursSabaton, The Hu und LordiArena Leipzig, Leipzig
Alle Konzerte von Lordi anzeigen »

Kommentare