Lordi - Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)

Review

Galerie mit 19 Bildern: Lordi - Rock am Härtsfeldsee 2017

Finnisches Überraschungsei – zwei LORDI-Alben auf einem

Es gibt so Bands, die sich tatsächlich eine eigene Nische in der Musikwelt erarbeitet haben. Zweifelsohne gehört dazu auch LORDI und der Horror- bzw. Gruselrock/-metal. Bei der Ankündigung eines neuen Albums, können sich Fans meist recht sicher sein, was sie zu erwarten haben – was natürlich gleichzeitig die Gefahr birgt, langweilig zu werden. Zumindest was die Titel der Alben angeht, trifft das auf jeden Fall schon mal nicht zu: Dem 2014er “Scare Force One“ folgt nun “Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)“.

Finnisches Überraschungsei – gewohnt starker (Schoko-)Beginn

In typischer LORDI-Manier wird der geneigte Hörer zunächst mit einer entsprechenden Grusel-Ansage begrüßt, bevor Mr. LORDI mit seiner unverkennbaren Stimme zur Schlachtung He-Mans auffordert – und sogleich wird einem bewusst, wofür die Finnen auch bekannt sind: spaßige Texte. Auf diesen sehr gut gelungenen Opener – nebenbei bemerkt auch ganz klar einer meiner Favoriten – “Let’s Go Slaughter He-Man (I Wanna Be The Beast-Man In The Masters Of The Universe)“, folgt die erste Single-Auskopplung “Hug You Hardcore“. Beide Songs eint ein äußerst starkes Intro, was beim zweitgenannten Titel sogar so gut gelungen ist, dass man ihn problemlos am ersten Ton erkennen kann.

Es schließt sich der äußerst rhythmische Rocker “Down With The Devil“ an, dessen Hookline noch einige Zeit im Ohr nachklingt, während “Mary Is Dead“, dem Titel entsprechend, als langsamer Gruselrocker daherkommt, der für einen Moment der Mit-Wipp-Ruhe sorgt. Mit “Sick Flick“ schieben LORDI den nächsten ordentlichen Rocksong nach, in den sie eine Hookline eingebaut haben, die auf jeden Fall erst Mal aufhorchen lässt. Hinzu kommt ein bestens zum Mitsingen geeigneter Refrain, der sich auch in “None For One“ finden lässt, mit dem die A-Seite von “Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)“ endet. Bis hierhin ein solides LORDI-Album, das genau das liefert, was Kenner der Band erwarten, Fans an ihnen lieben und problemlos für acht Punkte reichen würde.

LORDI - 2016 - Promofoto

LORDI – 2016 – Promofoto

Finnisches Überraschungsei – die unbekannte (Überraschungs-)Hälfte

Doch es folgt ja noch der zweite, gute acht Minuten längere Teil, in dem die Geschichte von “The Undead Son, The Bloodsucking Count, The She-Wolf and The Witch“ erzählt wird. Und die B-Seite hat es in sich. Gleich der Opener “Demonarchy“ donnert so richtig geil aus den Boxen und überzeugt mit einem für LORDI-Verhältnisse sehr schnellem Riffing, welches sie uns da vor den Latz knallen. Hinzu kommt ein sehr eingängiger Refrain und nach etwa 4:38 ein Hammer-Soloriff, was mich echt aus den Socken gehauen hat. Dem nicht minder aufregenden “The Unholy Gathering“ folgt “Heaven Sent Hell On Earth“, das mit einer echt abwechslungsreichen Songstruktur überrascht – einem Wechsel zwischen schnell rockend, langsamen „Schmuseeinlagen“ und klassischem Hardrock-Chorus – und auch stimmlich anspruchsvoll klingt.

Anschließend ballern uns LORDI mit “And The Zombie Says“ abermals Riffs um die Ohren, die man in dieser metallischen Härte noch nicht von ihnen gehört hat. Auch das folgende “Break Of Down“ ist voll von hammerschnellem und starkem Riffing sowie einem sehr gut gelungenen, mitreißenden Refrain. Ein sphärisches Intro geleitet uns abschließend in “The Night The Monsters Died“. Einer eher langsamen, zum Mitschunkeln und Feuerzeuge schwenken einladenden Nummer, mit der uns die finnischen Monster aus der “Demonarchy“ mit dem Eindruck entlassen, eine völlig neue Seite von ihnen kennen gelernt zu haben, die sich eine ganz und gar überzeugende neun verdient hat. Sehr, sehr gerne dürfen LORDI in Zukunft noch mehr von diesen komplexen, aber nicht überfordernden Songs mit den “Right in Your Face“-Riffs abliefern!

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18.09.2016

Metal is my religion \m/

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3 Kommentare zu Lordi - Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)

  1. Kevin Kraft sagt:

    Ahoi!

    Du hast geschrieben: …mich echt aus den Socken gehauen hat. Es folgt “Heaven Sent Hell On Earth“…
    Das nicht minderwertig tolle -The unholy Gathering- hast du wohl vergessen? :()

    8/10
    1. Eberhard Podzuweit sagt:

      Oha … das ist wohl auf dem Transfer von meinen Notizen in die Online-Variante wahrlich untergegangen :/
      Ich passe das mal an …

  2. Sven sagt:

    Die zweite Hälfte ist für Lordi-Verhältnisse der totale Wahnsinn!

    8/10