Manowar - The Final Battle - Part I

Review

Galerie mit 8 Bildern: Manowar - The Final Battle

Nach dem künstlerischen Totalschaden “Gods Of War“ und dem vollkommen belanglosen “The Lord Of Steel“ schwören MANOWAR dem Albumformat ab. “The Final Battle Part I“ ist der erste Teil einer EP-Trilogie. Laut Bassist Joey DeMaio sei “die schiere Kraft dieser vier Songs“ so unfassbar, dass die Band nicht mehr als vier Tracks auf ein Mal veröffentlichen konnte. Dass das ausgemachter Quatsch ist, weiß jeder.

MANOWAR – Die Selbstdemontage geht weiter

Daher überrascht bereits das eröffnende Instrumental “March Of The Heroes Into Valhalla“ nicht. Das billige Keyboard-Gedudel kennt man von der Band inzwischen zu Genüge. Und es ist so peinlich wie eh und je. Mit “Blood And Steel“ folgt ein ebenso typischer Stampfer, den man schon in hundert besseren Varianten von der Band gehört hat.

Beim Intro von “Sword Of The Highlands“ bedienen MANOWAR sich dann so billig an Howard Shores “Der Herr der Ringe“-Soundtrack, dass man vor lauter Fremdscham sofort ausschalten möchte. Wer trotzdem dranbleibt, verliert sechs kostbare Minuten Lebenszeit an eine stümperhafte Powerballade, die gerne das neue “Heart Of Steel“ wäre.

“The Final Battle“ beweist: schlimmer geht immer

Der letzte Track “You Shall Die Before I Die“ bietet anschließend ein Novum in der MANOWAR-Geschichte. Schließlich übernimmt hier DeMaio höchstselbst den Gesang. Hätte er es besser mal gelassen. Der “Gesang“ auf diesem Song ist das schlimmste, was jemals auf einer MANOWAR-Platte zu hören war.

DeMaios Intonationsversuche bewegen sich irgendwo zwischen den Schreien eines sterbenden Schweins und dem allmorgendlichen Toilettengang. Der Größenwahnsinn des Bassisten erreicht hiermit seinen absoluten Höhepunkt. Das verdient auf gewisse Weise schon wieder Respekt, denn wer hätte gedacht, dass Mister “Ich sterbe für den Metal“ wirklich noch einen draufsetzen könnte?

Weihnachten mag vielleicht noch ein paar Monate weit weg sein. Doch sollte ein jeder Metalhead auf dem Wunschzettel ganz oben das Ende von MANOWAR stehen haben. Mit jeder Veröffentlichung untergräbt diese einst legendäre Band ihr Erbe mehr und mehr. Der Schrott, der auf den Namen “The Final Battle Part I“ hört, ist nichts weniger als eine Beleidung eines jeden Fans.

05.04.2019

"Irgendeiner wartet immer."

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10 Kommentare zu Manowar - The Final Battle - Part I

  1. BlindeGardine sagt:

    Auch wenn die ersten Alben top sind, Manowar sind seit jeher unter „Comedy“ bei mir abgespeichert. Unter dem Gesichtspunkt kann man hier nur von einem vollen Erfolg sprechen. Als würde der Songtitel „You Shall Die Before I Die“ nicht schon wie eine Persiflage auf typische Manowar-Lyrik wirken, der „Gesang“ von Joey DeMayonnaise topt komödiantisch alles, was sich die lederbehosten Rollschinkenkrieger in den letzten 20 Jahren ausgedacht haben. „Krümelmonster mit Verstopfung imitiert Chrisopher Lee“ wäre da wohl eine treffende Beschreibung. Man kann jedenfalls nicht behaupten, dass Manowar nicht auch nach fast 40 Jahren noch versuchen würden, neue Methoden zum Auslösen des Fremdschämens zu ergründen.

  2. nili68 sagt:

    Epic Metal geht ja durchaus auch in gut (CROM, BAL SAGOTH), aber das hier ist wirklich Müll. So true (wenn’s kein Black Metal ist ohne „v“) kann man doch garnicht sein, um das noch gut zu finden..

    1/10
  3. doktor von pain sagt:

    Ich finde es bemerkenswert, dass Manowar es immer wieder schaffen, auf ihre jeweils letzte Selbstkarikatur noch einen draufzusetzen.

  4. ameisengehirn sagt:

    Hail & Sell!

  5. guy.brush sagt:

    Mir gefällt die EP. Sicherlich kann man von Manowar keine Meilensteine wie einst Sign of the Hammer, Hail to England, Kings of Metal oder Triumph of Steel mehr erwarten und der Grössenwahnsinn und die Egomanie des Herrn DeMaio reicht schon lange hinauf bis nach Asgard, dennoch sind „Blood and Steel“ und „Sword of the Highlands“ meiner Meinung nach das beste was die Herren seit Jahren geliefert haben. Sicherlich, die Produktion lässt immer noch zu wünschen übrig, aber zumindest ist sie nicht mehr so verzerrt wie auf dem Vorgänger. Wir haben hier eine eingängie Hymne im altbewährten Stil und eine Ballade mit eingängigen Melodien getragen von Eric Adams immer noch großartiger Stimme. Das Intro ist zwar wenig Innovativ – aber dafür stimmig, und DeMaio`s Gesangseinlagen sind auch nicht schlimmer als seine Bass-Solos 😉
    Ich freu mich jedenfalls schon auf den zweiten Teil!

    8/10
  6. OrkusObskurius sagt:

    An objektiven Kriterien gemessen ist es meiner Meinung nach nicht so schlecht, wie es im Review gemacht wird.
    Aber gemessen an den hohen Standards der alten Glanztaten, kann ich den Autor schon gut verstehen. Die ersten Vier(Ok, die ersten Sechs) Alben von Manowar sind zeitlose Klassiker und für Viele Metalheads absolut unerreicht.

    Objektiv betrachtet ist die EP ist ganz nett, mehr auch nicht. Tut keinem weh. Ich denke für die Generation Sabaton, ist das durchaus interessant. Die Produktion ist immer noch recht klinisch, aber klingt natürlicher als noch bei Lord of Steel.

    Natürlich werden Manowar kein Hit-Album mehr aufnehmen, dafür ist der Verfall einfach schon zu weit fortgeschritten.
    Eric Adams weiss allerdings immer noch zu überzeugen, mit fast 70 hat er immer noch eine super Stimme und rettet seit vielen Jahren so ziemlich jedes Manowar Output vor der totalen Beliebigkeit. Irgendwie schade, was aus der Band seit Warriors of The World geworden ist. Diese Selbstdemontage ist zweifellos tragisch. Man hätte irgendwie mehr draus machen können, wenn Demaio nicht seinem Größenwahn zum Opfer gefallen wäre…

    5/10
    1. Helli666 sagt:

      So richtig nachvollziehen kann ich die schlechten Kritiken bei Metal.de für Manowar nicht wirklich. Ja sie polarisieren, ja sie sind nun deutlich bildgewaltiger unterwegs, teilweise cinematografisch, aber das macht doch nun die Band nicht per se schlecht. Da fahren Sie mit Gods of War ein unglaublich episches Brett auf, das eher einem metallischen Hörspiel gleicht. Ich persönlcih höre die Scheibe regelmäßig und liebe jeden einzelnen Song. Bei The Lord Of Steel hat man scheinbar auf die Kritik gehört und spielt wieder ausschließlich Metal Songs ein ohne Intro, Interludes etc., aber so richtig passen tuts der Redaktion auch wieder nicht. Ich kann schon verstehen dass DeMajo irgendwie keinen Bock mehr auf die Presse hat.

      Und nun kommt mit der Final Battle I EP der totale todesstoß der Redaktion. Hmmm… ich hab mir die EP angehört und finde es irgendwie nicht nachvollziehbar. Ok, was haben wir… 4 Songs, 2 davon astreine Manowar Songs. Eingängig, hymnisch, was will ich mehr? Jau, das gedudel am Anfang vom Highland Song ist sehr stark des Auenlandthemas aus HDR entliehen, das hätte ich auch anderst gemacht… naja, sehen wir es mal als Homage an einen großen Film. Was übrig bleibt sind dann noch das schöne Intro, ja ich mag stimmige Intros in ein Album und mit Song 4 eine echte Überraschung. Nach dem ich YOU SHALL DIE BEFORE I DIE gehört habe war ich auch erstmals überrascht. Das hatte ich so nicht erwartet. DeMajo am Mikro, keine Angst, er singt nicht. Der Song ist glaub allein vom Vibe der härteste Manowar Song aller Zeiten. Hier wird mit einem sanften Dämonen Effekt Gift und Galle gekotzt, also eigentlich fand ich das total geil. Das ganze ist ne Mischung aus wütendem DeMajo, abgestochenem Eber und Balrog im Stimmbruch… total kultig.
      Also was rechtfertigt jetzt den totalen Verriss? Für mich nichts. Für den Schreiberling viel, aber ich habe eher das Gefühl dass es zum guten Ton gehört Manowar zu bashen. Ich finde es schade wenn die Objektivität auf der Strecke bleibt. Also 2 Punkte halte ich für hoffnungslos übertrieben, ich denke eine 4-6 wären im Angesicht des Materials irgendwo nachvollziehbar ohne die Band in ungeahnte Höhen zu loben. Für mich ist es ne astreine 8. dafür dass mir 4 Songs echt zu wenig sind und ich unbedingt mehr haben will und nen weiteren Punkt Abzug für das nahezu 1:1 Cover vom Auenland Thema.

      Manowar kanns ja egal sein, Sie füllen weiter die Stadien und konketieren noch mehr mir Ihrem Image… ich freue mich sehr auf die EP II und III!

      8/10
  7. WurstEnemy sagt:

    Also ich finde ja das erste „Stück“ gut produziert und für Manowar-Synthi-Geleiher ja ziemlich fett. Nur leider brauche ich einfach überhaupt kein Manowar-Synthi-Geleiher. Hier wird dick aufgetragen und wirklich etwas im Stile moderner, aber daher leider auch völlig austauschbarer Actionfilm-Mukke erreicht. Weil ich das für unnötig halte gibt es dafür bei der Geringen Anzahl der Stück direkt dicken Punktabzug.

    Das zweite Stück gefällt mir, obwohl das Computerschlagzeug in der Strophe leider wirklich schlimm ist. Aber da höre ich zum Glück beim nebenher Hören selten hin. Den Refrain finde ich dann jedenfalls (inklusive Instrumentierung) ziemlich geil! Das Solo kann sich auch hören lassen. Für Post-Ross Zeiten locker ne 7/10.

    Das dritte Stück ist wie das zweite für heutige Manowar-Verhältnisse voll in Ordnung… Wenn man Intro und Outro überspringt!!!!!1! Noch nie was schlimmeres von Joeys Keyboard-Künsten gehört. Nicht nur beim Herr der Ringe Soundtrack geklaut, nein, dann noch (zur Verschleierung?) in eine total grottige Melodie umgebogen. Und der Sound der „Flöten“ ist wirklich nur schlecht!

    „You shall die before i die“ feiere ich total (ich liebe auch pleasure slave!). Instrumental ein Kracher und Joeys Gebrüll macht einfach ne Brutale Stimmung. Text mal ausblenden und kurz vergessen, dass es Manowar ist (in Bezug auf die Vocals), dann kann ich die Nummer sehr genießen. Übrigens hat Joey nicht zum ersten mal Vocals beigetragen. Oder habt ihr alle Bridge of Death vergessen? 9/10

    Dieses EP-Format finde ich allerdings ziemlich nutzlos… Bitte Alben oder gar nichts… Und bitte wenn es David Shankle wieder gut geht ihn mal fragen, ob er nicht noch mal mitmachen will und ihn auch aktiv mitmachen lassen. Oder vielleicht sogar Ross (man darf ja wohl man träumen), dann kriegen die Leder-Metall-Opas vielleicht noch einen würdigen Abschluss ihrer Disko hin (natürlich wird nichts die ersten 6 erreichen…)

    5/10
  8. ameisengehirn sagt:

    Ich bin mit Manowar groß geworden und der Größenwahn ist schlicht nicht zu begreifen. Man kann es auch kalkulierte Fan Verarsche nennen – natürlich wird es Manowar nicht jucken so lange die Kasse klingelt. Und darum geht es doch: 3x ne EP macht eben doch doppelt so viele Euros wie eine LP (kurz nachgerechnet). Wenn dann auch noch die Hälfte nicht mal rockt, dann denke ich schon dass man das verreißen darf.

    1/10
  9. StahlKrupp sagt:

    Manowar muss man ja einfach bashen oder lustig finden. Sind ja auch ne Kabarettgruppe.. freiwillig oder unfreiwillig. Deswegen kann man durchaus einige Songs richtig abfeiern. Mit Alkohol geht das ja bekanntlich wie mit keiner anderen Band.. Weniger lustig ist allerdings die Karl Logan Sache. Das könnte tatsächlich der Sargnagel sein.
    Wobei ich gerade die durchgehend schlechten Bewertungen zu „Gods of War“ mal garnicht nachvollziehen konnte, ist das doch das einzig wirklich gute Album nach Triumph of Steel mit einem super eingängigen wirklich battlewarriormäßig hymnenhaften , stimmigen Titelsong.