U.D.O. - Steelhammer - Live From Moscow

Review

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Man hätte diese Platte auch in Anlehnung an einen Literaturklassiker auch “Der alte Mann und das weite Land” betiteln können. Es ist diese tiefe Verbundenheit, die Udo Dirkschneider und seine Band immer wieder nach Russland zurückkehren lässt. Als eine der ersten Metal-Bands, die dort überhaupt getourt sind, erfreuen sich U.D.O. noch immer großer Beliebtheit bei den russischen Fans. Es klingt also nur logisch, dass das neue Livealbum “Steelhammer – Live From Moscow” in der Landeshauptstadt aufgenommen wurde.

Natürlich kann man jetzt anführen, dass die Welt nicht wirklich ein neues Livealbum von U.D.O. braucht, immerhin ist es das insgesamt fünfte seiner Art. Auf der anderen Seite sind Konzerte von Udo und seiner Truppe in den seltensten Fällen von schlechter Qualität und immer unterhaltsam. Hintergrund für dieses Livealbum ist natürlich der enorme Erfolg des letzten Albums “Steelhammer” und die damit verbundene Vorstellung der beiden neuen Gitarristen Andrey Smirnov und Kasperi Heikkinen. dass diese ihre Sache mehr als ordentlich machen, unterstreichen sie auf “Steelhammer – Live From Moscow” sehr deutlich. Hier haben sich zwei gefunden, die sich voller Spielfreude die Bälle relaxt zuwerfen. Davon profitiert auch der Rest der Band, der sich ebenfalls in Höchstform präsentiert. Neben gleich sieben Songs vom aktuellen Album bietet der vorliegende Doppeldecker eine bunte Mischung aus (fast) allen Schaffensphasen der Band. Dass dabei nicht alle Platten gleichermaßen berücksichtigt werden können, liegt bei einer solch langen Karriere (es wollen zudem immer wieder auch ein paar ACCEPT-Klassiker in die Setlist) auf der Hand. Ebenso offensichtlich ist, dass Udo es nie allen Fans Recht machen wird können, zu viele Klassiker hat der Mann im Laufe seiner Karriere abgeliefert. Viel interessanter ist also, welche Perlen sich auf “Steelhammer – Live From Moscow” finden lassen. Mit den selten bis gar nicht gespielten “Trip To Nowhere”, “Go Back To Hell” oder “Future Land” sind dem Solinger und seiner Truppe jedenfalls faustdicke Überraschungen gelungen, die auch vom Publikum dankend angenommen werden und sich optimal in den Set der Band einfügen. Das Publikum selbst, und damit wären wir gleich bei der Produktion, feiert die Band nach allen Regeln der Kunst ab, ist aber im Gegensatz zu so manch anderen Livealbum nicht zu sehr in den Vordergrund gemischt. Ansonsten klingt “Steelhammer – Live From Moscow” wie ein Livealbum heutzutage eben klingt – man hört, dass im Studio hier und da noch Hand angelegt wurde. Speziell das Schlagzeug klingt nicht immer ‚live‘, aber sei es drum. Im Endeffekt hat sich auch niemand wirklich über “Unleashed In The East” beschwert, oder? Eben.

“Steelhammer – Live From Moscow” ist also eine runde Sache geworden, die sich Fans gerne auf den Einkaufszettel schreiben dürfen. Wer mit U.D.O. nichts anfangen kann, lässt sowieso die Finger von dem Album, dem wahlweise eine DVD oder BluRay beiliegt. Das Album macht vor allem auch unter dem Gesichtspunkt Sinn, dass mit den beiden neuen Leuten an den Äxten ein neues Kapitel in der Geschichte von U.D.O. aufgeschlagen wird an dem wir vermutlich noch viel Freude haben werden.

09.05.2014

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