Bathory
Der große Diskografie-Check

Special

Vor 16 Jahren starb mit Thomas Forsberg a.k.a. Quorthon ein Musiker, dessen Einfluss auf die Metal-Szene immer noch spürbar ist. Die ersten Alben seiner Band BATHORY, die er fast ausschließlich als Solo-Projekt betrieb, waren wichtige Wegmarken für den Death- und Black Metal der 1980er. Attitüde und Ästhetik dieser Alben spiegelten sich im nordischen Black Metal wider, der in den frühen 1990ern an Popularität gewann. Quorthon selbst hatte BATHORY damals jedoch eine Stiländerung verpasst, die mit etwas Verzögerung, aber umso flächendeckender einschlug. Statt satanischen Flammen und okkulten Ritualen wendete sich Quorthon den alten nordischen Göttern zu. Rauer Black/Thrash Metal und knackig-kurze Songs wichen endgültig langen Liedern voller Epik und wagnerianischem Kitsch. Elemente aus dieser Zeit finden sich in den unterschiedlichsten Bands des später folgenden Viking- und Folk Metal.

BATHORY – Geächtet aber einflussreich

Der Einfluss von BATHORY blieb jedoch stets unterschwellig. Im Metal-Untergrund größtenteils gefeiert, in der Fachpresse geschätzt, aber bisweilen auch kritisch beäugt, war die Band im Metal-Mainstream selten mehr als eine obskure Randnotiz, auch wenn das Cover des Debüts sicherlich zu den beliebtesten Shirt-Motiven der Szene gehört. Vermutlich auch, weil Quorthon sich vielen üblichen Mechanismen des Musik-Business verweigerte, niemals live auftrat und nie bei einem der größeren Metal-Labels war, blieb die Strahlkraft von BATHORY gedämpft. Doch auch 16 Jahre nach Quorthons Tod leuchtet die Flamme noch und ihr Licht findet zielsicher neue Fans.

Vielleicht mag auch dieser Artikel einzelne Suchende elektrifizieren. Aber auch alteingesessene BATHORY-Hörende könnten einen neuen Blick auf die Diskografie zwischen dem im Jahr 1984 erschienenen Debüt und „Nordland II“ aus dem Jahr 2003 gewinnen und vielleicht Lücken in der Sammlung entdecken. Viel Spaß beim Lesen dieses Artikels, in denen wir uns huldigend aber auch kritisch jedem BATHORY-Album widmet. (MT)

Geschrieben von echten BATHORY-Fanboys, auch wenn einige dies niemals zugeben würden: Marc Thorbrügge (MT), Michael Klaas (MK), Alex Klug (AK), Eckart Maronde (EM), Markus Endres (ME), Sven Lattemann (SL), Stefan Wolfsbrunn (SW)

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Quelle: metal.de
07.06.2020

Stellv. Chefredakteur

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