Enslaved
Der Diskografie-Check

Special

ENSLAVED sind in der gegenwärtigen Metal-Landschaft eine Macht mit Vorbildwirkung. Seit fast drei Jahrzehnten sind die Bergener Edda-Enthusiasten im Geschäft, definieren sich mit so gut wie jeder Platte neu und wahren gleichzeitig ihre markante Identität. Dabei wurde kaum eines ihrer 15 Studioalben auf unseren Seiten unterhalb der Note “Kaufempfehlung” besprochen. Von sinfonischem Black Metal hin zu einer ganz eigenen Melange aus Extreme Metal, Prog und anspruchsvollen mythologischen Texten hielten sich ENSLAVED nie unter einem gewissen Grundniveau auf, von dem auch ihr neues Album – und metal.de-Soundchecksieger – “Utgard” keine Ausnahme macht.

15 Studioalben lang die Note “Kaufempfehlung”?

Dies nahmen wir zum Anlass einer tiefgründigen Querschnittsanalyse ihrer umfangreichen und nicht immer zugänglichen Diskografie. Es verwundert nicht, dass sich immerhin sieben Mitglieder unserer Redaktion mit wahrlich unterschiedlichen Hörgewohnheiten dafür begeistern ließen, an diesem Special mitzuwirken. So laden die Herren Endres, Klaas, Klug, Lattemann, Maronde, Thorbrügge und Werner zum gepflegten Nerdtalk durch 15 Alben, die mal kauzig, mal sperrig und mal zum Niederknien genial sein können, aber stets höchst originell sind.

Galerie mit 19 Bildern: Enslaved - Summer Breeze Open Air 2019

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Quelle: Unsere Plattensammlungen
16.10.2020

Redakteur

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Enslaved auf Tour

24.05.21metal.de präsentiertENSLAVED - Utgard European Tour 2021Enslaved, Intronaut und Obsidian KingdomBackstage, München
25.05.21metal.de präsentiertENSLAVED - Utgard European Tour 2021Enslaved, Intronaut und Obsidian KingdomIm Wizemann, Stuttgart
26.05.21metal.de präsentiertENSLAVED - Utgard European Tour 2021Enslaved, Intronaut und Obsidian KingdomLuxor, Köln
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2 Kommentare zu Enslaved - Der Diskografie-Check

  1. route666 sagt:

    Schöner Überblick über das Werk dieser wirklich außergewöhnlichen Band. Allerdings sehe ich die Vertebrae nicht als must have. Diese Idee mit dem organischeren Sound war für mich ein Schritt in die falsche Richtung. Die Blodhemn sehe ich auch nicht als ganz so schlimm an, der Sound ist allerdings wirklich dated. Mit E bin ich auch nicht so recht warm geworden.

  2. Knirps sagt:

    Hi. Ich fände eine Retroperspektive schwierig wenn ich die Diskogaphie nicht mit jedem Erscheinen zu seiner jeweiligen Zeit miterlebt hätte. Meine Meinung zu den Empfehlungen ist ziemlich gegenläufig.
    Mein erstes Album war 1993 die Split CD mit Emperor „Hordanes Land“. Für mich waren beide Bands extrem Innovativ und dem Black Metal habe ich beide nicht zugeschrieben. Das Songwriting und Gitarrenspiel ist seit 1993 progressiver als ne Gorgoroth Knallbüchse. Enslaved haben aber von der Black Metal profitiert.
    Für mich sind „Vinkingdingsda Veldi“ und „Frost“ eher Nullnummern und keine guten Alben, eher ne Stilfindung. Bis schließlich mit „Eld“ und „Blodhemn“ Eigenständigkeit gefunden wurde. Neben „Hordanes Land“ sind dies mein Top 3 der Band. Daneben finde ich kein weiteres Album besonders gut. Das aktuelle Trotzdem ist eine meiner Favoritenbands, allerdings neben ca. 100 anderer Favoriten.
    Ab 2000 ging es erst ins Experimentelle statt ins Progressive. Das hat mit Ivars Studium zu tun. Zu dieser Zeit war er viel zu Hause und mit Aufnahmen und Experimenten beschäftigt. Auf lange Touren waren sie auch nicht. Ab diesem Zeitpunkt endet meine besonderes Interesse für diese Band. Die Innovationskraft war für mich weg. Ich hatte andere Erwartungen an diese Band. Wahrscheinlich symphonischen Folklore Metal. Für mich begann ab 2000 mit Enslaved eine neue Band zu entstehen aber unter gleichem Namen. Das noch nie eine lange Pause eingelegt haben und weiter konsequent und kontinuierlich Aufnehmen und Live spielen ist beachtlich. Da kann man schon stolz sein. Insgesamt eine beindruckende und sympathische Band. Die Leute sind nett, sympathisch und menschlich. Das aktuelle 2020er Album ist wieder ne Nummer härter. Sie haben sich also noch nicht so weich wie Pink Floyd buttern lassen. In 20 Jahren klingen Enslaved bestimmt wie Rush mit krächzenden Backgroundchören.

    Ich empfehle alle Alben von Hordanes Land 1993 bis Blodhemn 1998 für den blackmetalistischen Viking Metal Hannes. Und die anderen gefühlten 20 Alben ab 2000 für jemanden der härtere Progessivere Klänge kennen lernen möchte aber keine Ohrwurmsongs erwartet. Außer das krächsige „Isa“. Das bleibt auch nach 16 Jahren im Ohr stecken.