Helloween
Im Gespräch mit Kai Hansen

Interview

Siehst Du Deine musikalischen Qualitäten eher als Sänger, Gitarrist oder Songwriter? Das bezieht sich natürlich auch auf GAMMA RAY und Deine sonstigen Projekte.

Wenn ich es in eine Reihenfolge packen müsste, würde ich sagen: Songwriter, Gitarrist, Sänger. Ich glaube schon, dass ich ein guter Songwriter und Gitarrist bin. Aber ich bin eben auch kein Eddie Van Halen oder Yngwie Malmsteen

Der Gesang ist so eine Sache. Ich mag meine Sachen und meine Stimme. Aber ich bin mir schon bewusst, dass mein Gesang auch kontrovers aufgenommen wird. Love it or hate it. Man kann meinen Gesang auch hassen, das ist mir vollkommen klar. Aber es gibt eben auch Sänger wie Freddie Mercury. Da sind sich alle einig. Da würde doch niemand sagen: “Der klingt scheiße” oder sowas. Bei mir gibt es schon einen prozentualen Teil der sagt: “Oh Gott, das ist ja schrecklich”. (lacht)

Ich mag es und freue mich über jeden der es auch mag. Die anderen können mich mal am Arsch lecken. (lacht)

Böse Zungen würden vielleicht behaupten, der schlichte Albumtitel “Helloween” bezieht sich auf die Tatsache, dass mit der Re-Union endlich die wahrhaftigen HELLOWEEN zurück sind. Was würdest Du darauf entgegnen?

Nee! Die Story hinter dem Albumtitel ist tatsächlich ganz anders. Als wir darüber diskutierten, haben wir natürlich die Möglichkeiten abgewogen, einen der Songtitel zu verwenden. Immerhin haben wir ja kein Konzeptalbum, dafür aber eine bunte Mischung aus Liedern. “Indestructable” wäre zum Beispiel ein cooler Titel gewesen. “Hier sind wir und wir sind unzerstörbar”. So in der Art.

Irgendjemand sagte dann: “Hey! Warum nennen wir das Album nicht einfach Helloween?” Die Idee fand ich anfangs total blöd. Obendrein hieß unsere Debüt-EP damals “Helloween”. Doch der Titel hat schon seine Berechtigung, denn immerhin haben wir jetzt mit einer neuen Ära begonnen. Quasi einen Neuanfang gemacht. So gesehen ist das ein neues HELLOWEEN mit dem aktuellen Lineup und Michi und mir. Das sind HELLOWEEN – jetzt!

Das Cover-Artwork von Eliran Kantor sticht besonders heraus. Wie kam es, dass Ihr mal wieder ein gemaltes Cover haben wolltet? Das kennt man ja eigentlich nur von den ersten HELLOWEEN-Platten…

Naja… Die früheren Cover waren rein Airbrush, keine gemalten Bilder. Das jetzige ist aber gemalt. Wir haben verschiedene Künstler angefragt und ein paar Direktiven und Elemente vorgegeben und Songtitel mitgeschickt. Viele Ergebnisse waren dann aber letztlich nur ein Abklatsch von den Keeper-Alben. Das war alles gut, aber eigentlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten.

Als uns Eliran dann seinen Entwurf geschickt hat, fanden wir ihn sofort klasse. Das war alt und neu zugleich. Unsere jetzige Band-Besetzung ist ja auch alt und gleichzeitig neu. Es ist gut, nicht einfach stumpf zu wiederholen, was man schon hatte.

Die sieben fallenden Schlüssel, die Uhr, der Tod… All diese Details laden zur Interpretation des von Dir erwähnten Neubeginns durchaus ein…

Ja klar! Jeder kann natürlich hineininterpretieren, was er mag.

Galerie mit 25 Bildern: Helloween - Wacken Open Air 2023

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16.06.2021

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