Rock Hard Festival 2026
Der große Festivalbericht

Konzertbericht

Billing: Armored Saint, Paradise Lost, Saxon, Coroner, Angel Witch, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Prophets Of The Rising Dead, Maamuut, Majak, Dark Tranquillity, Slime, Hällas, Hirax, Ambush, Wytch Hazel, The Great Sea, Mikkey Dee Plays Motörhead, Uli Jon Roth, Gus G., Ronnie Romero, Nailed To Obscurity, The Neptune Power Federation und Smorrah
Konzert vom 22.-24.05.2026 | Amphitheater, Gelsenkirchen

Musikalische Diamanten des Rock Hard Festivals 2026

Ein Diamant sind die Newcomer MAAMUUT aus Sachsen. Getrieben von brachialen Riffs und düsteren Klängen aus Doom und Stoner Rock heizt das Powertrio dem Amphitheater bereits am ersten Festivaltag ordentlich ein. Mehr als verdient, dass sich die Band für den in Zusammenarbeit mit metal.de, Radio Bob und der Wacken Foundation entstandenen Newcomer-Wettbewerb „New Kids In The Pott“ qualifiziert hat.

Galerie mit 10 Bildern: Mammut – Rock Hard Festival 2026

Für uns als Redaktion ist „unsere“ Band – die PROPHETS OF THE RISING DEAD – ein Highlight. Doch vor der Bühne kristallisiert sich schnell heraus: Viele Festivalbesucher:innen sehen das genauso. Der melodische Death Metal mit leichtem Core-Einschlag ist auf diesem Festival ein unterrepräsentiertes Genre. Entsprechend dankbar nehmen die Anwesenden die Tracht Prügel in der gleißenden Nachmittagssonne an. Dass die PROPHETS mit ihrem Auftritt den „New Kids In The Pott“-Contest für sich entscheiden, ist die sprichwörtliche „cherry on top“.

Galerie mit 19 Bildern: Majak – Rock Hard Festival 2026 Galerie mit 38 Bildern: Prophets of the Rising Dead – Rock Hard Festival 2026

Im Anschluss an den Newcomer-Contest ist noch nicht Schluss mit frischem Blut. Die Dänen NECKBREAKKER bewiesen 2025 im Vorprogramm von GOJIRA, dass mit ihnen zu rechnen ist. Diesen Eindruck untermauern die Jungspunde beim Rock Hard Festival eindrucksvoll. In 50 Minuten feuert das Quintett eine Modern-Death-Metal-Walze nach der anderen heraus. Als das Publikum angesichts der Hitze etwas träge auf die Aufforderung zur Wall of Death reagiert, springt Frontmann Christoffer Kofoed direkt in die Crowd, um Abhilfe zu schaffen. Die junge Truppe aus Dänemark überzeugt auf ganzer Linie und wird als grandios, mitreißend, unglaublich und einfach nur geil beschrieben. Dabei fällt schnell auf, dass die „12-Jährigen ohne Bärte im Gesicht“ sowohl junge als auch alte Metalheads für sich gewinnen können. Die Crowd sieht das ähnlich und lässt es vor der Stage gehörig krachen. NECKBREAKKER gelingt es, die Szene neu zu beleben. Das Rock Hard schafft dafür die nötige Bühne. Ein grandioser Auftritt, der noch lange nachhallt.

Galerie mit 10 Bildern: Neckbreakker – Rock Hard Festival 2026 Galerie mit 11 Bildern: Angel Witch – Rock Hard Festival 2026

Das Festival ist der Headliner – die Bands liefern den Soundtrack

Als sich die Sonne langsam senkt, gehen ARMORED SAINT für den Tagesabschluss an den Start. Zum vierten Mal beehrt die Heavy-Metal-Legende das Rock Hard Festival. Zum ersten Mal steht sie hier als Headliner auf der Bühne. Noch dazu handelt es sich beim heutigen Auftritt um die Releaseshow der neuen Platte „Emotion Factory Reset“. Für die US-Amerikaner gibt es also gleich mehrere Gründe, sich ins Zeug zu legen. Und das tun sie. Kreativkopf Joey Vera und Frontmann John Bush stehen kaum eine Sekunde still. Die beiden sprühen vor Energie und reißen das Publikum binnen Sekunden mit. Sympathische Ansagen und eine musikalisch rundum gelungene Performance sorgen dafür, dass die 90 Minuten wie im Flug vergehen.

Galerie mit 17 Bildern: Coroner – Rock Hard Festival 2026 Galerie mit 34 Bildern: Armored Saint – Rock Hard Festival 2026

Irgendetwas muss bei den Schweden im Wasser sein, denn die Heavy-Metal-Bands des Landes haben offenbar allesamt Hummeln im Hintern. AMBUSH zocken einen verdammt tighten Gig, der Fans des klassischen Edelstahls keine Wünsche offenlässt. Die Songs bieten von feinen Soli bis zu großen Hymnen alles, was das Herz begehrt. Der sehr gute Sound und die noch bessere Performance runden das Gesamtbild ab.

Galerie mit 23 Bildern: Ambush – Rock Hard Festival 2026

Als Geheimtipp gelten HÄLLAS, für die viele Besucher:innen primär angereist sind. Die schwedische Retro-Rock-Band feiert beim diesjährigen Rock Hard ihr Debüt und schafft damit einen beeindruckenden Sprung vom kleinen Club-Gig auf die große Festivalbühne.

Galerie mit 8 Bildern: Hällas – Rock Hard Festival 2026

Mehr Melo-Death auf dem Rock Hard Festival, bitte!

Wenn eine Band immer ein Garant für gute Laune ist, dann DARK TRANQUILLITY. Hauptverantwortlich dafür ist Front-Sonnenschein Mikael Stanne, der auch heute Abend mit seinem von der Sonne geröteten Gesicht und dem gewohnt strahlenden Lächeln alles gibt. Wie gewohnt präsentieren die Schweden ein Best-of-Set, das direkt mit „The Wonders At Your Feet“ loslegt. Es folgen weitere Diamanten aus der großen Diskografie: „Forward Momentum“, „ThereIn“, „Not Nothing“ und „Punish My Heaven“ machen den Auftritt von DARK TRANQUILLITY zum Highlight des Tages.

Galerie mit 39 Bildern: Dark Tranquillity – Rock Hard Festival 2026 Galerie mit 13 Bildern: Hirax – Rock Hard Festival 2026

PARADISE LOST als Headliner garantieren keine Eskalation, doch heute Abend sind die Briten gut aufgelegt. Nick Holmes streut britischen Humor in seine Ansagen ein, und der Sound sitzt. Spätestens als die ersten Klänge von „Gothic“ ertönen, wird bewusst, warum die Gruppe den Namen des Genres mitgeprägt hat.

Galerie mit 39 Bildern: Paradise Lost – Rock Hard Festival 2026

Ob es am Sonntag gleich drei quasi Coverbands gebraucht hätte, kann man diskutieren. Dahinter versteckt sich jedoch der wahre Diamant des letzten Festivaltages: NAILED TO OBSCURITY. Die Ostfriesen spielen Melodic Death Metal mit Doom-Einflüssen und progressiven Sprenklern und liefern einen intensiven Gig ab, der beweist, dass das Rock Hard Festival gerne mehr Bands des härteren Spektrums engagieren darf. Ebenfalls stark: die Ansage gegen den braunen Müll unserer Gesellschaft.

Galerie mit 30 Bildern: Nailed to Obscurity – Rock Hard Festival 2026

Seiten in diesem Artikel

123
14.06.2026

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38526 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Armored Saint, Paradise Lost, Saxon, Coroner, Angel Witch, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Dark Tranquillity, Slime, Hällas, Ambush, Wytch Hazel, Gus G., Ronnie Romero, Nailed To Obscurity, The Neptune Power Federation und Smorrah auf Tour

01.07. - 04.07.26metal.de präsentiertRockharz 2026 (Festival)Alice Cooper, Helloween, Kreator, Feuerschwanz, Emperor, Subway To Sally, Kataklysm, Biohazard, Knorkator, Finntroll, Soulbound, Ex Deo, Annisokay, Gothminister, Final Cry, Haggefugg, Die Habenichtse, Stahlmann, Betontod, Dominum, Motorjesus, Hagane, Saint City Orchestra, Artillery, Rauhbein, Ensiferum, Doro, Black Label Society, Avatar (SWE), Danko Jones, Fiddler's Green, The Haunted, Heavysaurus, Harakiri For The Sky, Dogma, Crypta, Mittel Alta, Rodeo 5000, Sagenbringer, Warmen, Hiraes, Paradise Lost, Airbourne und Die Apokalyptischen ReiterFlugplatz Ballenstedt, Ballenstedt
12.08. - 15.08.26metal.de präsentiertSummer Breeze Open Air 2026 (Festival)In Flames, Arch Enemy, Helloween, Lamb Of God, Airbourne, Alestorm, Versengold, The Ghost Inside, Testament, Amorphis, Imminence, Paleface Swiss, Alcest, The Butcher Sisters, Orbit Culture, Deicide, Brothers Of Metal, Northlane, dArtagnan, Terror, Deafheaven, Betontod, Future Palace, Soen, Der Weg Einer Freiheit, Miracle Of Sound, Mushroomhead, Municipal Waste, Trollfest, Saor, Nanowar Of Steel, From Fall to Spring, Unprocessed, Misery Index, Cryptopsy, Brainstorm, Parasite Inc., ten56., Groza, 200 Stab Wounds, Manntra, Blood Command, Cabal, Haggefugg, Excrementory Grindfuckers, Illdisposed, Our Promise, Eisbrecher, Saxon, Mittel Alta, Hatebreed, Skindred, Soulfly, Paradise Lost, Kadavar, Fit For An Autopsy, Terror, Decapitated, Blackbraid, Alien Ant Farm, Eivør, Wolves In The Throne Room, Heavysaurus, Thundermother, Sanguisugabogg, Speed, Deserted Fear, Bloodred Hourglass, Grand Magus, Massive Wagons, Green Lung, The Narrator, Fulci, SetYøurSails, Slomosa, Nytt Land, Soulbound, Urne, King Nugget Gang, Skeleton Pit, Castle Rat, Wucan, Erdling, Brymir, Rectal Smegma, Zerre, Cân Bardd, Bizarrekult, Fireborn, Luna Kills, Pridian und Blasmusik IllenschwangSummer Breeze Open Air, Dinkelsbühl, Dinkelsbühl
28.08. - 29.08.26metal.de präsentiertMetalacker 2026 (Festival)Dark Tranquillity, Brothers Of Metal, Accvsed, April Art, Dominum, Fiddler's Green, Hackneyed, Obscurity, Ruin Rising, Skytribe, Surrender the Crown und Viscious RainMetal Acker, Tennenbronn, Schramberg-Tennenbronn
Alle Konzerte von Armored Saint, Paradise Lost, Saxon, Coroner, Angel Witch, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Dark Tranquillity, Slime, Hällas, Ambush, Wytch Hazel, Gus G., Ronnie Romero, Nailed To Obscurity, The Neptune Power Federation und Smorrah anzeigen »

Kommentare