Tristania
European Construct Tour 2013 - live in Stuttgart

Konzertbericht

Billing: Dark Tranquillity, May The Silence Fail und Tristania
Konzert vom 2013-12-03 | Wagenhallen, Stuttgart

 

TRISTANIA

So recht wollen TRISTANIA stilistisch nicht zum Headliner des heutigen Abends passen. Zwar kann man ihnen spieltechnisch kaum etwas vorwerfen, dennoch fallen die Publikumsreaktionen verhaltener aus als noch bei MAY THE SILENCE FAIL. Dies liegt zum einen an der gänzlich anderen Grundstimmung, die von gothischer Düsternis beherrscht wird, zum anderen aber auch an den komplexen Songstrukturen, die man angesichts des leicht matschigen live-Sounds nur unvollständig erfassen kann. Bei aller Vorliebe für progressive Klänge wirken die Stücke einfach eine Spur zu verschachtelt und überladen, um in der live-Situation zünden zu können – daheim aus der Konserve bereiten mir TRISTANIA definitiv mehr Freude.

Galerie mit 11 Bildern: Tristania - European Construct Tour 2013

Ähnlich uneinheitlich wie das Klangbild ist auch die optische Erscheinung der Band. Auf der linken Seite wirken Gitarristin Gyri Smørdal Losnegaard und Bassist Ole Vistnes als wären sie einer der gerade besonders angesagen Retro-Rock-Truppen entsprungen, während rechts Gitarrist Anders Høyvik Hidle mit modernem Kurzhaar-Schnitt deutlich eher in der Jetztzeit angekommen scheint. Dazwischen agiert das Sangesduo, bestehend aus dem bär(t)igen Kjetil Nordhus und der im modischen Emo-Schick gestylten Mariangela Demurtas. Gerade die heterogene Mischung aus Persönlichkeiten und Stilistika ist es, die TRISTANIA spannend und interessant machen, dies aber live in seiner Gänze zu erfassen, ist eine Herausforderung, an der heute offenbar ein Großteil des Publikums letztlich scheitert.

Natürlich steht das aktuelle Album „Darkest White“ im Mittelpunkt des Sets, das neben dem Titelsong mit „Himmelfall“ und „Requiem“ zwei weitere echte Highlights zu bieten hat. Am obligatorischen Klassiker „Beyond The veil“ führt indes auch heute kein Weg vorbei, bei dem das Publikum endlich ein wenig die freundliche Zurückhaltung ablegt, ohne jedoch wirklich in Euphorie zu verfallen. So lebt die Show vor allem vom charismatischen Auftreten und den starken Stimmen der beiden Sänger, mit dem Bühnennebel hätte man aber ruhig etwas sparsamer umgehen können.

 

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14.12.2013

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