Cannibal Corpse
Probleme in Weißrussland!

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CC-Alex lässt die unglaublichen Geschehnisse der kürzlich absolvierten Tour in seinen Worten Revue passieren: „Hallo Leute, wir sind von unserer Europatour zurück, also habe ich gedacht, es sei an der Zeit, euch zu berichten, wie alles so gelaufen ist. Als ihr das letzte Mal von uns hörtet, hatten wir gerade mit der Skandinavien-Tour begonnen. Dort ging alles gut, und wir spielten einige Killershows. Ausserdem spielten wir mit sehr coolen Bands wie VISCERAL BLEEDING, NAGLFAR und MAPLE CROSS. Vielen Dank an alle Bands, Fans und Promoter dort oben, wir haben eine sehr gute Zeit dort verbracht. Nach den Skandinavien-Dates spielten wir einige Shows in Deutschland, um hinterher den osteuropäischen Teil der Tour anzutreten. Wir spielten super Shows in Polen, Litauen und Lettland. Es sah so aus, als würde alles glatt laufen, und wir waren sehr aufgeregt, da wir erfahren hatten, dass die nächste Show in Weissrussland mit 1000 Tickets bereits ausverkauft war. Der Vorverkauf für die Show in der Ukraine lief mit 1200 verkauften Tickets bereits auch auf Hochtouren. Leider fing alles an, schief zu gehen, so bald wir an der weissrussischen Grenze anlangten. Wir verbrachten dort 9 Stunden mit irgendwelchen Papierkram für den Zoll. Wir hatten bereits 1998 eine Show in Weissrussland gespielt und waren damals wesentlich schneller durch die Grenzkontrollen gekommen, also hatten wir mit dieser Verspätung nicht gerechnet. Als wir endlich weiter durften, fuhren wir in aller Eile nach Minsk, um die Show zu spielen. Als wir dort ankamen, mussten wir weiteren Papierkram für die Zollbehörden erledigen. Während wir uns darum kümmerten, erfuhren wir, dass die Regierung uns verboten hatte, in Weissrussland zu spielen. Zwei Stunden bevor wir ankamen war das Konzert abgesagt und die Fans nach Hause geschickt worden. Es war schrecklich zu wissen, dass die Regierung die Show nicht erlauben würde, obwohl wir vor Ort und bereit waren, die Show zu spielen, und die Fans ebenfalls da waren, um der Show beizuwohnen. Wir waren sehr desillusioniert, aber wir dachten, wir würden zumindest die Show in der Ukraine absolvieren können. Da wurde uns gesagt, wir hätten bei der Zollbehörde in Minsk, die um 7 Uhr morgens öffnen sollte, weiteren Bürokram zu erledigen, um unsere Ausreise zu ermöglichen. Wir warteten die ganze Nacht in Minsk, bis unser Manager seine Arbeit beim Zoll beginnen konnte. Um 10:30 Uhr hatten wir noch immer keine Ausreiseerlaubnis. Da wurde uns gesagt, wir sollten versuchen, die Erlaubnis an der weissrussisch-ukrainischen Grenze zu bekommen, also begann die lange Fahrt gen Ukraine. Wir erreichten die Grenze um 18 Uhr, als nur noch ein paar Stunden bis Konzertbeginn blieben, also wurde die Zeit knapp, aber wir hofften immer noch auf das Beste. Leider hielt uns die weissrussische Zollbehörde bis 1 Uhr morgens an der Grenze auf, so dass wir die Hoffnung auf die Ukraine-Show aufgaben. Zwei gecancelte Shows wegen diesen Problemen mit den weissrussischen Behörden. Wir waren empört und sehr enttäuscht. Es ist ein schreckliches Gefühl zu wissen, dass man nicht für die Fans wird spielen können, die schon so lange auf die Band gewartet haben. Nachdem wir endlich aus Weissrussland raus waren, stellte es sich heraus, dass die Einreise in die Ukraine gleich mühsam oder sogar noch schlimmer sein würde. Wir mussten dort von 1 Uhr morgens bis 17 Uhr am nächsten Tag ausharren. Jetzt stand der Gig in Serbien am 14. Oktober auf dem Spiel. Wir würden einen ganzen Tag ohne Pause fahren müssen, um rechtzeitig dort zu sein. Dazu kam, dass die Strassenverhältnisse in der Ukraine mit die schlechtesten in ganz Europa sind, also schien die ganze Reise ein Ding der Unmöglichkeit. Obendrauf wurden wir gezwungen, der Polizei zu zahlen, um über die Grenze nach Ungarn eskortiert zu werden. Trotz alledem waren wir fest entschlossen, uns nicht noch eine Show entgehen zu lassen, also wechselten sich unsere Fahrer ab, bis wir endlich am 15. Oktober um 0:30 in Serbien waren. Die Fans warteten noch auf uns, obwohl wir mehrere Stunden Verspätung hatten. Wir konnten die Show spielen, aber leider reichte die Zeit nicht für unsere Tourpartner von SPAWN OF POSSESSION. Die Show war aber hervorragend, und sie wurde möglich gemacht von unseren Fahrern Steve und Tony und unserer Crew – Pol, Brian, Stan und Robin. Wir möchten auch den Jungs von SPAWN danken, dass sie uns mit dem Verladen des Equipments halfen, und den ukrainischen Promotern Katerina und Oleg für ihre Hilfe bei den Grenzübergängen. Insgesamt war unsere Erfahrung mit den Grenzbehörden in Weissrussland und der Ukraine also ein Albtraum der Bürokratie. Wir möchten uns bei den Fans in diesen Länder entschuldigen, dass wir nicht für sie spielen konnten. Wir haben alles Mögliche dazu versucht. Nach der Show in Serbien kehrten wir mit einigen grossartigen Shows in Ungarn und Österreich zurück zur Normalität. Jetzt sind wir wieder daheim und bereiten uns auf unsere grosse Herbsttour mit NAPALM DEATH durch die USA vor. Wir möchten uns bei allen Fans bedanken, die zu den Shows in Europa erschienen sind, ihr seid unglaublich. Bis zum nächsten Mal!“

Galerie mit 14 Bildern: Cannibal Corpse – Full Force 2019
Quelle: Metal Blade
02.11.2004

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