Carach Angren - Death Came Through A Phantom Ship

Review

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Die Frist ist um – und abermals verstrichen sind sieben Jahr. Voll Überdruß warf mich das Meer an Land…

Nach ihrem viel beachteten und gefeierten Debüt hat es die Niederländer CARACH ANGREN wieder an Land geschwemmt, und wieder sind die Geister mit ihnen. Nachdem das Trio in „Lammendam“ eine weiße Dame auf ihrem spukenden Anwesen besuchte, heftet man sich nun dem fliegenden Holländer an die Fersen.
Der jahrhundertealte literarische Stoff ist aus feinstem Seemannsgarn gewebt und vereinigt den rauhen, brutalen Alltag der kolonialen Seefahrer zusammen mit düsteren Legenden. CARACH ANGREN verstehen abermals, eine spannende und gruselige Horrorgeschichte mit der hohen musikalischen Meisterschaft stimmungsvoll umzusetzen, die sie schon mit „Lammendam“ bewiesen. Die Leser, denen das Debüt bereits bekannt ist, können sich also sicher sein, nicht enttäuscht zu werden.

Symphonischer, orchestraler Black Metal mit aufwändigen Arrangements bestimmt das Bild, die Ausführung wird von spürbarem Drang nach Perfektion geprägt. Streicher und Bläser, tosende Riffs, die gierig an die Bordwand schlagen, Choräle und Sirenengesang, unheilvolle Keyboardklangteppiche. Das „Orchester“ kommt zwar teilweise aus dem Tasteninstrument, weiß aber durch vollen und natürlichen Klang zu überzeugen. Seregor mimt den Erzähler mit seiner sinistren Stimme, der dem Konzeptalbum seinen Stempel aufdrückt.
In gewohnter Manier gestaltet sich demnach auch „Death Came Through A Phantom Ship“ als opulenter Soundtrack, der mit seinen vielen Variationen und wechselhaften Stimmungen vor allem als Gesamtwerk wirkt. Wie bei einem klassischen Score splitten sich die nur unscharf voneinander getrennten Songs oft in einzelne Teilmotive und Cues auf, wechseln hektisch von rasender Wut zu schwelgerischen Solomotiven, tauchen den Leser in ein Wechselbad von Moll- und Dur-Passagen. Stellenweise erinnern mich die Niederländer in solchen Momenten an die britischen Fantasymetaller BAL-SAGOTH, zu mal ja auch der Erzählstil des Gesanges Ähnlichkeiten aufweist.

Ansonsten sind CARACH ANGREN vor allem für Fans von BISHOP OF HEXEN oder auch SIRIUS interessant, die ebenfalls für symphonische Klänge mit üppigen Instrumentarium stehen. Gemeinsam ist diesen Bands vor allem eins: Sie verdienen einfach viel mehr Aufmerksamkeit. Wer auf atmosphärisch mächtigen Black Metal ohne überbordenden Bombast aber mit technischer Raffinesse steht, sollte sich spätestens jetzt mit dem neuen Werk der Niederländer vertraut machen.

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18.02.2010

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3 Kommentare zu Carach Angren - Death Came Through A Phantom Ship

  1. herr kröte sagt:

    Das ist das Album, was Bal Sagoth auch gerne mal aufgenommen hätten…

    9/10
  2. sick god sagt:

    Ich habe ja bei Lammendam schon drunter geschrieben, dass ich hoffe, dass es so weiter geht. Okay, hurra, es geht so weiter! Meisterhafte Musik, noch verspielter und experimenteller als auf dem Debut und vor allem eine genial eingesetzte Stimme, die einen Großteil der Atmosphäre schafft! Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist der Gitarrensound, der ziemlich dünn geworden ist, das war vorher besser, aber abgesehen von diesem kleinen Wermutstropfen, bin ich absolut beeindruckt!

    9/10
  3. Chris fehn sagt:

    Auch ein tolles album mir gefangen am besten:the sithing is a portent of doom und bloodstains on the captain’s log so wie departure towards a nautical course und the course of a spectral ship.viel spass mit der scheibe.LG chris

    10/10