Pink Floyd - A Saucerful Of Secrets (Re-Release)

Review

“A Saucerful Of Secrets” ist unser erster Beitrag zu der aktuellen Re-Release Serie aus dem Hause PINK FLOYD. Nach und nach werden im Laufe des Jahres alle 15 Alben der Band erneut zu Vinylehren kommen (180 Gramm, hochwertige Verpackung). “A Saucerful Of Secrets” ist auch heute noch ein durchaus spannendes Album, das aber 1968 nicht ohne Probleme das Licht der Welt erblickte.

Pink Floyd – Ohne Syd?

Mastermind Syd Barrett hat massive psychische Probleme, was die Zusammenarbeit mit ihm für die anderen Bandmitglieder sehr schwierig gestaltet. Es kommt gar während des Aufnahmeprozesses zur inoffiziellen Trennung. Seine Stelle nimmt David Gilmour ein, der sich beim Titeltrack auch kompositorisch einbringen konnte. Syd Barretts letzte Nummer für PINK FLOYD war das abschließende “Jugband Blues”, das gut, aber nicht zu den beiden Übernummern auf “A Saucerful Of Secrets” zu zählen ist. Diese Bezeichnung beanspruchen bis heute der arg experimentelle Titeltrack und natürlich das hypnotische “Set The Controls For The Heart Of The Sun” für sich. Letztgenannter Song ist ein Klassiker, der seinen Platz im Rockolymp auf ewig sicher hat. Das titelgebende “A Saucerful Of Secrets” hingegen, lässt sich am besten mit den beiden Attributen “Avantgarde” und “Experimental” assoziieren, wie Kollege Klug in unserem Diskographie-Check völlig richtig herausgestellt hat. In über elf Minuten bannen PINK FLOYD hier ein Musikstück auf Vinyl, das eher einer Klangkollage, denn einem ‘typischen’ Song gleichkommt.

Das Schattendasein

Etwas zu Unrecht fristen die anderen Stücke auf “A Saucerful Of Secrets”, verglichen mit den beiden erwähnten Songs, ein Schattendasein. Zumindest das eröffnende “Let There Be More Light” und “Corporal Clegg” sollten hier noch herausgestellt werden. “Let There Be More Light” ist eine gelungene Einleitung in das Album, die psychedelisch-rockig daher kommt und ähnlich hypnotische Wirkung wie “Set Controls For The Heart Of The Sun” entfacht. Die Roger-Waters-Nummer “Corporal Clegg” schließt die A-Seite ab und geht ebenfalls als sehr gelungen. Musikalisch näher an den späten BEATLES als am bekannten Bandsound, stellt das immer wieder vorkommende Kazoo in diesem Antikriegssong die Absurdität von Krieg gelungen dar. Die restlichen drei Songs (inklusive der Syd-Barrett-Nummer) sind relativ unspektakulär und können die Qualität der oben genannten Lieder nicht ganz halten.

Fazit

“A Saucerful Of Secrets” ist als zweite Platte von PINK FLOYD gleich als Übergangsalbum einzuordnen. Spannend, weil hier schon die ersten dezenten Anzeichen für den späteren Sound auftauchen. Interessant, weil PINK FLOYD auch ohne den Maininput von Syd Barrett hervorragend funktionieren. “A Saucerful Of Secrets” ist definitiv ein Album, das wiederzuentdecken sich lohnt.

07.06.2016

Der metal.de Serviervorschlag

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