
King Diamond
European Tour 2025
Konzertbericht


Ein privater Termin und noch etwas Stau auf dem Weg in die Stadt machen an diesem Frühsommerabend leider einen Strich zwischen das offizielle Kennenlernen zwischen der originalen Live-Version von „Angel Witch“ und meiner Wenigkeit. Zur Afterhour der jährlichen Braincrusher-Veranstaltungen ist der Titelsong des ersten Albums der gleichnamigen Band vielleicht der Gassenhauer schlechthin, doch vom Original aus London sind die Stimmen an diesem Abend zwiegespalten.
Galerie mit 24 Bildern: Paradise Lost - European Tour 2025 in Berlin

Das gilt auch für die ebenfalls britischen Gothic-Metaller von PARADISE LOST, deren Live-Auftritte fast immer ein Ritt auf der Rasierklinge sind. Die etwaigen Kritikpunkte sind vielfältig und erstrecken sich von der Setlist bis zu Frontmann Nick Holmes, dem häufiger ein lustloses Auftreten attestiert wird. Abgesehen davon, dass dies nicht zur Atmosphäre der Band passen würde, wird der 54-Jährige wohl nie die größte Partykanone werden und ist es auch an diesem Abend nicht. Unaufgeregt führt er durch das kurze Set, das gewohntermaßen die ersten drei Death-/Doom-lastigeren Alben ausspart. Vielleicht ist es dann auch das gute Songmaterial aus mitsingbaren Hits wie „The Last Time“ oder „Say Just Words“, welches einen manchmal doch recht lethargisch wirkenden Gig insoweit aufwertet, als dass er doch kurzweilig wirken mag. Dennoch verständlich, wenn das für eine Band in der Größenordnung von PARADISE LOST etwas zu wenig sein mag.
Setlist:
01. Enchantment
02. The Enemy
03. One Second
04. No Hope In Sight
05. Faith Divides Us – Death Unites Us
06. The Last Time
07. Ghosts
08. Embers Fire
09. Say Just Words


Ganz anders agiert da der King. Der lässt seine Gefolgschaft im Publikum erstmal ungewöhnlich lange warten, was sich dann allerdings durch den Bühnenaufbau von selbst erklärt. Sorgten die Polen von BEHEMOTH vor einigen Wochen für eine opulente Szenerie im Wiesbadener Schlachthof, so setzt der Fronter von MERCYFUL FATE mit seinem Solo-Projekt problemlos mindestens eine Schippe drauf. Verschiedene Ebenen, Treppenaufgänge und Durchgänge bilden den perfekten Nährboden für eine theatralische Horrorshow, die der bestens aufgelegte König mit Haut und Haaren durchlebt. Schon vor dem dritten Song „Halloween“ stellt KING DIAMOND seine komplette Bühnenbegleitung vor – dazu Neu-Keyboarderin und Backgroundsängerin Hel Pyre, die sonst den Bass bei NERVOSA schwingt. Den größten Applaus erntet Gitarrengott Andy LaRocque.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt könnte der Sound gesättigter nicht sein und die Show ein absoluter Selbstläufer. Die schauspielerisch dargestellten Intros „Them“, „Two Little Girls“ und „Out From The Asylum“ machen großen Spaß und fügen sich perfekt in eine ironisch schaurige Darbietung ein. Die ständigen Gitarrenduelle zwischen LaRocque und Mike Wead sind das richtige Gegenmittel für Soli-Aversion, Matt Thompson könnte hinter den Kesseln kaum raumfüllender klingen und Kim Bendix Petersen zeigt keine Anzeichen von Altersverschleiß. Folglich vergeht eine hervorragende Performance wie im Flug und befriedigt einen musikalischen wie cineastischen Geist gleichzeitig.
Setlist:
01. Arrival
02. A Mansion In Darkness
03. Halloween
04. Voodoo
05. Spider Lilly
06. Sleepless Nights
07. Welcome Home
08. The Invisible Guests
09. The Candle
10. Masquerade Of Madness
11. Eye Of The Witch
12. Burn
13. Abigail
Text: Patrick Olbrich (Wiesbaden)
Fotos: Andrea Friedrich (Berlin)
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Patrick Olbrich
































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