Paradise Lost - Original Album Classics

Review

Galerie mit 14 Bildern: Paradise Lost - Summer Breeze Open Air 2018

Braucht es wirklich noch viele Worte zu einer PARADISE LOST-Box? Ich finde nicht, auch wenn ich bei den von Sony Music veröffentlichten „Original Album Classics“ nicht nur ins Schwärmen gerate. Aber beginnen wir mit dem positiven Teil. Da ist das feine Händchen bei der Auswahl der Alben. PARADISE LOST haben einiges an Veröffentlichungen zu bieten, haben wegweisendes geleistet, und auch wenn sie sicher mehr klassikerwürdige Alben am Start haben, dürften die drei enthaltenen Werke Fan-Herzen höher schlagen lassen.

Besonders schön: Es hat mich dazu animiert, die drei Alben mal am Stück zu hören, nur um wieder einmal festzustellen, welchen Weg die Briten genommen haben, ohne dabei jemals ihr hohes Niveau zu verlassen. Das noch sehr kantige „Shades of God“, das noch einen deutlichen Death Metal-Einfluss aufweist, über das schon etwas melodischere „Icon“ bis hin zum sehr eingängigen, fast poppigen „Draconian Times“. Letzteres stellt sicher den größten Sprung in der Geschichte PARADISE LOSTs dar, hat es doch die bereits vorhandenen melodischen und eingängigen Komponenten des früheren Materials komplett in den Vordergrund gerückt – von Death Metal keine Spur mehr. Ebenfalls sehr löblich, auch am Sound wurde nicht mehr Hand angelegt, sodass der Charme eines jeden Albums im zeitgenössischen Gewand völlig erhalten bleibt und Songklassiker wie „As I Die“, „Embers Fire“ oder „Forever Failure“ (um mal von jedem Album ein Beispiel zu nennen) ihren ursprünglichen Charakter völlig beibehalten – eine Seltenheit in einer Zeit, in welcher der Begriff „remastered“ bei Wiederveröffentlichungen fast zum Standard gehört.

Was gibt es also? Genau, drei hochklassige Werke einer Ausnahmeband, gesammelt in einer Box, und das zu einem unverschämt kleinen Preis. Einziges Problem, das schmerzt das Sammler-Herz, die Aufmachung ist dem Preis entsprechend mau. Pappschuber, zwar immerhin mit allen Covern, aber eben doch weniger, als solche Werke eigentlich verdienen. Für gestandene PARADISE LOST-Hörer, die ohnehin alle Alben ihr eigen nennen, also eher weniger lohnend, für jüngeres Publikum, das bislang nicht zu den Klassikern gefunden hat, aber die Möglichkeit einer Geschichtsstunde, ohne dafür groß Kohle investieren zu müssen. Sony Music erfüllen damit definitiv ihren Auftrag, ohne das Sammler-Herz in die Höhe schnellen zu lassen – über die Qualität der Musik gibt es ohnehin nichts zu diskutieren!

Shopping

Paradise Lost - Original Album Classicsbei amazon9,99 €
01.03.2013

Chefredakteur

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Original Album Classics' von Paradise Lost mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Original Album Classics" gefällt.

Wie funktioniert der metal.de Serviervorschlag?

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Paradise Lost - Original Album Classicsbei amazon9,99 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32397 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Paradise Lost auf Tour

12.08. - 15.08.20metal.de präsentiertSummer Breeze 2020 (Festival)1914, Agrypnie, Alestorm, Amenra, Amon Amarth, Amorphis, Angelus Apatrida, Any Given Day, Architects, Avatarium, Belzebubs, Benediction, Benighted, Blasmusik Illenschwang, Bloodywood, Bodom After Midnight, Carbon Killer, Cattle Decapitation, Clutch, Combichrist, Conjurer, Cytotoxin, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Dawn Of Disease, Debauchery, Despised Icon, Devin Townsend, Djerv, Dwaal, Eisregen, Emil Bulls, Ensiferum, Fiddler's Green, Fight The Fight, Finntroll, Fleshcrawl, Fleshgod Apocalypse, Frog Leap, Gatecreeper, Gloryhammer, God Is An Astronaut, Gost, Gutalax, Haggefugg, Hatebreed, Havok, Idle Hands, Implore, Insomnium, I Prevail, Igorrr, Infected Rain, Jinjer, Kadavar, Kraanium, Leaves' Eyes, Lüt, Mass Hysteria, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Myrkur, Neaera, Necrophobic, Nekrogoblikon, Nytt Land, Opeth, Paradise Lost, Pipes And Pints, Primal Fear, Resolve, Russkaja, Sacred Reich, Saltatio Mortis, Shadow of Intent, Shiraz Lane, Siamese, Sonata Arctica, Slope, Static-X, Stray From The Path, Striker, Suffocation, Svalbard, Swallow The Sun, tAKiDA, Terror, The New Roses, The Night Flight Orchestra, The Oklahoma Kid, The Prophecy 23, The Vintage Caravan, The Wildhearts, Thundermother, Tides From Nebula, Triddana, Uada, Vitriol, Vulture, Wardruna, Warkings, While She Sleeps, Within Temptation und Wolves In The Throne RoomFlugplatz Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

Kommentare