Megadeth
European Carnage
Konzertbericht
Meine Begleitung (eher post-80er musikalisch sozialisiert) ist das alles irgendwie zu brav und zu verspielt und liegt damit nicht sooo verkehrt. Auch wenn einem bei Perlen wie „Peace Sells“ das Herz aufgeht, berühmtberüchtigt für ihr unglaubliche Intensität und Aggressivtät waren MEGADETH ja irgendwie nie, die Qualitäten der Band liegen anderswo. Songmäßig gibt es einen sehr coolen Querschnitt durch alle Schaffensperioden, Dienst am Fan nennt man sowas.
Ansonsten alles beim Alten: alle Augen auf Mustaine! Er ist halt die Frontsau und auch der einzige mit Charisma auf der Bühne. Diese schnoddrig/rotzige Gehabe, diese Fuckoff-Attitüde lassen einen immer wieder schmunzeln. Das vergeht nie. Gitarrist Chris Broderick hingegen geht einem mit der Zeit ziemlich auf den Senkel, ist halt so ein typischer Amimucker: technisch natürlich gut, aber einfach ein Poser vor dem Herrn – nervt und hat sich offensichtlich in der Musikrichtung vertan. Und dann halt noch Herr Ellefson, Mustaines alter Wegbegleiter… na ja, er macht das Ganze durch seine Vita halt 5% authentischer, sonst allerdings eher egal, Bühnenpräsenz gleich null!

Das Publikum (auch viele Tschechen, Ungarn und Slowaken heute vor Ort) indes ist wirklich extrem euphorisch, vorne am Zaun hängen Fanclubfahnen, bei „Symphony Of Destruction“ singt die ganze Halle die Melodie mit und als zum Ende auch noch irgendein Roadie als Vic verkleidet auf die Bühne kommt, ist man endgültig wieder in 80ern angekommen. Bleibt die Frage, ob sowas im Jahre 2011 immer noch sein muss, aber nun ja…
Als Zugabe folgt mit „Holy Wars… The Punishment Due“ nochmal ein absolutes Highlight, Mustaine läßt sich anschließend Minuten lang feiern, wirft Kussmünder ins Publikum und ist offenbar wirklich gerührt von soviel Zuspruch.
Setlist MEGADETH (ohne Gewähr):
- Trust
- In My Darkest Hour
- Hangar 18
- Wake Up Dead
- Poison Was The Cure
- 1,320′
- Sweating Bullets
- She-Wolf
- Head Crusher
- A Tout Le Monde
- Symphony Of Destruction
- Peace Sells
- ———————————–
- Holy Wars… The Punishment Due
Pause! Bislang war das schon mal ziemlich gut.
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Megadeth und Slayer auf Tour
| 03.06. - 06.06.26 | Mystic Festival 2026 (Festival)A.A. Williams, Acid King, Allt, Anthrax, Arð, Avralize, Behemoth, Belphegor, Benediction, Black Label Society, Black Tusk, Blackgold, Blood Incantation, Blood Vulture, Bloodywood, Bölzer, Carach Angren, Carpenter Brut, Caskets, Cavalera, Cisnienie, Coroner, Corrosion Of Conformity, Czerń, Damnation, Death To All, Decapitated, Der Weg Einer Freiheit, Disharmonic Orchestra, Djerv, Dola, Down, Eihwar, Electric Wizard, Embryonic Autopsy, Escuela Grind, Evergrey, Eyehategod, Forbidden, Frontside, Frog Leap, Fulci, Gaahls Wyrd, Gatecreeper, Grave, Harakiri For The Sky, H.exe, Hostia, Hulder, Ice Nine Kills, Kanonenfieber, Kent Osborne, Knife Bride, Kublai Khan, Letlive, Marduk, Martyrdöd, Master Boot Record, Mastodon, Megadeth, Monkey3, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Neptunian Maximalism, Noctem, Overkill, Pain, Priest, Primordial, Psychonaut (BE), Quantum Trio, Return To Dust, Rotting Christ, Saxon, Scour, Septicflesh, Severe Torture, Seth, Shining (NO), Six Feet Under, Soilent Green, Static-X, The Gathering, Thrown, Tides From Nebula, Today Is The Day, Truckfighters, Unleashed, Vianova, Winterfylleth, Yoth Iria und ZetraGdańsk Shipyard, Danzig |
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