Black Sabbath - The Eternal Idol

Review

Nach dem eigentlich als Iommi-Soloalbum konzipierten, im Endeffekt aber doch unter dem lukrativeren Bandnamen veröffentlichten 1986er Opus “The Seventh Star” sah sich der Großmeister des Metal-Riffs erneut mit der Tatsache konfrontiert, mächtig unter Zugzwang zu stehen. Das kurze Intermezzo von Glen Hughes war nämlich schon nach den ersten Gigs der anschließenden Tournee wieder beendet worden. Als Ersatzmann wurde kurzfristig Ray Gillen einberufen, der sich bei Bobby RONDINELLI verabschieden musste, um bei der Ikone des britischen Heavy Metals einzusteigen.

Frohen Mutes und mit jeder Menge an neuen Songs im Talon verzog sich die Formation – zunächst erneut unter der Ägide von Produzent Jeff Glixman – ins Studio, um endlich wieder ein “echtes” BLACK SABBATH-Album einzutüten. Doch es gab schon im Vorfeld jede Menge an Ungereimtheiten, die nicht nur zu internen Streitereien und Umbesetzungen, sondern darüber hinaus gar zum Wechsel von Studio und Produzenten (Chris Tsangarides) führten. Eben diese veranlassten Ray (und später auch Drummer Eric Singer, der danach mit Ray bei BADLANDS glücklich werden sollte) noch während des Studioaufenthalts der Band den Rücken zuzukehren und Reißaus zu nehmen.

Was tun, sprach nicht nur Zeus, sondern wohl auch Tony Iommi, der jedoch wie aus dem Nichts den zum damaligen Zeitpunkt in der Szene noch recht unbekannten Briten Anthony Martin Hartford aus dem Hut zauberte. Besagter Kerl, der ebenso aus Birmingham stammt und für seine Karriere mit seinen Vornamen das Auslangen fand, stellte sich im Nachhinein jedoch als wahre Traumbesetzung für die Band heraus und rettet zu jenem Zeitpunkt nicht nur dieses Album, sondern darüber hinaus wohl auch die Band selbst. Kein Wunder also, dass Tony im Endeffekt ganze fünf Alben einsingen durfte.

Meiner Meinung nach ist es zum Großteil dem Timbre von Tony Martin zuzuschreiben, dass BLACK SABBATH auf “The Eternal Idol” erneut über jene düstere, dunkle Atmosphäre verfügten, wie man sie von den Briten gewohnt war. Gleichzeitig war aber zu erkennen, dass mit Martins Einstand der Weg hin zum eher melodiöseren Heavy Metal eingeschlagen wurde. Exakt diesen vermeintlich unmöglichen Brückenschlag schafften die Herrschaften also bravourös, sodass die Rückkehr zu ihrer ureigenen Heftigkeit, von der sich Iommi für “The Seventh Star” entfernt hatte, ebenso problemlos vonstatten ging. Nicht zuletzt deshalb wird im Nachhinein aber auch klar, weshalb der gute Mann damit ursprünglich als Solo-Projekt auf den Markt kommen wollte.

Die brandneue Konstellation (zumindest die Liaison Iommi / Martin) schien also überaus fruchtend und funktionstauglich zu sein und als Fan konnte man mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sein. Der Opener “The Shining” zählt für mich heute noch zu den absoluten Highlights der gesamten “Martin-Phase”, doch auch “Ancient Warrior”, oder der abschließende Titelsong haben den “Test Of Time” problemlos überstanden und wissen mit zeitlosem Glanz zu beeindrucken. Füllmaterial ist aber dennoch keines zu finden, viel eher zeigten sich BLACK SABBATH erneut in guter Form, die man schlussendlich auch für die weiteren Alben konservieren konnte. Einzig von einem konstanten Line-Up war die Band zum damaligen Zeitpunkt noch recht weit entfernt, was sich erst in den folgendne Jahren ändern sollte.

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01.11.1987

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