Eluveitie - Slania (10 Years)

Review

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Vor zehn Jahren, am 15. Februar 2008, wurde über Nuclear Blast „Slania“, das zweite Album der Band ELUVEITIE (helvetisch, in Deutsch etwa „Ich bin Helvetier“), veröffentlicht. Seit der Jahrtausendwende findet der Folk oder Pagan Metal immer mehr Anhänger. Auch die 2002 ursprünglich als Studioprojekt gegründete Schweizer Folk Metal-Truppe ELUVEITIE konnte mit ihrem Debüt „Spirit“ (2006) viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Den Weg zum Durchbruch der Band um Christian „Chrigel“ Glanzmann ebnete aber der Nachfolger „Slania“. Zum zehnjährigen Jubiläum erfolgt nun die Wiederveröffentlichung in Form von „Slania (10 Years)“.

„Slania“, das zweite Album von ELUVEITIE

Bereits 2008 hatten ELUVEITIE einige Line-Up Wechsel hinter sich gebracht, aber unbeirrt und hart am Weiterkommen gearbeitet. Das achtköpfige Ensemble legte mit „Slania“ etwas an Härte zu und verband gekonnt noch mehr Melodic Death Metal a la IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY mit traditionellem (keltischem) Folk, wobei das Album weniger überladen wirkte wie noch „Spirit“, auf welchem die Folk-Instrumente etwas stärker im Vordergrund standen. Der ureigene stilistische Mix aus verschiedenen Klangwelten wurde weiterentwickelt und zusätzlich bereichert. Dabei folgt die Musik konsequent dem lyrischen Inhalt; kriegerische Thematik ertönt kraftvoll, sehnsuchtsvolle Texte erklingen eher verträumt. Die abwechslungsreiche Spannweite reicht von „Grey Sublime Archon“, das klassische IN FLAMES Einflüsse mit typischem ELUVEITIE Todesblei verbindet,  eingängige Midtempo-Mitgrölhymnen mit überraschend technischem Riffing wie dem Folkhit „Inis Mona“, dessen Grundmelodie auf ein traditionelles Lied aus der Bretagne basiert, bis hin zu ruhigeren, traditionellen, mit rein akustischen Instrumenten und dezenten Chören vorgetragene Stücke wie „Anagantios“. Hervorzuheben sind noch das bockstarke, kraftvolle „Primordial Death“, das gewohnt Metal mit Folk und stimmigen Chören verbindet, als auch „Slanias Song“, in welchem der mit viel tiefem Timbre gesegnete, angenehme weibliche Gesang im Vordergrund steht, erfreulicherweise auch hier wieder fernab von jeglichem Kitsch. Bei aller stilistischen Vielfalt, krasser Gegensätze und Abwechslung ist es ELUVEITIE gelungen, ein in sich stimmiges und homogenes Album zu erschaffen, in welchem nichts aufgesetzt oder überfrachtet wirkt und die verschiedenen Elemente und unterschiedlichen Songs schlüssig miteinander verbunden wurden. Auch wenn nicht alle Stücke das hohe Niveau durchgehend halten können, steht über allem das unglaubliche Gespür für eingängige, zwingende Melodien. Ein starkes Album, das ELUVEITIE endgültig als feste Größe des Genres etablierte!

Die Jubiläums-Edition „Slania (10 Years)“

Neben den regulären Songs von „Slania“ enthält die Wiederveröffentlichung noch eine Akustikversion von „Samon“ als ausgewiesener Bonus, der Song war aber tatsächlich bereits bei der Erstveröffentlichung als Bonus enthalten. Wirklich „neu“ hingegen ist das Interview mit Slania sowie fünf Demoversionen von Stücken, dazu wurde das Artwork überarbeitet. Wer „Slania“ schon im Original besitzt, muss genau überlegen, ob sich aufgrund der Demostücke ein erneuter Kauf lohnt. Fans der Eidgenossen, welchen das Album aber tatsächlich noch fehlt, sei der Kauf dringend angeraten!

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09.11.2018

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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