Project Pitchfork - Die "NUN"-Trilogie

Review

Galerie mit 17 Bildern: Project Pitchfork auf dem M'era Luna 2017

Nun ist sie also komplett – die „NUN“-Trilogie aus dem Hause Project Pitchfork, die neben dem Album „Inferno“ die beiden EPs „View from a throne“ und „Trialog“ umfasst, die jeweils fünf neue Non-Album-Tracks enthalten. Den Auftakt macht „Inferno“, der Nachfolger des auch über „die Szene“ hinaus überaus erfolgreichen „Daimonion“-Albums. Wer nun bei „Inferno“ ein dem dem Albumtitel entsprechendes musikalisches Klanggewitter und Clubhits vergangener Tage á la „Timekiller“ oder „Carnival“ erwartet, wird beim neuesten Werk ziemlich enttäuscht sein. „Inferno“ ist ein eher ruhiges, in sich gekehrtes Konzeptalbum, dessen Facetten sich einem erst nach mehrmaligem Hören nach und nach offenbaren und das man nicht nach einmaligem Durchhören „verurteilen“ sollte. Gleichzeitig wartet man jedoch ständig darauf, dass die Jungs endlich mal die Handbremse lösen und es so richtig krachen lassen. Nicht, dass sich ein Album oder dessen Qualität über seine Clubtauglichkeit oder die Anzahl tanzflächentauglicher Songs definiert – trotzdem fehlt mir auf „Inferno“ einfach der ein oder andere richtige Pitchfork-Kracher, bei dem Melodik und treibende Klänge fernab jeglicher tiefgreifender Gedankengänge durch die Boxen peitschen. Stellenweise ist mir „Inferno“ zu langatmig und manchmal schlicht und ergreifend auch zu langweilig. „Inferno“ ist ein sehr introvertiertes Album, das man mit Sicherheit bewusst hören muss – es ist aber auch ein Album, zu dem viele vielleicht keinen Zugang finden werden und so überwiegt bei mir im Großen und Ganzen die Enttäuschung. Auch auf der ersten EP „View from a throne“ gehen Project Pitchfork diesen Weg weiter, die Tracks sind jedoch deutlich eingängiger und etwas lebendiger, vor allem „View from a throne“, „Metamorphosis“ und „Outside“ können überzeugen. Doch auch hier wird deutlich das Spilles & Co. keinen „Hit“ abliefern wollen, sondern ein musikalisches Gesamtwerk jenseits der Tanzflächen, das schließlich durch die „Trialog“-EP abgeschlossen wird. Wer sich bisher erfolgreich mit der Trilogie auseinandergesetzt hat, wird auch den fünf weiteren Tracks einiges abgewinnen können – andere wirds freuen, dass jetzt endlich Schluss ist, da die „Trialog“-EP wieder nur schwer zugängig ist und einige Fans spätestens hier die Hoffnung auf einen Überfliegertrack der Pitchies anno 2002 aufgeben müssen. Was bleibt als Fazit ? – Gelungenes oder misslungenes Experiment ? Tiefgehendes Konzept oder langatmiger Pseudo-Epos ? – alles wie immer eine Frage des persönlichen Geschmacks …

31.12.2002

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