Soilwork
Live im Münchner Backstage

Konzertbericht

Billing: Hatesphere und Soilwork
Konzert vom 02.12.2016 | Backstage, München

Anfang Dezember in München. Die „Weihnachtsstimmung“ ist angesichts der Wetterlage in etwa so ausgeprägt wie die Freude, wenn am Montagmorgen der Wecker klingelt. Aber gut, manchmal musst du dich eben einfach zwingen. Zum Beispiel dazu, dem recht formlosen Modern-Melodic-Gebolze der Franzosen T.A.N.K. etwas abzugewinnen. Denn ihrem Bandnamen, der für die spektakulär anmutende Phrase „Think Of A New Kind“ steht, werden die Franzosen nur bedingt gerecht. Klar, ein paar rhythmische Riffs mit knackig-synchroner Doublebass, eingängige Refrains, zeitgemäßer Sound – das geht schon locker rein. Ist aber nicht unbedingt a new kind, of das der geneigte Konzertkritiker während der Show des Fünfers thinkt.

Soilwork

Das Publikum nimmt das gedrosselte Tempo äußerst gelassen und feiert die Band auch so angemessen ab, kein Wunder, denn der Sound ist nun gut und der Fünfer hämmert mit viel Druck von der Bühne. Dass die Dänen eine ausgesprochen spielfreudige und grundsympathische Truppe sind, macht sich dabei nicht nur im Laufe der reichlichen Viertelstunde, sondern auch lange nach Konzertende am Merchstand, den die Band komplett in Beschlag nimmt, mehr als bemerkbar – diverse High Fives mit Gästen inklusive.

Setlist:

  • Reaper of Life
  • 500 Dead People
  • Floating
  • Resurrect With A Vengeance
  • Hate
  • Lines Crossed Lives Lost
  • Iconoclast
  • Drinking With The King Of The Dead
  • To The Nines
  • Sickness Within
Galerie mit 17 Bildern: Hatesphere live im Münchner Backstage - Soilwork, Hatesphere und T.A.N.K live in München

Es folgt der Umbau, und das mächtige Banner am hinteren Bühnenrand lässt den meisten Anwesenden das Wasser im Munde zusammenlaufen. Denn dort prangt in großen Lettern der Name einer Band, die nicht nur musikalisch über die meisten Zweifel erhaben ist (eine gewisse Affinität vorausgesetzt), sondern sich auch live in der jüngeren Vergangenheit zu einer Macht entwickelt hat. Im Gegensatz zu ihren Kollegen starten Björn „Speed“ Strid und Kollegen dann auch mit dem Titeltrack ihrer aktuellen Platte, später feuern die Schweden auch weitere neue Songs in die Menge („Death In General“, „Alight In The Aftermath“, „Petrichor By Sulphur“).

Soilwork

Es fällt auf: Das jüngste Material funktioniert bestens. Der Rest übrigens auch. Strid und seine Mannen bieten knappe anderthalb Stunden beste Unterhaltung und manövrieren souverän durch eine erstklassig zusammengestellte Setlist. Und natürlich dürfen Gassenhauer wie „Nerve“, „Follow The Hollow“ oder das immer wieder überragende „Bastard Chain“ dabei nicht fehlen.

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Die Klampfer David Andersson und Sylvain Coudret treiben derweil allerlei Schabernack miteinander und haben sichtlich Spaß an der Sache, Neu-Basser Markus Wiborn hält sich eher im Hintergrund, verrichtet seine Arbeit aber punktgenau und zuverlässig. Ebenso wie Dirk Verbeuren hinter den Kesseln, dessen Live-Performances unabhängig von seinen Bands ja immer ein Erlebnis sind. Und dann ist da noch der Stiernacken Strid, der heute gesanglich vielleicht nicht seinen allerbesten Tag erwischt hat, aber dennoch den unumstrittenen Anführer und Entertainer gibt. Das rappelvolle Backstage veranstaltet dazu vor der Bühne ein mittleres Spektakel und vergießt Unmengen an Schweiß. Und es wird schnell klar: Für die Schweden ist es heute ein Triumphmarsch.

Setlist:

  • The Ride Majestic
  • Nerve
  • Bastard Chain
  • The Crestfallen
  • Death in General
  • Alight in the Aftermath
  • Tongue
  • Follow the Hollow
  • Petrichor by Sulphur
  • This Momentary Bliss
  • Stabbing the Drama
  • Let This River Flow
  • Late for the Kill, Early for the Slaughter
  • Rejection Role
  • Rise Above the Sentiment
  • Spectrum of Eternity


Kurzum: Wer an diesem Abend nicht glücklich und zufrieden nach Hause gegangen ist, ist entweder ein notorischer Nörgler oder aber hat sich aufs falsche Konzert verlaufen. Was die beiden Hauptacts angeht: Hut ab, die Herren! Und bis zum nächsten Mal.

Fotos: Arne Glaser

10.02.2016

"Am Ende isses immer Arbeit."

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