Amon Amarth - The Avenger

Review

Galerie mit 17 Bildern: Amon Amarth auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Über die Aufmachung der Neuauflage der ersten vier AMON AMARTH-Scheiben brauche ich an dieser Stelle nicht weiter zu berichten, die Fakten hat Kollege Eckart in seinem Review zur neuen Version von “Once Sent From The Golden Hall“ schon hinreichend dargelegt (als Pop-Up gibt es dieses Mal Basser Ted Lundströms Konterfei zu begutachten). Also stürzen wir uns direkt in die Schlacht und lauschen der zweiten Neuauflage, namentlich “The Avenger“.

Man muss nicht viele Worte über die Musik der Schweden verlieren, denn sie spalten die Metal-Gemeinde wie kaum eine zweite Band. Den einen sind sie zu lasch, den anderen zu wenig innovativ. Die einen lieben die Melodien, die sich Gitarrist Olli Mikkonen auf jedem Album aus dem Ärmel zaubert, die anderen stehen auf Johan Heggs Bart. Die Liste der Pro und Contras diese Band betreffend ist endlos lang und soll hier auch nicht diskutiert werden, da sie den Status Quo der Band beschreibt. Als “The Avenger“ vor zehn Jahren veröffentlicht wurde konnte man das so sicherlich noch nicht ganz absehen. Mit “Once Sent From The Golden Hall“ hatten die (damals) vier Wikinger eine erste Duftmarke hinterlassen (und mit “Victorious March“ den ersten kleinen Hit). Dann kam “The Avenger“ und man konnte direkt feststellen, dass die Jungs ihren Stil nicht nur beibehalten, sondern ihn auch weiter entwickelt haben. Auch in Sachen Produktion konnten AMON AMARTH eine Schippe drauflegen, so dass Songs wie “The last With Pagan Blood“ oder das epische Titelstück nicht nur melodischer, sondern auch fetter aus den Boxen hämmerten. Dadurch konnten die Songs ihre Wirkung natürlich viel besser entfalten, als noch auf dem Debüt.

Jetzt kommt also die Re-Issue mit einer remasterten Version von “The Avenger“ und man muss neidlos anerkennen, dass sowohl Band, als auch Plattenfirma am Fan nicht einfach nur ein paar Euro mehr verdienen wollen. Dagegen spricht zunächst die, wie schon erwähnt, gelungene Verpackung des Ganzen. Da haben sich die beteiligten Parteien wirklich mal Mühe gegeben. Glänzen kann auch die Musik, die durch das Remastern noch ein wenig intensiver daher kommt. Das macht Nummern wie die sowieso schon brutalen “God, His Son And Holy Whore“ oder “Bleed For Ancient Gods“ noch stärker als sie damals schon waren. Das i-Tüpfelchen auf “The Avenger“ ist aber eindeutig der Bonustrack “Thor Arise“. Pfeilschnell und relativ unmelodisch, zeigt der Song eindrucksvoll die Wurzel von AMON AMARTH auf. Deutlich beeinflusst von der ersten Welle des Schwedentods Anfang der Neunziger, stellt das Stück einen schönen Kontrast zu den bereits bekannten Songs von “The Avenger“ dar und ist dabei keinen Deut schlechter, lediglich ungewöhnlicher für AMON AMARTH Verhältnisse.

Auch die Bonus-CD mit dem zweiten Teil der “Bloodshed Over Bochum“-Konzerte im Dezember 2008 kann sich hören lassen. Der Sound ist völlig in Ordnung, Herr Hegg hört sich ein wenig dreckiger als auf Platte an und man bekommt einen guten Eindruck, welch famose Stimmung bei den Konzerten geherrscht haben muss. Die Songs auf Silberling Nummer zwei decken sich natürlich mit denen von “The Avenger“, da man damals ja bekanntlich an jedem der vier Abende den Schwerpunkt auf ein anderes Album gelegt hatte. Alles in allem also ein Produkt, dass man Fans wärmstens empfehlen kann, da sich offensichtlich sehr viel Mühe bei der Umsetzung des Konzepts gegeben wurde. So in der Art sollte ein Re-Release eigentlich immer aussehen.

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07.06.2009

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