Emperor - Live Inferno

Review

Galerie mit 9 Bildern: Emperor – Livestream – A Night Of Emperial Wrath 2021

Wenn es um EMPEROR geht, so ist eine Sache so sicher wie das Amen in der Kirche, nämlich, dass sie spätestens mit „In The Nightside Eclipse“ den norwegischen Black Metal auf eine neue Stufe gehoben haben und einen immensen Einfluss auf viele nachfolgenden Kollegen hatten. Kritiker und Fans gleichermaßen werden mir sicherlich zustimmen, dass die Norweger trotz einiger polarisierender Alben wie „Prometheus – The Disciple Of Fire & Demise“ eine unnachahmliche Originalität und Professionalität an den Tag gelegt haben. Obwohl die EMPEROR-Ära vorerst offiziell ein Ende gefunden hat, haben sie sich 2006 für einige Festivals, wie dem „Inferno“-Festival in Oslo sowie auf dem „Wacken Open Air“, wiedervereint. Dass es wert ist, auch weiterhin diesen legendären Headliner-Auftritten Beachtung zu schenken, beweist die fette Doppel-CD „Live Inferno“ mit der kompletten Setlist der beiden oben genannten Veranstaltungen.

Schwerwiegende Fehler bei Live-CDs können in erster Linie beim technischen Aspekt gemacht werden, doch das „Live Inferno“ besticht sofort mit einem glasklaren und schön differenzierten Sound, der den orchestralen und metallischen Elementen der Musik EMPERORs genügend Höhen und Tiefen bietet, um ausgewogen aus den Boxen zu knallen und dennoch das Organ Ihsahns nicht zu übertönen, der trotz des langen Auftritts von 80 Minuten zu keiner Minute erschöpft klingt. Wo einige Bands im Studio tolle Musik aufnehmen können, aber live versagen, so sind EMPEROR sowohl auf den Alben als auch live: hier sitzt jeder Ton, ob bei den Screams oder dem klaren Gesang, bei den Frasierungen der Riffs oder dem auf den Punkt genauen Drumming. Wer sich bei Live-CDs an den Zwischenrufen des Publikums stört, der hätte mit „Live Inferno“ seine Freude, denn hier hat man das Hauptaugenmerk auf Ihsahn gelegt, der die Kommunikation mit dem Publikum sucht und sie zu noch mehr Power antreibt. Man kann sich denken, wieviel Magie an diesen beiden Abenden wohl durch EMPEROR versprüht wurde. Eine Live-CD wäre jedoch keine Live-CD ohne eben jenen Esprit durch den Applaus, der aber zur Freude meinerseits eher im Hintergrund zu vernehmen ist. Ein dickes Plus gibt es zudem noch für die starke Setlist mit einem groben Querschnitt durch die besten Werke EMPERORs. Die Bilder, die während dem Hören entstehen, lassen spätestens bei dem Abschluss „Opus A Satana“ Gänsehaut aufkommen und ich bereue, diese Band niemals live gesehen zu haben. Wer allerdings auch noch gerne etwas für das Auge haben möchte, der kann sich die Box mit DVD-Beilage sichern – limitiert, ist doch klar.

Zwar könnten sich einige darüber mokieren, was das denn wieder für ein Ausverkauf ist, zwei CDs mit derselben Setlist zu veröffentlichen und dazu noch in verschiedenen Editionen, allerdings sollte es in erster Linie ein Anreiz für die Fans sein, die entweder anwesend waren oder um der Nostalgie wegen in Erinnerungen zu schwelgen. Musikalisch ist „Live Inferno“ immerhin ein wirklich gutes Beispiel, wie Aufnahmen eines Konzertes klingen sollten und hat mich wieder dazu gebracht, die Klassiker von EMPEROR aus dem CD-Regal zu kramen. Ein schönes Testament einer unsterblichen Band.

CD 1 – „Inferno Festival“, Oslo, Norwegen, 2006:

01. „Infinity Burning (Medley)“
02. „Cosmic Keys To my Creations & Times“
03. „Thus Spake The Nightspirit“
04. „An Elegy of Icaros“
05. „Curse You All Men!“
06. „Wrath Of The Tyrant“
07. „With Strength I Burn“
08. „Towards The Pantheon“
09. „The Majesty Of The Nightsky“
10. „The Loss And Curse Of Reverence“
11. „In The Wordless Chamber“
12. „Inno A Satana“
13. „I Am The Black Wizards“
14. „Ye Entrancemperium“
15. „Opus A Satana“

CD 2 – „Wacken Open Air“, Wacken, Deutschland, 2006:

01. „Infinity Burning (Medley)“
02. „Cosmic Keys To My Creations & Times“
03. „Thus Spake The Nightspirit“
04. „An Elegy Of Icaros“
05. „Curse You All Men!“
06. „With Strength I Burn“
07. „Towards The Pantheon“
08. „The Majesty Of The Nightsky“
09. „The Loss And Curse Of Reverence“
10. „In The Wordless Chamber“
11. „I Am The Black Wizards“
12. „Inno A Satana“

Gesamtspielzeit: 150:13 Minuten

Shopping

Emperor - Live Inferno (Ltd.2lp) [Vinyl LP]bei amazon45,04 €
24.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Live Inferno' von Emperor mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Live Inferno" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Emperor - Live Inferno (Ltd.2lp) [Vinyl LP]bei amazon45,04 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34288 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare