Excrementory Grindfuckers - Rampampampamm! - Weihnachten Mit Den Grindfuckers

Review

Galerie mit 24 Bildern: Excrementory Grindfuckers auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS befinden sich gerade auf Tour, und wenn man dem Tourblog des Haufens Glauben schenken darf, dann kann es sein, dass sie dabei endgültig kaputtgehen. „Rampampampamm! – Weihnachten mit den Grindfuckers“ soll aber eigentlich nicht der letzte Auswurf der Pipi-Kacka-Ficker sein, sondern ein Streckmittel bis zum nächsten Album 2016. Geliefert wird die 24 Tracks starke Scheibe (Adventskalender, Holzpfahl, Wink) mit einem Kalender. Die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS an den hauseigenen Wänden, wer hat nicht schon immer davon geträumt?

Weihnachten wird schon im ersten Song wie ein Popstar beklatscht, stilecht steigen die GRINDFUCKERS mit „Last Christmas“ Metal-Riff ein, so muss das sein, denn schließlich ist Weihnachten nicht irgendein Fest. In der folgenden Stunde streifen die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS einmal quer durch die Musiklandschaft, lassen kein Genre aus und schlagen so lange auf das Niveau ein, bis es unter dem Bett liegt und heult. „Oh Tannenbaum“ in der Grindcore-Version hat was und kann am Heiligabend vor der versammelten Sippschaft schon zur guten Stimmung beitragen. Textlich schäumen die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS zwar nicht gerade vor Wortwitz, aber die DJ-BOBO-Version, bei der der Interpret selbst lachen muss, ist so derart scheiße und stilecht, dass sie schon wieder gut ist. Gleiches gilt für die Kaspar, Melchior, Balthasar-Gangshouts in „Das Ganze Jahr“, die Verballhornung von „Roots, Bloody, Roots“ in „Rampampampamm“ (für die es von Maxe Cavalera aber ganz sicher eine auffe Ömme geben würde) oder der CYPRESS HILL-Huldigung „Christmas Hill“ (Jingle Balls in my brain…). Angenehm ist, dass die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS die Lieder meist knapp halten und somit nicht auf den Witzen rumdudeln, bis sie nerven. Bis auf ein paar Ausnahmen („Deutsche Weihnacht“ oder auch „Wie Schön, Dass Bald Dezember Ist“), überzeugen EXCREMENTORY GRINDFUCKERS inhaltlich eher mit der Fips Asmussen-Taktik: Einfach hartnäckig einen Flachwitz nach dem anderen heraushauen, bis eben doch einer lachen muss.

Wer spätestens bei der Anleitung zum perfekten Grindcore-Weihnachtssong „How To Make A Christmas“ nicht gerafft hat, dass es den EXCREMENTORY GRINDFUCKERS vorranging um Saufen und gute Laune geht, der sollte sich ernsthaft mal Gedanken über sein Partyverhalten machen. Über Humor lässt sich natürlich nicht streiten, aber die handwerkliche, musikalische Qualität der EXCREMENTORY GRINDFUCKERS lässt sich eben auch nicht wegdiskutieren. Mit „“Rampampampamm – Weihnachten mit den Grindfuckers“ gibt es also Weihnachten, bis man es rückwärts kotzen kann. 24 Chancen, lach‘ oder lass‘ es! Ach komm‘ zum Schluss noch einen Kalauer von Fips: Welche Vögel haben den Schwanz vorne ? Antwort: Die Kastelruther Spatzen. Gelacht? Na also, dann haut dich auch „Rampampampamm! – Weihnachten mit den Grindfuckers“ auch nicht mehr um.

30.10.2014

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