Primal Fear - Unbreakable

Review

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Bei PRIMAL FEAR hat man irgendwie immer noch das Gefühl, dass sie zur Bewegung junger, frischer Power Metal-Bands gehören. Dabei sind die Deutschen jetzt schon seit fünfzehn Jahren im Geschäft und haben mit “Unbreakable“ ihr mittlerweile neuntes Studioalbum am Start.

Auf diesem schreiten sie weiter auf jenem musikalischen Pfad fort, den sie mit ihren letzten beiden Scheiben “New Religion“ und “16.6 (Before The Devil Knows You’re Dead!)“ eingeschlagen haben. Dem geneigten Fan dürfte deshalb auch die Musik auf dem neuen Silberling irgendwie vertraut vorkommen. Das Quintett bietet abermals jenen ehrlichen und schnörkellosen Power Metal an, mit dem es berühmt geworden ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass Drummer Randy Black die Doublebass anwirft und diese dann einfach bei allen Songs nach vorne weg galoppiert. Was die Adler schon immer ausgezeichnet hat war ihre Variabilität. Und so finden sich auch auf ihrem neuesten Machwerk stampfende Mid Tempo-Nummern wie “Metal Nation“ neben Up Tempo-Nummern wie “Bad Guys Wear Black“. Natürlich darf auch eine bombastische Halbballade im Stil von “Seven Seals“ nicht fehlen. Dieses Mal hört sie auf den Namen “Where Angels Die“.

Damit sind wir wohl auch schon an jenem Punkt angekommen, für den PRIMAL FEAR in der Vergangenheit immer wieder Kritik haben einstecken müssen. Sie hatten einige großartige Erfolge wie das angesprochene “Seven Seals“ oder den Überhit “Nuclear Fire“. Seitdem haben sie aber immer wieder auch Songs produziert, die diesen Erfolgen bemerkenswert ähnlich sind, ohne an deren wahren Qualitäten heranzureichen. Vielleicht ist das aber auch einfach nur die Art von Musik, welche die Jungs nun einmal gerne spielen. Und dass sie ihre Arbeit mit Herzblut tun, kann man dem Album zu jedem Zeitpunkt anhören. Vor allem Sänger Ralf Scheepers transportiert mit seiner Vokalarbeit wieder einen ganzen Lastwagen voll Emotionen. Aber auch die beiden Gitarristen Magnus Karlsson und Alex Beyrodt tragen ihre technisch anspruchsvollen Soli so gefühlvoll über, dass der Hörer eigentlich gar nicht anders kann als in dieser Musik zu schwelgen.

So wird “Unbreakable“ letztendlich doch noch zu einem gelungenen Album, obwohl PRIMAL FEAR mit altbekannten Problemen zu kämpfen haben: Die Power und Energie die in ihren Kompositionen steckt wird oftmals von den bombastischen, emotionalen und technischen Elementen überdeckt. Nach dem zweiten oder dritten Durchlauf sollten sie aber eigentlich für jeden ersichtlich sein. Und wer mir an dieser Stelle immer noch nicht glaubt, der sollte ganz dringend ein Konzert der Band besuchen. Denn bei ihren Gigs treten die Adler richtig Arsch!

25.02.2012

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