Primal Fear
Listening Session zu "Metal Commando"

Special

Die schwäbische Power Metal Abrissbirne PRIMAL FEAR bringt am 24.07. ein neues Album mit dem Titel „Metal Commando“ auf den Markt. Nuclear Blast luden hierfür zu einer Listening Session der besonderen Art ein. Besonders, weil das Album zuhause, aber unter Echtzeitbedingungen gehört wurde. Das heißt ein Durchlauf und dazu dann Notizen zu jedem Song, wie es auch im Studio der Fall wäre. Definitiv eine interessante Erfahrung. Für ausreichend kalte Getränke und Finger Food wurde auch zuhause gesorgt und so kann es dann losgehen und man stürzt sich in das Abenteuer „Metal Commando“.

Primal Fear Metal Commando

Primal Fear Metal Commando

Los geht es mit „I Am Alive“, das mit einem starken Anfang und einem schönen melodisch getragenen Refrain. Guter Einstieg in das Album, der typisch für PRIMAL FEAR ist. Typisch ist auch der folgende Stampfer „Along Came The Devil“, den ich noch nicht so früh erwartet hätte, sondern weiter hinten, nach ein paar schnelleren Nummern. Fällt unter dem Strich aber weder positiv, noch negativ auf. Mit „Halo“ kommt dann der erste Höhepunkt aus den Boxen geschmettert. Mit wunderschönen Twin-Leads veredelte, schnelle Nummer, die zudem über einen Refrain verfügt, der schön ins Ohr geht. Bislang mit Abstand der beste Song des Albums.

Die Highlights kommen erst später

Danach wird es etwas ruhiger, denn „Hear Me Calling“ kommt als Halbballade daher, die stimmungsvoll von PRIMAL FEAR arrangiert wurde. Geht ebenfalls gut ins Ohr. Gleichfalls ein Highlight des Albums. Danach wird es wieder hymnischer. „The Lost & The Forgotten“ besticht durch fast schon ACCEPT-mäßige Chöre. Die passen geradezu perfekt zu dem Midtempo-Stampfer. Bis hierher die zweitbeste Nummer der Platte. Mit „My Name Is Fear“ kommt dann eine typische PRIMAL FEAR-Nummer zum Zuge, die vor allem durch die Riffs live wunderbar funktionieren dürfte. Der hymnische Refrain dürfte ebenfalls seinen Teil dazu beitragen.

Konzertfoto von Primal Fear auf der Apocalypse over Europe Tour 2018

Primal Fear – Apocalypse over Europe Tour 2018

Viel Qualität, wenige Schatten

Was kommt nun? PRIMAL FEAR goes Stadionrock? „I Will Be Gone“ ist eine Ballade, wie sie in den Achtzigern den ganzen Stadionrockbands gut zu Gesicht gestanden hätte. Sehr gefühlvoll von Sänger Ralf Scheepers vorgetragen basiert der Song auf akustischen Gitarren und wäre früher sicherlich als Single ausgekoppelt worden. Mit „Raise Your Fists“ geht es dann wieder in die gewohnten Gefilde von PRIMAL FEAR, wobei die Nummer eher belanglos daher kommt. Da hilft auch ein oft wiederholter Refrain nichts. Im Anschluss folgt das dritte Highlight von „Metal Commando“. Ein Refrain zum Niederknien, den „Howl Of The Banshee“ da zu bieten hat. Generell ist die Nummer sehr cool zusammengestellt. Ein Midtemop-Ohrwurm par excellence. Spitzen Song.
So geht es nun auf die Zielgerade zu. „Afterlife“ ist wieder ein typisches PRIMAL FEAR-Lied, das entfernt an JUDAS PRIESTs „Painkiller“ erinnert, was per se ja nicht schlecht ist. Insgesamt ist der Song aber eher PRIMAL FEAR Standardware. Da spricht das abschließende „Infinity“ eine ganz andere Sprache. In über dreizehn Minuten zieht das Stuttgarter Metal Kommando alle Register und übertrifft sich selbst. Wieder einmal eingeleitet von akustischen Gitarren, nimmt der Song im Laufe der Zeit ordentlich an Fahrt auf. Ein wunderbarer Abschluss von „Metal Commando“.

Nicht nur für Fans empfehlenswert

Unter dem Strich haben sich PRIMAL FEAR hörbar Mühe gegeben ein abwechslungsreiches Album einzuspielen. „Metal Commando“ hat einige glänzende Momente, aber auch für ihre Verhältnisse ein oder zwei Durchhänger. Insgesamt ein abwechslungsreiches Album, das Fans sich auf jeden Fall zulegen sollten. Wer generell Bock auf Power Metal schwäbischer Prägung hat, dem empfehle ich an dieser Stelle ebenfalls ein Ohr zu riskieren.

Galerie mit 20 Bildern: Primal Pear auf dem Knock Out 2018
09.06.2020

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