Vader - The Empire

Review

Galerie mit 15 Bildern: Vader - Rockharz 2019

VADER sind schon eine gute Band. Klar, in den 33 Jahren ihre Karriere haben sie nicht immer nur großartige Alben veröffentlicht – aber welche Band, die so lange existiert, kann das schon von sich behaupten? Fakt ist: Richtigen Müll haben die polnischen Mannen rund um Bandgründer, Sänger und Gitarrist Piotr „Peter“ Wiwczarek auch nie aufgenommen, obwohl die VADER-Diskografie inzwischen zehn Studioalben, zwei Coveralben sowie unzählbare EPs, Singles, Demos, Compilations etc. beinhaltet. „The Empire“, je nachdem, ob man die beiden „Future Of The Past“-Alben mitzählt, das elfte beziehungsweise 13. Album der Band, reiht sich ein: Wieder einmal bringen VADER keinen Müll heraus, sondern ein rundes, spaßiges Death-Metal-Album.

Achtung, stillgestanden: Der polnische Panzer rollt wieder heran, und die Durchschlagskraft seiner Kanonen ist so groß wie eh und je!

Was direkt auffällt, ist das etwas zurückgenommene Tempo, mit dem VADER auf „The Empire“ agieren. Böse Zungen könnten nun behaupten, die Polen wären alt geworden – aber die würden missachten, dass die Band zum einen immer noch ziemlich hart klingt, zum anderen gekonnt mit der Dynamik aus langsameren Tracks und dem bandtypischen Geballer spielen. So beginnt das Album steelecht mit „Angels Of Steel“, Peter und seine Leute agieren darin mit viel Thrash im Blut, bevor der Song schon nach einer halben Minute zum klassischen VADER-Song wird. Richtig ungewöhnlich wird es erst im dritten Track „Prayer To The God Of War“, dem die Groove-Metal-Schublade ganz gut zu Gesicht stünde, gefolgt vom doomigen, bisweilen gar hard-rockigen „Iron Reign“. Doch das Tempo folgt auf dem Fuße: „No Gravity“ geht zur Sache wie man es von den Polen gewohnt ist, schnell, zackig, ohne Ende catchy.

In dieser Art geht es weiter: „Genocidius“ ist ebenfalls flott und VADER as fuck, „The Army-Geddon“ packt abermals diese ungewöhnlichen, aber interessanten Groove-Gitarren aus. „Feel My Pain“ ist tempomäßig vielleicht der abwechslungsreichste VADER-Song seit langem, „Parabellum“ panzert durch die feindlichen Frontlinien, als gäbe es kein Morgen, und „Send Me Back To Hell“ beschließt „The Empire“ in der tempomäßig gemächlicheren Gangart, hat aber einen Catchiness-Faktor, den eben nur diese Mannen hier können. Fett!

VADER zeigen sich auf „The Empire“ abwechslungsreicher, aber keinesfalls softer!

Wie gesagt: VADER lassen es auf „The Empire“ etwas langsamer angehen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie lahmer geworden sind. Nein, das Album mag manchem Die-Hard-Fan vielleicht aufstoßen, aber so abwechslungsreich waren VADER schon lange nicht mehr. Außerdem wirken die Polen eben keinen Deut softer – im Gegenteil, durch die Abwechslung im Tempo, die „The Empire“ an allen Ecken und Enden bietet, wirken die schnellen Teile nur umso härter, die gemäßigten Teile umso tödlicher für den Nacken. Hölle, man darf sich darauf freuen, diese Songs live zu sehen. Und was die Platte angeht: Nein, nicht das beste VADER-Album aller Zeiten, aber ein fettes Death-/Thrash-/Groove-Brett.

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26.10.2016

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