
metal.de-Redaktion
Durch die Lappen gegangen - Das erste Halbjahr 2026
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A FOREST OF STARS – Stack Overflow In Corpse Pile Interface (08. Mai 2026)
Die britischen Schwarzwurzelgeister A FOREST OF STARS haben ganze acht Jahre auf ein neues, hörbares Lebenszeichen warten lassen. Der Nachfolger von „Grave Mounds And Grave Mistakes“ hört auf den Namen „Stack Overflow In Corpse Pile Interface“, das Cover sieht aus wie eine aus dem Konsum psychoaktiver Drogen hervorgegangene, bildlich-expressionistische Neuinterpretation des „No Bitches“-Memes und die Uhr zeigt eine Gesamtspielzeit von knapp 73 (Deluxe-Edition: 82) Minuten an. Im Hause A FOREST OF STARS werden abermals keine halben Sachen gemacht, ebenso wenig lässt man sich in die Karten schauen, sodass selbst dieser massive Klumpen seltsamer Schwarzwurzelkunst erneut von vorn bis hinten fasziniert.
Der neunminütige Opener „Ascension Of The Clowns“ legt programmatisch los mit atmosphärischen, melodischen Black Metal-Klängen, romantisierenden, von Katie Stone beigesteuerten Streicher-Linien und gerade genug Furor, um sich selbst nach vorne zu peitschen. Das ganze dient als Hintergrund für den halb gesprochenen, halb geschimpften Gesang von Dan „Mister Curse“ Eyre, der sich köstlich und wortgewandt, nein: wortgewaltig in Rage predigt. Seine impulsive Kadenz kollidiert zu keiner Zeit mit der stringenten Metrik des musikalischen Backdrops. Vielmehr geht beides eine heterogene Zwangsehe ein, die entgegen aller Indizien schlicht und ergreifend funktioniert – und unsereins hat keine Ahnung, wie man als Musiker so etwas zielführend komponiert.
Sicher ist „Stack Overflow In Corpse Pile Interface“ schon allein aufgrund des Umfangs kein einsteigerfreundliches Album, doch hartnäckige Hörarbeit wird entlohnt. Denn nicht nur kleiden A FORES OF STARS Eyres Schimpfereien in vielschichtig komponierte, faszinierende Klanglandschaften. Richtig epochal schlagen die Momente von purer, musikalischer Schönheit irgendwo zwischen folkiger Mystik und gotischem Spuk ein, wenn diese durch Stones klaren Gesang noch weiter in sphärische Höhen empor gehoben werden (man höre nur den Mittelteil von „Not Drinking Water“). An dem Teil hat man selbst als Connaisseur schrägerer Klänge definitiv eine Weile zu knabbern.
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Michael
































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