metal.de-Redaktion
Durch die Lappen gegangen - Das erste Halbjahr 2026

Special

RAM-ZET

RAM-ZET – Sapien (27. März 2026)

Ganze 13 Jahre ist es still gewesen um die norwegischen Progressive Metaller RAM-ZET. Doch scheinbar aus einer Laune heraus begann Bandkopf Henning „Zet“ Ramseth alte bzw. neu rekrutierte Bandmitglieder um sich zu scharen und erste Ideen umzusetzen, bis schließlich aus den ersten, zaghaften Wiederbelebungsversuchen die voll ausgereifte, neue Inkarnation der Band mit einem neuen Album auf der Matte stehen sollte. Die Formation machte sich in der Vergangenheit durch einen eklektischen, avantgardistischen Metal-Sound mit reichhaltigen Einflüssen einen Namen, dessen breite Fächerung als Vehikel genutzt worden ist, um die zentrale Thematik von Persönlichkeitsspaltuung zu unterstreichen.

Dieser Spirit wird auch anno 2026 weiter aufrecht erhalten. Das neue Album „Sapien“ folgt dem Pfad der Unberechenbarkeit unbeirrt weiter und kombiniert harsche Ausbrüche zwischen Thrash, Industrial und sogar Black Metal mit modernen, folkigen und teils jazzigen Soundlandschaften, wobei diese Pole knallhart ineinander gecrasht werden. RAM-ZET sind unangenehm im besten Sinne der Worte, wirken einerseits überladen, applizieren diese Reizüberflutung aber vollkommen bewusst, was zu einem fast klaustrophobischen Gesamtsound führt, bei dem sich die Hörerschaft nie zu sicher fühlen kann. Die weiterhin zwischen Ramseth und Miriam Elisabeth „Sfinx“ Renvåg Müller verteilten Gesangsrollen kreieren noch mehr Chaos und Eigenleben in diesem ohnehin höchst volatilen Sound. Vorsicht beim Reinhören ist geboten, könnte sich aber lohnen …

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30.06.2026

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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