
metal.de-Redaktion
Durch die Lappen gegangen - Das erste Halbjahr 2026
Special

NUCLEAR TOMB – Epoch Inhumane (12. Juni 2026)
Offenbar hat jemand der Dame und den Herren NUCLEAR TOMB aus Baltimore seit Veröffentlichung ihres Full-Length-Debüts „Terror Labyrinthian“ ein Taschentuch gereicht, denn die Thrasher haben sich den Rotz aus der Nase gepustet und schlagen nun mit dem Vollzeitnachfolger „Epoch Inhumane“ einen ernsthafteren, metallischeren Tenor an, der schon eher dem auf dem Debüt angestrebten Mix aus Thrash und Progressive Metal nahekommt, ohne den jugendlich gebliebenen Elan einzubüßen. Will sagen: NUCLEAR TOMB bleiben deutlich als Thrash Metal-Band zu erkennen, die sich bei Standards u. a. aus den Big Four (die Aggressivität SLAYERS, Ansätzen früher METALLICA und in den punkigeren Momenten ANTHRAX) bedient, diese dann aber durch den modernen Prog-Reißwolf dreht und so in der Nähe von Bands wie DISSIMULATOR herauskommt.
Party-Anthems sucht man entsprechend auf „Epoch Inhumane“ vergeblich, auch wenn die US-Amerikaner nicht gleich die nächste, verfrickelte Thrash-Oper aus der Taufe hieven. Viel mehr ist „Epoch Inhumane“ ein gelungenes Konglomerat aus alten wie neuen Thrash-Elementen, dessen Einzelteile zwar stets klar erkennbar sind, deren Summe aber doch aufgrund der guten Riffarbeit, der angemessenen Straffheit und des durchdachten Songwritings größer ist als besagte Teile. Das schwächste Glied der Kette bleibt das auf Dauer etwas monotone Gekeife von Michael Brown, dem einige sekundierende Gangshouts oder Growls gut getan hätten, wobei es kein Dealbreaker ist. Im Mittelpunkt stehen ohnehin die Riffs und das komplexe Songwriting, sodass „Epoch Inhumane“ doch eine feine Angelegenheit bleibt.
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Michael
































Also, dass kein Review zum neuen Fjørt Album belle époque geschrieben wurde, hat mich doch sehr gewundert. Vor allem weil auch der Vorgänger bei euch 2022 in der Jahresbestenliste auf Platz 13 gelandet ist.