
metal.de-Redaktion
Durch die Lappen gegangen - Das erste Halbjahr 2026
Special

NUCTEMERON – Demonic Sceptre (13. März 2026)
Röhrenhosen, Leder, Nieten und umgedrehte Kreuze? Oh ja, es ist Blackened Thrash-Zeit! Und was für einer. Was die ihrer Hörerschaft zum Zeitpunkt des Verfassens mindestens dutzend Alben schuldigen Australier HELLBRINGER für SLAYER sind, möchten NUCTEMERON offenbar für NIFELHEIM sein. Und was soll man sagen: Mission erfüllt. Auch NUCTEMERON atmen Authentizität gleichwie Qualität und keifen dies ihrer Hörerschaft rücksichtslos und rotzig ins Gesicht, während das Gaspedal am Bodenblech festgespaxt wird. So geht sie ab, die Luzi, wobei der Geist Lemmys nie allzu weit entfernt scheint. Denn neben thrashiger Schwärze atmen die Trierer noch ordentlich Rock ’n‘ Roll, der beispielsweise im locker durch die Lederhose atmenden „Under Devil’s Command“ ganz besonders Einzug hält.
Der Songtitel „Fuck Off!!!! (In The Name Of Evil)“ ist dabei nicht nur ein Anwärter auf den Songtitel des Jahres, sondern auch das Kernstatement hinter dem Full-Length-Debüt dieser bereits seit über zehn Jahren aktiven Kapelle, deren Mitglieder sich so wunderbare Pseudonyme wie Doomhammer (nicht der Schlagzeuger, der heißt Christhunter) oder Volcanic Slut gegeben haben. Unterdessen hat Lunatic Aggressor die Basspflichten um 2017 an Volcanic Slut abgegeben, um sich vollends auf den Gesang konzentrieren zu können und diesen in all seiner gestörten Gebärden voll ausleben zu können. Schließlich muss man zum amtlichen Toben die Hände und Füße frei haben. Nur so lässt sich erklären, warum NUCTEMERON so herrlich ungezähmt klingen. Wie eingangs erörtert: Sie streben an, für NIFELHEIM zu sein, was HELLBRINGER für SLAYER sind. Und das hat offenkundig funktioniert.
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Michael
































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