Metalfest
Bericht vom Metalfest Deutschland 2010 mit u.a. Twilight Of The Gods, Sepultura, Behemoth, Testament, Six Feet Under, Deicide, Bolt Thrower

Konzertbericht

Billing: Alestorm, Behemoth, Bolt Thrower, Death Angel, Decapitated, Deicide, Eluveitie, Epica, Finntroll, Korpiklaani, Legion Of The Damned, Nevermore, Saltatio Mortis, Sepultura, Six Feet Under, Testament, Twilight Of The Gods und Vader
Konzert vom 2010-06-27 | Flugplatz, Dessau

MOSHQUITO
Die sächsische Thrash Metal-Kombo MOSHQUITO hat die Ehre, das Festival zu eröffnen. Es ist zwar schon 20 Uhr, doch all zu viele Zuschauer zählt der Hangar noch nicht, was wohl daran liegt, dass noch nicht all zu viele Festival-Besucher am Mittwoch angereist sind, bzw. sich den ersten Abend lieber noch auf dem Camping-Platz bei ein paar Bier vertreiben. Diejenigen, die gekommen sind, nutzen die Gelegenheit allerdings, feiern die Band ganz gut ab und lassen sich von den Thrashern in die richtige Festival-Stimmung bringen. Auch MOSHQUITO selbst lassen sich von der geringen Publikumszahl nicht stören und präsentieren in den folgenden 40 Minuten routiniert und spielfreudig vorrangig Songs ihres aktuellen Albums “Behind The Mask”, wie “Necrophile”, “Perverted Appetite”, “State Of The Rat” und “If You Bleed”, stellen aber auch ganz neue Stücke wie “Object Of Contempt”, “Contrasts” und “The New Generation” vor. Insgesamt ein schicker Auftritt, schade, dass der Band trotz fast 30-jährigem Bestehen keine bessere Spielzeit zukam.

ULTRAWURSCHT
Und weiter geht es mit der Death Metal/Grindcore-Formation ULTRAWURSCHT, die ebenfalls alles daran setzt, das Publikum bei Laune zu halten. Das gelingt den fünf Bayern mit ihrem “Wurscht-Core”-Konzept relativ leicht, denn allein Titel wie “Alle Drecks Saubauan De An Zaschissenen Koirabi O`Baun Soin Zum Deife Noamoi Krepieren” genügen, um das inzwischen gut angeheiterte Publikum zu bespaßen. Persönlich kann ich mit der Musik der fünf Bayern zwar eher wenig anfangen, aber seis drum, zumindest die Unterhaltung kommt in den nächsten 40 Minuten nicht zu kurz, auch wenn ich von ULTRAWURSCHT schon bessere Auftritte gesehen habe.

GRAILKNIGHTS
Richtig interessant wird es für mich dann erstmalig bei den GRAILKNIGHTS, die für mich zu den wenigen Bands zählen, deren Musik sowohl auf als aus außerhalb jeder Party ihren Reiz hat. Heute sind sie jedoch dafür zuständig, den Stimmungs-Faktor weiter in die Höhe zu schrauben und das gelingt ihnen problemlos. Mitgröl-Hymnen wie “Grailquest Gladiators”, “Nameless Grave” oder “When Good Turns Evil” schlagen genau in die richtige Kerbe an diesem Abend und ihren Battlechoir haben die Gralritter sofort in der Hand. Wie bei jeder ihrer Auftritte macht natürlich auch die Bühnenshow einen großen Teil des GRAILKNIGHTS-Gigs aus: Erneut machen die Vier sich in ihrer Superhelden-Kluft auf, begleitet von ihrer Bierversorgungsstute Zapf Beauty, den bösen Dr. Skull und seinen Drachen Urks zu besiegen, um den heiligen Gral zu erkämpfen und so gelingt es ihnen natürlich auch heute. Wie immer großartiger Auftritt! Und erneut stelle ich fest: Die GRAILKNIGHTS werden einfach nie langweilig.

MILKING THE GOATMACHINE
Als letzte Band des Festival-Mittwochs stehen nun noch die Senkrechtstarter um LAY DOWN ROTTEN-Klampfer Daniel “Mett-God” Jakobi MILKING THE GOATMACHINE bevor. Zwar ist es deutlich leerer als bei den GRAILKNIGHTS, was dem auch so schon schrecklichem Sound nicht gerade zuträglich ist, davon lassen sich die Vier, natürlich stilecht mit Ziegenmasken bekleidet, jedoch nicht weiter stören und zocken ohne großartige Ansagen oder einfallsreiche Bühnenshow ihre Songs und damit fast das komplette aktuelle und erste Album “Back From The Goats” runter. Für Stimmung sorgen MILKING THE GOATMACHINE damit zwar nicht wirklich, diese entsteht jedoch zumindest in den ersten Reihen ganz von selbst und es wird eifrig gemosht, gebangt und bei Covern wie “Surf Goataragua” (SACRED REICH: “Surf Nicaragua”-Cover) mitgegrölt. Angemerkt sei hier noch, dass Drummer Goatleeb Udder, der mit seinem Instrument eigentlich schon mehr als ausgelastet ist, noch zusätzlich die Vocals übernimmt, was zwar eindrucksvoll ist, aber für noch weniger Bewegung am vorderen Bühnenrand sorgt. Nach ein wenig mehr als einer halben Stunde ist die Show jedoch bereits vorbei, mehr Liedmaterial haben die Ziegen einfach noch nicht. Ganz netter Band-Abschluss, für die immer noch Feierwütigen steht nun noch die Metal Hammer Warm-Up Party an.

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27.06.2010

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