
Ruhrpott Metal Meeting 2022
Zwischen etablierten Acts und Underground
Konzertbericht
Ein turbulentes Jahr für die Veranstaltungsbranche neigt sich dem Ende zu: Ausverkaufte Megakonzerte, Unsicherheit für kleine Bands und das Comeback beliebter Festivals. Nach zwei Jahren Pause kann man beim sechsten Ruhrpott Metal Meeting der Frage nachgehen, ob sich das Event im festen Kalender der Metalszene im Ruhrgebiet eingebürgert hat.
Man könnte meinen, es sei eine Indoorversion des ebenfalls von Continental Concerts veranstalteten Rock Hard Festivals. So kommt nämlich vieles vertraut vor: Nicht nur der Metalmarkt mit den gleichen Händlern, die auch dieselben unsäglichen BURZUM-Patches verkaufen, sondern auch das Line-up. Gerade größere Metalfestivals bestechen bei der Bandzusammenstellung nicht durch Originalität, aber das mit SAXON, OVERKILL, TIAMAT und CORONER gleich vier Bands im Billing stehen, die 2018 schon im Gelsenkirchener Amphitheater gastiert haben, macht stutzig.
Dabei lassen sich durchaus Unterschiede feststellen: So gab es an jenem dritten Adventswochenende in Oberhausen ein vielseitigeres Line-up, das nicht so sehr auf die klassischen Metalspielarten eingeschossen ist. Es ist aber gerade die hinter den Schließfächern versteckte Flöz Stage, die für eine eigene Note sorgt. Während auf dem Rock Hard Festival viele kleinere Bands nicht zum Zuge kommen, haben sie auf dem Ruhrpott Metal Meeting genau dort ihren Platz.
Doch parallel bespielte Bühnen bringen immer Schwierigkeiten mit sich: Das Gehetze zwischen den Bühnen, nur um in der Umbaupause vier Songs zu sehen. Dazu das schwierig deutbare Verhalten des Publikums. Am Samstag ließen sich bei allen Bands Abwanderungen beobachten, die es schwierig machen, die Reaktion der Leute einzuschätzen.
Aber es machte den Eindruck, dass die Leute weniger aus Routine in die Turbinenhalle kamen als vielmehr wegen der beiden Headliner OVERKILL und SAXON. Nur bei ihnen war es gerappelt voll, sonst gab es auf dem Metalmarkt und an der Theke immer ein munteres Treiben. So zeigt sich die Etablierung eines Festivals eher an Ausgaben mit weniger zugkräftigen Bands, die angesichts der steigenden Gagen bestimmt kommen werden.
Philipp Gravenhorst und Dominik Rothe rannten mit dem Notizblock zwischen den Bühnen hin und her. Mit den widrigen Lichtverhältnissen kämpften Michael Mai und Janine Ulbrich.
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Dominik Rothe
































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