Amorphis - Magic & Mayhem - Tales From The Early Years

Review

Galerie mit 20 Bildern: Amorphis - Full Force 2019

Seit 20 Jahren treibt diese Band aus Finnland, AMORPHIS, nun schon ihr Unwesen in der musikalischen Landschaft. Und bereits mit ihren frühen Alben „The Karelian Isthmus“, „Tales From The Thousand Lakes“ (mit seinen unvergleichlichen Keyboard-Passagen) und „Elegy“ schrieben die Jungs Geschichte. Und genau um diese drei Alben geht auf dem aktuellen Release „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“ auch.

AMORPHIS haben einen weiten Weg hinter sich, Anfangs noch eher in der Death-Metal-Ecke verankert, arrangierte sich die Band immer weiter davon weg und bewegt sich heute in Gothic- und Psychedelic-Gefilden. Auf dem vorliegenden Release wird jedoch noch mal ganz unverkrampft und voller Lust und Laune den älteren Klängen gefrönt, die Band huldigt sich einfach selbst. Und das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen.

Granatenstarke Nummern wie „Magic And Mayhem“, „On Rich And Poor“, „Against Widows“, „Black Winter Day“ oder „My Kantele“ sind bestimmt jedem Headbanger irgendwo schon mal begegnet. Wenn nicht, sollte man sich sein Umfeld genauer anschauen. Spaß beiseite, die Interpretationen der Klassiker wurden würdevoll und voller Hingabe zum Besten gegeben. Produktionstechnisch schwächere Passagen wurden ausgebügelt, ohne dabei den Spirit und den Charakter der Songs zu vernichten. Im Gegenteil, der zeitgemäße Sound kracht an allen Ecken und Kanten und sorgt für spontanes Nackenzucken. Sänger Tomi Joutsen kann seinen Vorgängern an dieser Stelle locker das Wasser reichen, den Griff zu den Originalen kann man sich eigentlich sparen.

Ein ganz besonderes Schmankerl enthält die Scheibe auch noch, nämlich eine Nummer, die seinerzeit nur als B-Seite oder auf einer limitierten Edition vorhanden war. Nämlich das THE DOORS-Cover „Light My Fire“. Die Nummer kam schon damals auf Platte dermaßen geil rüber, und endlich ist sie wieder erhältlich, inkl. Gastauftritt von Jim Morrison (R.I.P.).

Alleine wegen des Bonustracks „Light My Fire“ kann man sich die Scheibe ins Regal stellen. Aber auch alle Nachzügler, die erst im späteren Verlauf der Karriere der Band hinzugekommen und mit der Stimme von Tomi vertraut sind, sollten hier ein paar Flocken investieren. Eine Fehlinvestition ist der Rundling bestimmt nicht.

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03.09.2010

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