Sonata Arctica
Es wird spannend, wie wir dieses Wissen in Zukunft nutzen können!

Interview

SONATA ARCTICA haben nach ihrer „Acoustic Adventures Tour“ das Album „Acoustic Adventures Volume One“ veröffentlicht, welches ausgewählte Stücke der Finnen in reiner Akustik-Darbietung präsentiert. Wir sprachen darüber im Interview mit Keyboarder Henrik Klingenberg.

Cover Artwork von SONATA ARCTICA - "Acoustic Adventures Volume One"

Cover Artwork von SONATA ARCTICA – „Acoustic Adventures Volume One“

Ihr habt mit „Acoustic Adventures Volume One“ ein neues Album veröffentlicht, benannt nach der „Acoustic Adventures Tour“. Bitte erzähl uns, wie die Idee entstanden ist, eure Songs als akustische Versionen Live zu spielen und wann und wie die Idee entstand, auch Alben mit diesen Versionen zu machen!

Ich glaube, das erste Mal, dass wir als Band akustische Sachen gemacht haben, war während der „Days Of Grays World Tour“ im Jahr 2011, wo wir ein paar akustische Songs in der Mitte des Sets gespielt haben… von dort aus haben wir 2016 und dann wieder 2019 zu Shows in voller Länge erweitert.

Während der Tour 2019 wurde klar, dass wir zumindest einige dieser Songs irgendwann aufnehmen müssen. Ursprünglich wollten wir nach LA in das Studio meines Freundes gehen und der Plan war, dies Anfang 2021 zu tun, aber wegen der Pandemie und weil wir nicht Live auftreten konnten, haben wir die Aufnahmen im Studio57 in Finnland gemacht, und zwar bereits 2020.

Wie waren die Reaktionen auf die Tourneen in den Jahren 2016 und 2019?

Ich denke, die Leute haben es sehr genossen, und auch die Band hatte eine gute Zeit. Mit dieser Art von Setup bekommen wir eine engere Verbindung zum Publikum und die Veranstaltung ist auch freier und entspannter, verglichen mit unseren normalen Shows.

Wie schwierig war es für euch, diese akustischen Versionen eurer Songs zu erstellen? Was waren die Herausforderungen, denen ihr euch stellen musstet, wie haben sich die Songs verändert und weiterentwickelt?

Die meisten Songs, die wir aufgenommen haben, hatten bereits recht solide Arrangements, da wir sie zuvor auf Tour gespielt hatten. Der Rest der Stücke war schwieriger herauszufinden, wie sie funktionieren. Ich glaube, die erste Herausforderung bestand darin, herauszufinden, welche Songs aus unserem 10-Alben-Katalog wir spielen sollten. Danach verbrachten wir viel Zeit mit jedem Song, um sicherzustellen, dass alles richtig klang, die Tempi und die Instrumentierung etc…. und die letzte Herausforderung war, die Songs zu spielen. Wir haben das Album Live aufgenommen, allerdings ohne den Gesang, und ohne Click-Track oder Metronom, so dass wir uns alle sehr konzentrieren mussten, um es richtig hinzubekommen.

Wie beurteilst du die Entwicklung von SONATA ARCTICA? Wie wichtig ist es für euch, alles frisch zu halten? Und wie seht ihr „Acoustic Adventures Volume One“ in eurer Diskographie?

Ich denke, es ist sehr wichtig, die Dinge frisch zu halten, um weiter motiviert zu sein, Musik zu machen. Aber gleichzeitig ist es, als ob man sich an einem rutschigen Abhang bewegt, man will seine Fans nicht verprellen, indem man sich zu weit weg bewegt, was wir manchmal vielleicht getan haben. 

Was das „Acoustic Adventures“-Konzept angeht, das jetzt auch Platten beinhaltet. Ich betrachte es als eine Nebenstrecke für die Band. Etwas, dass wir ab und zu machen können, um uns selbst herauszufordern und unsere Musik aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Glücklicherweise scheint es unseren Fans sehr gut zu gefallen, daher können wir so etwas manchmal machen.

Ihr habt einige neue Elemente den Songs hinzugefügt, wie zum Beispiel Banjo. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, neue Instrumente hinzuzufügen?

Das Banjo-Ereignis war etwas, das Elias einfach mitgebracht hat, also gebe ich ihm die Schuld, haha! Ich denke, es passt sehr gut und bringt ein lustiges Element in die Musik.

Ihr habt das Album Live aufgenommen. Was kannst du uns über die Aufnahmesessions erzählen?

Es waren nur ich, Elias, Pasi und Tommy mit unserem Produzenten Mikko Tegelman und wir haben 25 Songs in etwa zehn Tagen aufgenommen. Wir haben von etwa 10 Uhr morgens bis Mitternacht gearbeitet, es war also sehr intensiv, aber so machen wir das normalerweise im Studio, sobald wir dort sind, geht es nur noch darum, Musik zu machen. Ich denke, der größte Unterschied zu einem regulären Album war, dass wir alles Live und ohne Click-Track oder Metronom aufgenommen haben….das war auch der schwierigste Teil der Sessions, denke ich.

Es wird einen zweiten Teil von „Acoustic Adventures“ geben. Sind die Songs fertig, sogar schon aufgenommen? Was kannst du uns darüber erzählen?

Ja, alles ist fertig. Wir haben alle Songs in denselben Sessions aufgenommen und nachdem sie abgemischt waren, haben wir angefangen, das Material durchzugehen und zu entscheiden, welche Songs auf welches Album kommen… das war eine knifflige Sache, aber wir haben es am Ende geschafft.

Mit den Erfahrungen, die ihr durch die Akustik-Shows und die Aufnahmen der Akustik-Versionen gemacht habt – was denkt ihr, wird das für die Zukunft von SONATA ARCTICA bedeuten?

Das ist wirklich schwer zu sagen, aber zumindest mussten wir die Songs auf eine neue Art und Weise lernen und vielleicht wird das einen Einfluss darauf haben, wie wir unser zukünftiges Material angehen, wer weiß. Ich denke, wir haben bei diesen Aufnahmen eine Menge gelernt und es wird spannend sein zu sehen, wie wir dieses Wissen in Zukunft nutzen können.

Seit zwei Jahren leben wir nun mit der Pandemie. Wie hat sich das auf SONATA ARCTICA ausgewirkt, wie auf euer persönliches Leben? 

Beruflich war das mehr oder weniger eine Katastrophe, da wir seit dem Frühjahr 2020 nicht mehr touren konnten. Wir hatten Glück in dem Sinne, dass es kurze Zeiträume gab, in denen wir in der Lage waren, ein paar Shows zu spielen, aber es ist so ziemlich unmöglich, mit einer Band Geld zu verdienen, wenn man nicht touren kann. Ich versuche immer, das Positive zu sehen, und wir haben seit den Anfängen der Band ununterbrochen gearbeitet, so dass es für SONATA ARCTICA auf lange Sicht natürlich von Vorteil ist, nach 25 Jahren eine Auszeit nehmen zu müssen. Ich bin mir sicher, dass es immer noch Auswirkungen gibt, von denen wir nichts wissen, bis es vorbei ist und wir etwas Abstand von diesem Mist bekommen. Für mich persönlich war es am Schwierigsten, nicht arbeiten zu dürfen. Ich habe eine Familie, also waren sie natürlich froh, dass ich zu Hause war… bis zu einem gewissen Punkt. Ich denke, alle sind nun bereit, die Band wieder auf Tour zu sehen.

Was habt ihr für die nächste Zeit geplant?

Im Moment haben wir etwa 100 Shows für 2022 gebucht, sowohl Akustik als auch reguläre Konzerte, und wir werden natürlich so viele spielen, wie wir dürfen. Außerdem werden wir den zweiten Teil der „Acoustic Adventures“ irgendwann im Herbst 2022 veröffentlichen. Und dann ist die Idee, im Frühjahr 2023 ins Studio für das nächste Rockalbum zu gehen. 

Ich hoffe, euch alle so bald wie möglich bei den Konzerten zu sehen!

Galerie mit 29 Bildern: Sonata Arctica - Nordic Power Metal Titans 2023 in Bochum
31.01.2022

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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