Sonata Arctica - Reckoning Night

Review

Galerie mit 24 Bildern: Sonata Arctica auf dem Summer Breeze Open Air 2017

„Reckoning Night“ ist seit langem mal wieder ein Power Metal Album, das mich überzeugt und das praktisch schon seit Wochen seine wiederkehrende Rotation vollzieht. Dabei ist es eigentlich nichts Besonderes, was dieses Album in meinen Augen auszeichnet. Sonata Arctica haben einfach eine Scheibe aufgenommen, die zu 100% auf Altbewährtes setzt. Klar kann man ihnen das auch als Stagnation oder Anachronismenpflegerei ankreiden. Aber was will man denn erwarten? Power Metal hat in den letzten Jahren eine derartige Inflation an Bands und Newcomer-Hype erlebt, dass der Acker der innovativen Ideen auf unbestimmte Zeit ausgelaugt sein dürfte. Trotzdem gefällt mir „Reckoning Night“ wirklich gut. Denn auch wenn man vergeblich Neues sucht, besticht das Album einfach durch seine unglaubliche Eingängigkeit, die sich sogar nach sechs Wochen Dauerbeschallung nicht abnutzt. Eine Hymne reiht sich an die nächste, das Ohrwurmrennen geht oft unentschieden aus. Vom lupenreinen Speed Metal Opener „Misplaced“ über etwas gezügelte verspielte Vertreter wie „The Boy Who Wanted To Be A Real Puppet“ bis hin zur unvermeidlichen Ballade „Shamandalie“ macht „Reckoning Night“ alle (Nicht-)Fans glücklich. Dass dabei jeder Song extrem catchy ausgefallen ist, liegt dabei nicht nur am freizügigen Keyboard-Einsatz sondern auch an den prima gewählten Chören, die das ganze ziemlich dick daherkommen lassen. Das auch das kein Novum darstellt muss dabei nicht erst erwähnt werden, trotzdem bestechen Perlen wie „Ain’t Your Fairytale“ oder die geniale Single-Auskopplung „Don’t Say A Word“ und können fast repräsentativ für das Album stehen. Lediglich „My Selene“ ist für meinen Geschmack ZU poppig und abgedroschen ausgefallen. Das beschränkt sich jedoch glücklicherweise auf den Chorus. Außerdem ist es eine Schande, ein extrem cheesy Keyboard-Instrumental, das so unnötig ist wie ein Kropf, zum Quasi-Titeltrack „Reckoning Day, Reckoning Night“ eines sonst so netten Scheibchens zu machen. Trotz diesen Schnitzern bleibt der Gesamteindruck formidable, Abzug gibts lediglich für erwähnte Mängel und die Hoffnung auf vielleicht ein wenig Innovation und somit Steigerungspotenzial beim nächsten Mal.

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Sonata Arctica - Sonata Arctica Reckoning night 2-LP Standardbei EMP21,99 €
07.11.2004

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5 Kommentare zu Sonata Arctica - Reckoning Night

  1. mani_666 sagt:

    Wieder ein absolutes Meisterwerk und ein Meilenstein für melodischen Power Metal! Habe diese Jungs als Vorband bei Nightwish gesehen und sie waren der Hammer (abgesehen von Nightwish)! Mehr kann man dazu nicht sagen, denn sonst würde ich nur meine bereits geschrieben Reviews zu SONATA ARCTICA kopieren! In diesem Sinne dicke 10 PUNKTE!

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    Dazu kann ich nur einz sagen: schnell, schön, wundervoll. Hier ist wirklich ein einzigartiges Album ausgehoben worden. Geniale Melodie-Stücke, phänomenaler Gesang und schöne Drums. Der Opener "Misplaced" zeigt direkt wo es langgeht und auch "Don’t say a Word" ist ein echt genialer Song mit, meiner Meinung nach, Ohrwurm-Qualität. Auch das Instrumental "Reckoning Day, reckoning Night" gefällt mir sehr gut.Sonata Arctica zeigen das auch alte Stile nicht langweilig werden auch dann nicht wenn man die CD auf dauerrotation gestellt hat. Eine super Scheibe!!

    PS: Hab Sonata Arctica auch im Vorprogramm von Nightwish live gesehn. Hammer!!

    10/10
  3. vivalametalman sagt:

    keine plumpe warrior thematik (will die anderen bands jetzt nicht schlecht machen, ich mag manowar etc.)sondern texte mit hirn und herz und dazu musik die in sachen schönheit schwer zu topen ist (für mich).
    sonata arctica sind großartig.

    9/10
  4. Anonymous sagt:

    Das Album ist jetzt anderthalb Jahre alt und es ist immer noch nicht langweilig!!! Jeder Song ist wahnsinnig gut, ‚Don’t Say A Word‘, ‚Misplaced‘, ‚My Selene‘ und ‚Wildfire‘ gehören zu den genialsten Songs von Sonata Arctica und der Welt. Das Album hat das Zeug zum Klassiker. Technisch wahnsinnig gut, melodisch und eingängig!

    Hab‘ sie auch auf der Nightwish-Tour gesehen und für seeeehr gut befunden.

    10/10
  5. Anonymous sagt:

    Ich bin ja (aus dem Forum) bekanntermaßen wirklich net grad ein Freund von Powermetal, aber das hier is ne Ausnahme! Wie alle Alben von Sonata Arctica mal wieder absolute Spitzenklasse, wer "Dont say a word" und "My Selene" schon einmal gehört hat, dürfte mir zustimmen. Wirklich eine äußerst gelungene Scheibe, die man immer wieder gerne auspackt!

    10/10