Sonata Arctica - Ecliptica - Revisited

Review

Galerie mit 24 Bildern: Sonata Arctica auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Fünfzehn Jahre ist es her, seit SONATA ARCTICA „Ecliptica“ veröffentlicht haben. Zu Ehren dieses Jubiläums und weil sich die Bandbesetzung in dieser Zeit mehrfach geändert hat, wurde das Debütalbum der Finnen noch einmal komplett neu eingespielt. Tatsächlich handelt es sich hier bereits um die dritte Version der Scheibe, denn 2008 wurden die Songs schon einmal neu gemastered. Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Lohnt sich so viel Aufmerksamkeit? Was hat sich verändert? Und ist das neue Album besser als das alte?

Für sich genommen ist „Ecliptica“ ein absolutes Hammeralbum, das schon beim ersten Hören besticht und von der ersten bis zur letzten Minute mitreißt, über einen längeren Zeitraum aber umso mehr dazugewinnt. SONATA ARCTICA haben sich  stets dadurch ausgezeichnet, dass sich auf jedem ihrer Album mindestens ein Dauerbrenner-Song befindet. Bei „Ecliptica“ sind das gleich mehrere und auch der Rest überzeugt mit eingängigen Melodien und begeisternden Gitarrenparts, sehr gut aufeinander abgestimmten ruhigen und härteren Momenten, sowie größtenteils ansprechenden Texten. Dabei findet man eine ausgeglichene Mischung aus temporeichen Power-Nummern und berührenden Balladen vor, darunter beispielweise eine meiner Lieblingsnummern der Band: „Letter To Dana“ – ein perfektes Beispiel für die Intensität der Band schon in jungen Jahren.

Was hat sich nun von „Ecliptica“ zu „Ecliptica – Revisited“ verändert? Und kann die neue Version mit der alten mithalten? Oder ebenso wichtig: War eine neue Aufnahme notwendig?

Veränderungen am Material wurden von SONATA ARCTICA kaum vorgenommen. Keyboarder Henrik Klingenberg betonte, dass sich der „unschuldige Enthusiasmus“ ihres Debüts nicht mehr wiederholen ließe, stattdessen bezeichnet er die „15th Anniversary“-Version des Albums als „Tribut und Update“ in der aktuellen Besetzung. Und genau das trifft die Sache. An den Songs wurde fast nichts verändert, da wurde mal hier ein bisschen Tempo draufgelegt, mal da ein wenig anders gesungen oder variiert gespielt, aber immer so, dass die Änderungen ohne das Original im Ohr oder den direkten Vergleich kaum auffallen würden. So ist die Bandbesetzung die größte Änderung in den 15 Jahren Schaffenszeit. Sänger Tony Kakko und Drummer Tommy Portimo sind die einzigen, die seinerzeit am Original beteiligt waren, Gitarrist Elias Viljanen, Bassist Pasi Kauppinen und der oben bereits zitierte Henrik Klingenberg kamen später dazu.

Bei Neuaufnahmen wird häufig der fehlende jugendliche Enthusiasmus kritisiert, das ist bei SONATA ARCTICA nicht der Fall. Stattdessen würde ich sogar soweit gehen zu behaupten, dass beispielsweise Tony Kakko sich gesanglich weiterentwickelt hat. „Letter To Dana“ war 1999 ein Kracher und ist es auch 2014 noch. Der Song vermittelt dieselbe Leidenschaft wie vor 15 Jahren und das gilt für das gesamte Album. Hinzu kommt eine im Vergleich zur Urfassung gesteigerte Soundqualität.

Ob die Neuproduktion tatsächlich notwendig war, muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Sicher ist, dass SONATA ARCTICA mit „Ecliptica – Revisited“ das Rad nicht neu erfunden haben. Das Album ruft aber auf jeden Fall erneut ins Gedächtnis, wie die Erfolgsgeschichte der Band damals begann. Und zumindest für diejenigen, die bisher nicht zugegriffen haben, ist die „Revisited“-Version nahezu ein Muss – für alte Fans ist sie zumindest zu empfehlen.

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20.10.2014

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