Sonata Arctica - Winterheart's Guild

Review

Galerie mit 24 Bildern: Sonata Arctica auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Dass Finnland Talentschmiede vieler guter Bands ist, kann man ja wohl nicht bestreiten. Und dass Sonata Arctica zu diesen guten Bands gehören ist nun spätestens seit dieser großartigen CD klar, denn „Winterheart’s Guild“ hat alles, was ein richtig gutes Album an Qualitäten nur haben kann. Nach der Live-CD „Songs of Silence – Live in Tokyo“ schieben die Mannen von Sonata Arctica 2003 ein ganz besonderes Werk nach, das bereits beim ersten Hören begeistert und es, obwohl eigentlich fast unmöglich, dazu noch schafft, den phänomenalen Vorgänger „Silence“ zu übertreffen. Eingängige Melodien kennzeichnen die neue Platte ebenso wie der ganz besondere Sonata Arctica Sound (im übrigen glasklar abgemischt in den Finnvox-Studios). Dabei bleibt man auf einem hohen musikalischen Niveau und das die ganze Scheibe hindurch, ohne einzubrechen, was man ja nun wirklich nicht häufig findet. Aber der Reihe nach: Der Opener „Abandoned, Pleased, Brainwashed, Exploited“ klingt zwar vom Titel her nicht gerade nach sonderlich viel Spaß, könnte aber als erster Track auf der Platte nicht besser platziert sein, denn das melodische Up-Tempo-Stück mit bestechendem Refrain macht gleich klar, dass die gesamte Scheibe nicht von schlechten Eltern ist. Das danach folgende, balladesk beginnende und sechs Minuten lange, aber bezaubernd klingende „Gravenimage“ drosselt zwar in den ersten Minuten das Tempo mit herrlichen Keyboardspuren etwas, kracht dann aber ebenso rein, um in einen schnellen Song namens „The Cage“ überzugehen, der dem lauschenden Ohr so richtig die Gehörgänge durchputzt. „Silver Tongue“ dann, ist eine Nummer, die einen netten Ohrwurm darstellt, nicht zuletzt dank dem Goldkehlchen am Mikro, denn Sänger und Songwriting-Genie Tony Kakko hat auf „Winterheart’s Guild“ stimmlich und auch schreiberisch alles gegeben. Herausgekommen sind außergewöhnliche und wahrlich angenehm ästhetische Gesangeslinien und 10 grandiose Songs. Doch weiter im Text: Das fünfte Stück „The Misery“ ist für mich persönlich der Höhepunkt der Platte. Die verträumte, atmosphärische Halbballade in Mid-Tempo ist einfach nur noch schön und erhält durch den Gastauftritt von Stratovarius-Sänger Jens Johansson, der dem Stück mit seiner charismatischen Stimme noch mehr Zauber verleiht, einen ganz besonderen Charme. Das darauf folgende „Victoria’s secret“ beginnt mit einem Knüppel-Intro und entwickelt sich recht schnell zu einem melodischen Power Metal-Song in bester Manier. „Champagne Bath“ klingt nach einen prickelnden Vergnügen und ist es dank viel melodischer Energie auch. „Broken“ tritt danach in die selben Fußstapfen und stellt ein Stück dar, das live dank extrem einprägsamen und mitreißenden Sangeslinien und einem eingängigen Sound eine echte Bank sein dürfte. „The ruins of my life“ klingt folgend ebenso brachial und ist nur so zum Mitsingen geschaffen. Das Schlussstück „Draw me“ schraubt das Tempo dann wieder auf ein gemütliches Maß herunter und beschließt eine grandiose Scheibe mit einer erneuten, grandiosen Sangesleistung von Tony Kakko. Für die Zusammenfassung bleibt ein wahnsinnig gutes Hammer-Album, das nicht nur Power Metal-Fans in seinen Bann ziehen dürfte. Eine der besten Scheiben, die ich in den letzten Monaten gehört habe und wenn sich Sonata Arctica damit nicht im Metal-Himmel verewigen, dann vergrabe ich meine ganzen Metal-CDs im Garten, laufe im Schlafanzug durch die Stadt und höre nur noch HipHop – ihr habt mein Wort!

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15.04.2003

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