Funker Vogt - Survivor

Review

Zwei Jahre nach ihrem letzten regulären Fulltime-Album „Maschine Zeit“ – klammern wir mal die Remix Doppel-CD „t“ aus – ziehen Funker Vogt erneut in den elektronischen EBM-Krieg. Trotz Ärger mit diversen Plattenfirmen und Dauernörglern bezüglich Musik & Image der Band haben die Hamelner bis heute jede Schlacht überlebt – so ist der Titel des neuen Albums „Survivor“ auch als Synonym für das „Überleben“ der Band zu verstehen. Machten die Hamelner auf ihren ersten Releases quasi keine Gefangenen und dominierten hier noch fast bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Vocals und wütend-hämmernde Beats, haben sich spätestens seit „Maschine Zeit“ die Verhältnisse etwas geändert. Melodien und der überwiegend klare Gesang von Jens Kästel ergänzten nun die weiterhin monoton-aggressiven Elektrobeats. So waren „Maschine Zeit“ und auch die Maxi-CD „Subspace“ überraschend eingängige Releases, die der Band auch beachtliche Erfolge in den DAC-Charts bescherten. Auch auf „Survivor“ verlassen Funker Vogt diesen Weg nicht, ohne dabei jedoch einen Klon des Vorgängers abzuliefern. Dafür sorgen vor allem das düstere „Compulsions“ sowie der Einsatz des Live-Gitarristen Thomas Kroll im Rahmen der Tracks „Fallen Man“ und dem mit 12 Minuten etwas überlangen „Red Queen“. Doch keine Angst, der Einsatz der Gitarre hält sich in Grenzen und im Mittelpunkt stehen auch auf „Survivor“ wieder stampfende Elektrotracks. So bietet das Album genügend neues Material für die Clubs – stellvertretend seien hierfür die Tracks „This world“, „History“, „Prisoners of war“ oder das deutschsprachige „Lügner !“ genannt, bei denen Härte und Melodik sich auf wunderbare Art und Weise ergänzen. Klar, man könnte auch bei „Survivor“ wieder mit Begriffen wie „Stagnation“ und „anspruchsloses Gehämmer“ kommen, doch wie schon mein Kollege Azazel vor 2 Jahren schrieb: „Funker Vogt verstehen sich nun mal nicht als diejenigen, die die Höhe der Messlatte für die anspruchvollsten Elektro-Arrangements festlegen“. Als Fazit daher: Wer bisher nichts mit Funker Vogt anfangen konnte, wird dies auch nach „Survivor“ nicht tun und möge bitte nicht mit den üblichen und ausgelutschten Vorwürfen an die Band ankommen. Für alle anderen ist auch „Survivor“ wieder ein absoluter Pflichtkauf und ein würdiger Nachfolger für „Maschine Zeit“ ! Das Album erscheint übrigens in insgesamt 3 Versionen, Details hierzu erfährt man auf der Funker Vogt-Homepage (www.funkervogt.de).

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20.10.2002

Der metal.de Serviervorschlag

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