Grave Digger - Liberty Or Death (Re-Release)

Review

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GRAVE DIGGER feiern 2020 ihr 40. Jubiläum. Nachdem die Band ein neues Album namens „Fields Of Blood“ sowie auch Neuauflagen von „The Grave Digger“ und „Rheingold“ veröffentlichte, steht nun der Re-Release von „Liberty Or Death“, welches ursprünglich 2007 rauskam, an. Wieder im schicken Digipack via Metalville, mit Liner Notes von Chris Boltendahl. Das Album folgte damals „The Last Supper“ von 2005.

„Liberty Or Death“ – unterbewerteter Stahl mit Boltendahl

Auch „Liberty Or Death“ folgte, wie viele andere Werke der Stahlschmiede GRAVE DIGGER, einem Konzept, in diesem Fall geht es um einstige Freiheitsbewegungen, inspiriert von „Freiheit oder Tod“ von Kazantzakis. Verglichen mit der Mittelalter-Triologie oder auch „Rheingold“ ging aber „Liberty Or Death“ etwas in der allgemeinen Wahrnehmung unter. An der Musik kann es allerdings nicht liegen, denn auch hier hielten GRAVE DIGGER an ihrem ureigenen Teutonenstahl-Stil in minimal variierter Form fest. Das sind fette Gitarren, groovende Rhythmen meist im mittleren Tempi, griffige Melodiebögen, hymnische Refrains, einprägsame Gesangslinien. Klischee, aber immer mit Stil.

Die kraftvoll krachenden und dabei wunderbar bodenständigen Riffs Marke Manni Schmidt wurden auf „Liberty Or Death“ durch stimmige Keyboards ergänzt, die hier verstärkt zur Untermalung zum Einsatz kamen, ohne den Heavy Metal weichzuspülen, dafür alles ein wenig epischer. Sonst wartet das Album mit keinen großartigen Überraschungen auf, abgesehen vielleicht vom Dudelsack bei „Highland Tears“. Weitere Höhepunkte sind der wuchtige Titelsong als Opener mit erdigen Metal-Riffs, düsterer Atmosphäre, einigen Tempowechseln und ausklingendem Pianomotiv, der marschierende, hymnische Ohrwurm „Silent Revolution“, der krachende, nach vorne preschende Banger „Ocean Of Blood“ und das mit orientalischem Ambiente verzierte, schleppende „Massada“, das dann nochmal etwas stilistische Abwechslung in „Liberty Or Death“ bringt. Als Bonussong gibt es die schwere, dezent epische Ballade „Ship Of Hope“.

„Liberty Or Death“ – jetzt aber!

Fans von GRAVE DIGGER haben entweder „Liberty Or Death“ bereits, und falls nicht, dann steht einem Kauf nun nichts mehr im Wege. Großartige Neuerungen findet man hier nicht, aber starken, bodenständigen Heavy Metal in gewohnter Qualität

28.10.2020

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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