Grave Digger - Rheingold

Review

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Grave Digger sind ja nun schon seit mittlerweile 20 Jahren eine feste Institution in der deutschen und auch internationalen Metal-Szene und bereichern den Musikmarkt in Form von soliden Platten auf hohem Niveau in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Auch das Jahr 2003 bleibt von einer neuen Scheibe der Totengräber nicht „verschont“ und so dringen heuer die Klänge von „Rheingold“ an geneigtes Hörerohr. Diesmal hat man sich die Nibelungen-Sage, ihres Zeichens bekannteste deutsche Sage, in vertonter Form von Richard Wagner vorgeknöpft, noch mal neu überarbeitet und geringfügig umgeschrieben. Ich weiß zwar nicht, ob Wagner von dem Ergebnis sonderlich beigeistert wäre oder ob er sich vor Schreck in seinem Grab umdrehen würde, aber bei Grave Digger Fans und auch anderen Musikliebhabern dürfte „Rheingold“ wohl durchaus punkten können. Musikalisch wird zwar nichts wirklich Neues im Grave Digger-Universum geboten, aber eine Stagnation wird durch spannenden Einfallsreichtum seitens der Musiker durchgängig vermieden und so schafft es auch „Rheingold“ eine eigene Identität zu entwickeln, was durchaus unter anderem auf die Sagen-Vorlage zurückzuführen ist. So kommt es wohl auch, dass „Rheingold“ schimmert wie sein Namensgeber (aber längst nicht so weit unter Wasser liegt…), denn um für Abwechslung zu sorgen, hat man sich als Gastmusikanten u.a. Das Letzte Einhorn der Mittelalterrocker von In Extremo an Bord bzw. ins Studio geholt. Das Resultat ist ein Mittelalter-Touch, der „Rheingold“ mehr anhaftet als jeder anderen Grave Digger-Platte zuvor. Geboten wird aber auch weiterhin alles, was das Heavy-Metal-Herz begehrt und wofür der Name Grave Digger steht. Eingängige Songs mit Mitgröhl-Refrain, ausgefeilte Melodien, stampfende Rhythmen und was nicht noch alles. Besonders Nummern wie „Maidens of war“, „Murderer“ oder „Twilight of the gods“ dürften beim Publikum gut ankommen, können sie den Hörer mit ihrem prägnanten Gitarren-Riffs doch richtiggehend mit sich wegreißen. Wer also auszieht, um Siegfrieds untergegangenes Gold im Rhein zu suchen, der sollte neben einem gut gewetzten Schwert diese Platte unbedingt im Gepäck haben!

22.05.2003

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Grave Digger auf Tour

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5 Kommentare zu Grave Digger - Rheingold

  1. Anonymous sagt:

    Ein typisches Grave Digger Album. Soundtechnisch kehrt man dem düsteren, innovativeren Vorgänger den Rücken, und knüpft dort an wo die Mittelalter Triologie aufgehört hat. Wenig Wagner, viel Metal, ein hyterisch kreischender Chris Boltendahl – passt! Mit "Valhalla" und "Dragon" sind auch wieder zwei Nummern dabei, die das Zeug haben Highlights in der Livesetlist zu werden. Erste Verschleisserscheinungen bleiben zwar nicht aus, dennoch ist mir die Scheibe immer noch 8 Punkte wert.

    8/10
  2. Anonymous sagt:

    Das Album rult wieder wie die Sau! Bin total begeistert und finde es ist der perfekte Nachfolger zu "The Grave Digger"! Grave Digger sind so ziemlich die einzige Band neben Nevermore, die mich im genre Power Metal noch begeistern. Spielerisch mögen zwar viele bands es faust dick hinter den Ohren haben, aber der Gesang ist mir oft zu schwul! Und immer Doublebass ist auf dauer auch langweilig, aber bei Grave Digger ist das alles etwas anders. da kicken die Songs einfach!

    9/10
  3. funnybunny sagt:

    Ich finds ja gut, dass zumindest auf dieser Seite Grave Digger Alben (siehe Excalibur) auch mal über 8 Punkte bekommen, doch die Wertung für Rheingold ist zu niedrig, es ist much better als Grave Digger und meiner Meinung nach auch als Excalibur!

    9/10
  4. Anonymous sagt:

    Es gibt nicht viele Bands, deren CD´s ich ungehört kaufe, aber Grave Digger gehören dazu! Und gerade "Rheingold" ist wieder ein Zeichen für die Klasse dieser Band, die es versteht, seinen eigen Sound und Stil zu behalten und doch nicht jedesmal gleich zu klingen! Die Dudelsäcke aus der Mittelalter-Trilogie wurden einfach durch ein Wagnersches Symphonieorchester ausgetauscht(wodurch das Album meines Erachtens weniger Mittelalterlich als die Vorgänger klingt!), so dass der Grave Digger-Sound durch eine neue Nuance (hoffentlich habe ich das richtig geschrieben) bereichert wird! Meine persönlichen Highlights sind im übrigen das geniale "Sword", "Maidens Of War" und "Twilight Of The Gods"

    9/10
  5. Anonymous sagt:

    Joa, also nach Mittelalter klingt das ganze ja nicht mehr! "Tunes Of War" hatte dieses Flair inne und keine Platte konnte da mehr mithalten, auch "Rheingold" nicht, aber das tut nichts zu Sache! Wieder einmal schaffen es Grave Digger, mich zu überzeugen! Stampfende Gitarren, wunderschöne Solis, ein präzises Drumming, die MARKANTE Stimme von Chris und schon haben wir eine Gravie Digger-Platte! Klar, die Platte hat nichts neues zu bieten, aber die Songs sind recht abwechslungsreich gestalten, und das ist es, was mich auch an einer Platte reizt!

    9/10