Nocte Obducta - Stille – Das Nagende Schweigen

Review

Galerie mit 16 Bildern: Nocte Obducta - Live in Berlin

Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein so ganz großer Nocte Obducta-Fan war, ich mochte ihre Musik, aber das war’s auch schon. Auch nahm ich zur Kenntnis, dass sie live ganz gut waren und das Publikum mitnehmen konnten. Eine gradlinige Black-Metal-Band also, der ich nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkte. Mit „Stille“ zeigt sich der Fünfer jetzt aber in einem ganz anderen Licht, welches ich wirklich nicht von ihnen erwartet hätte. Waren die Vorgänger ein paar deftige Stullen mit ordentlich Butter und Wurst, holen Nocte Obducta nun die kleinen pikanten Partyhäppchen raus, die jede Party bereichern. „Die Schwäne im Moor“ ist der Opener und zugleich auch der ruhigste Track auf der MCD, der mich zwar gleich etwas hilflos suchend umherirren lässt, da ich damit wahrlich nicht gerechnet hätte, aber trotzdem erzeugt er wohlig-warme Schauer auf meinem Rücken. Wenn man sich das Booklet noch dazu nimmt und den Text zu dem ruhigen und cleanem Gesang mitliest, dann wird dieses Gefühl auch noch mal verstärkt. Hier reiht sich auch „Töchter des Mondes“ mit ein, welches ähnlich elegisch beginnt, dann aber einen stärkeren Black-Metal-Einschlag bekommt, der sich auch in erstmals etwas kratzigen Vocals äußert. Jetzt scheint das Eis gebrochen zu sein, denn nun geht es schneller zu Werke und z.B. „Der Regen“ beginnt gleich mit ordentlicher Instrumentierung. Mein Favorit, der mir neben den beiden ersten Songs am besten gefällt, ist allerdings „Vorbei“, da dieser alle Elemente von Nocte Obducta sehr gut kombiniert: Ruhige und schnelle Parts, keifende Vocals, die typischen Lyrics. Hier scheint alles zu stimmen. Sicherlich ist „Stille – Das nagende Schweigen“ eine sehr mutige Platte, denn entweder man liebt sie oder man hasst sie und kann den Umschwung auf seichtere und melancholische Parts überhaupt nicht nachvollziehen. Mir gefällt dies allerdings sehr gut und ich bin gespannt, wie die nächste Full-Length klingen wird.

22.08.2003

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Nocte Obducta auf Tour

21.05. - 23.05.20metal.de präsentiertDark Troll Festival 2020 (Festival)Empyrium, Nocte Obducta, Black Messiah, Obscurity, Helheim, Wolfchant, Agrypnie, Helsott, Galar, Dark Seal, Grimner, Baumbart, Cân Bardd, Crom, Ellende, Khors, Ruadh und TotenwacheBurgruine Schweinsburg (Bornstedt), Bornstedt

5 Kommentare zu Nocte Obducta - Stille – Das Nagende Schweigen

  1. crippled fluffy catcat sagt:

    huch, das ist black metal? wie auch immer… hin wieder blitzen sogar gute ideen in dieser öden musik auf und die texte sind teils auch ganz nett, deshalb will ich mal nicht zu streng sein…

    6/10
  2. Anonymous sagt:

    Auch schon die vorherigen Alben waren großartig. Jedoch waren die ruhigeren, melancholischen Parts eher im Hintergrund. Doch mit diesem Album zeigen sie klar das sie auch "anders" können ohne ihre Wurzeln zu vergessen … wunderbare Texte, wunderbare Melodien, einfach eine rundum gelungene CD !

    10/10
  3. Anonymous sagt:

    Spitzen MCD, die Hunger auf mehr macht! Mein Favorit ist "Der Regen", da dieser Song irgendwie sehr mächtig daher kommt!

    9/10
  4. Anonymous sagt:

    Die Tiefe der Musik habe ich für meinen Teil erst nach mehrmaligem Hören wirklich wahrgenommen. Dann nämlich öffnet sie sich wie eine kleine schwarze Blume, und man wird in ihren Bann gezogen, bevor man protestieren kann. Super Scheibe, Super Band. Dennoch "nur" 8 Punkte, da es schon fast unverschämt ist, lächerliche 35 Minuten zum normalen Albenpreis zu verscherbeln.

    8/10
  5. nebelfrost sagt:

    Wie so oft für diese Band: Höchstwertung!

    10/10