Nocte Obducta - Taverne (In Schatten Schäbiger Spelunken)

Review

Galerie mit 16 Bildern: Nocte Obducta - Live in Berlin

Nocte Obducta wurden in ihrer noch jungen Vergangenheit von der Presse stets mit dem Prädikat „featuring members of Agathodaimon“ abqualifiziert. Dabei waren die betreffenden Personen, Schlagzeuger Matthias, sowie Bassist Sathonys niemals am Songwriting der Band beteiligt und auch sonst besteht zwischen den beiden Bands ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Spätestens jetzt, mit der Veröffentlichung ihres Zweitwerks Taverne, welches den stattlichen Untertitel „In Schatten schäbiger Spelunken“ trägt, sollten sich Nocte Obducta also von diesem auferlegten Image lösen können. Denn was die Herren um Frontmann Marcel Vampallens Traumschänder (eigentlich ein ganz netter Kerl…) auf oder besser gesagt in der Taverne so alles anstellen, ist in der Tat doch sehr beeindruckend. Dieses Album vereint die typische, komplexe Mixtur aus Aggression und Melancholie mit einigen wenigen leicht untypischen Einflüssen, ohne jedoch jemals die Griffigkeit und Urgewalt einer Black Metal Band zu verlieren. Im Vergleich zum Vorgänger Lethe: Gottverreckte Finsternis, fällt vor allem auch der druckvolle und klar produzierte Sound auf, für den die Steinberger Studios (Weissglut, Agathodaimon, Bluttaufe) verantwortlich zeichnen. Ansonsten ist man aber den Wurzeln treu geblieben und geht lyrisch ähnlich unkonventionell zu Werke wie bei dem alten Material. Titel wie „Prinzessin der Nachtschatten“ oder „Die Ratten im Gemäuer“ unterstreichen, daß man es bei Nocte Obducta nicht mit einer herkömmlichen Band zu tun hat. Wenn ich letztendlich nun doch noch mal einen Vergleich zu Agathodaimon ziehen müßte, so würde ich Taverne, Higher Art of Rebellion auf jeden Fall vorziehen, denn dieses Album besitzt ganz einfach mehr Energie und schlichtweg großartige Ideen, die auch endlich mal adäquat umgesetzt wurden. Eine geniale Scheibe! Pure fuckin‘ Metal – Pure fuckin‘ Darkness !

02.02.2000

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6 Kommentare zu Nocte Obducta - Taverne (In Schatten Schäbiger Spelunken)

  1. Black Angel 666 sagt:

    Wow !! Eine der genialsten, fetteste BM-Produktionen seit letzter Zeit. Dieses Scheibe ist der absolute OBERKRACHER !!!! TAVERNE sollte sich kein BM-Fan entgehen lassen. Die wenigen Mankos: Der Gesang von HEXER wurde viel zu leise aufgenommen, und die vielen Zwischenparts von NOVEMBER gehen einem auf die Nerven. Ansonsten lupenreiner, genialer BM. Unbedingt zugreifen !!!

    9/10
  2. Vrolok sagt:

    Beim ersten hören war dieses Album ja noch ganz lustig, doch schon beim zweiten mal mußte ich das Teil schon nach zehn Minuten ausmachen……uuuhh!! Es ist schon erstaunlich wie Nocte Obducta es fertigbringen die meisten Stücke zu ruinieren….einzelne Songteile sind echt gut, aber dann kommt wieder ein Müll…. Ich habe einfach keine Lust vorm CD-Player zu hängen und immer zu den guten Teilen der Lieder zu spulen. "Die Ratten im Gemäuer" und "November" sind die einzige Titel die ich mir komplett anhören kann.

    3/10
  3. eternity sagt:

    Black metal at its best, was nocte obducta hier abgeliefert hat ist echt genial, richtig schön böse stimme, geile riffs schwarzer herz was willst du mehr, naja vieleicht ein oder zwei songs aber egal.

    9/10
  4. grimm sagt:

    strunz langweilig! 5 p. – grimm

    5/10
  5. Anonymous sagt:

    Maul halten 🙂 …da ’nemmer dii neuuun!

    9/10
  6. nebelfrost sagt:

    Eine wirklich gute Platte aus den Anfangstagen der Band. Bei späteren Werken erkennt man aber noch eine deutliche Steigerung. Aber hier merkte man bereits die großartige Genialität und Meisterlichkeit der Band. Ein Klassiker! Genau wie Galgendämmerung, bekommt auch Taverne von mir ein 8/10.

    8/10