Opeth - Garden Of The Titans (Opeth Live at Red Rocks Amphitheatre)

Review

Galerie mit 24 Bildern: Opeth - Sorceress Tour 2016

OPETH erweitern mit „Garden Of The Titans (OPETH Live at Red Rocks Amphitheatre)“ – so der vollständige Titel dieses Albums – die Reihe ihrer qualitativ hochwertigen Live-Veröffentlichungen. Nach dem besonderen 2010er-Release „In Live Concert At The Royal Albert Hall“, das die Band in eben dieser Royal Albert Hall in London zeigt, geht es bei „Garden Of The Titans“ wieder raus auf die große Bühne, namentlich die Bühne des Red Rocks Amphitheaters in Denver, Colorado, USA.

OPETH mögen den besonderen Auftritt

Dabei zeigt sich bei der Wahl dieser Location einmal mehr das Faible der Band besondere Orte für ihre Auftritte zu wählen, die nicht unbedingt dem „klassischen“ Metal-Umfeld entstammen oder etwas aus dem Rahmen fallen. Das Red Rocks Amphitheatre diente bereits Künstlern wie THE BEATLES, JIMI HENDRIX, RUSH und THE GRATEFUL DEAD als Bühne – eine Riege, in der sich ein Herr Åkerfeldt sicherlich sehr wohl fühlt und gern einreihen lässt. Neben einer tollen Atmosphäre trumpft das Amphitheater mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt Denver auf – ein Eindruck, den die visuelle Präsentation schön einfängt.

Akustisch gibt man sich erwartungsgemäß keinerlei Blöße: Der Sound von OPETH erhält zwar etwas mehr Hall, was den Songs allerdings eine ungewohnte Weite und Fülle verleiht. Die Nutzung eines 5.1-Sounds, den die Earbook-Version anbietet, ergibt an dieser Stelle also durchaus mal Sinn.

„Windowpane“ in der dargebotenen Version erreicht dadurch eine fantastische Intensität, das Finale von „Heir Apparent“ klingt zerbrechlich und melancholisch – auch „Cusp Of Eternity“ und der Eröffnungssong „Sorceress“ machen richtig Spaß. Sofern man bei den eher nüchternen und reduzierten Auftritten von OPETH von Spielfreude sprechen kann, ist diese an diesem Abend merklich zu erkennen. Hinzu kommen ein paar der berühmt-berüchtigten Åkerfeldt-Ansagen, die den Live-Auftritten von OPETH die besondere Würze verleihen und das Publikum aus ihrer Andacht reißen.

„Garden Of The Titans“ ist auch eine Best-Of

Die Zusammenstellung der Setlist deckt die Diskographie von OPETH ansonsten sehr weitreichend ab. Die zehn Songs auf „Garden Of The Titans“ entstammen immerhin acht Studioalben. In dieser Auswahl sollte für Freunde jeder Schaffensperiode von OPETH etwas dabei sein, schreckt man schließlich auch vor den eigenen Frühwerken wie „Demon Of The Fall“ nicht zurück.

Auch wenn man auf die typische „Tourleben-Doku“ als Bonusmaterial verzichtet (allerdings ist dies abzurufen über Youtube als Teaser zum Album): „Garden Of The Titans“ ist eine runde und reife Angelegenheit. Eine lohnende Anschaffung für jeden OPETH-Fan – und auch vorzüglich geeignet, sich einen Überblick über das bisherige Schaffen der Band im Sinne einer „Best-Of“ zu verschaffen.

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21.10.2018

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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