Opeth - Damnation

Review

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Die beiden Alben “Deliverance” und “Damnation” von OPETH waren eigentlich als Doppelalbum konzipiert und somit auch als gemeinsame Veröffentlichung geplant. Ihr damaliges Label Music For Nations entschied sich allerdings aus verkaufsstrategischen Gründen dazu, beide Teile voneinander zu trennen und in Folge dessen separat zu veröffentlichen.

Steven Wilson von PORCUPINE TREE übernahm bei den Aufnahmen die Regie und griff OPETH sozusagen unter die Arme, was man den Alben nicht nur deutlich anhört, sondern ihnen einen zusätzlichen Anreiz verschafft.
“Damnation” beinhaltet acht Songs, die von der Spielzeit her relativ kompakt gehalten wurden. Zwischen vier und knapp acht Minuten pendeln sich die Stücke ein und zeigen OPETH von einer eher feinfühligen, ruhigeren Seite. Einzelne Parts werden nur soweit ausgereizt, wie es der jeweilige Song und die Vielfalt an Abwechslung benötigt, denn OPETH sind auf “Damnation” äußerst progressiv und vielseitig.

Als sollte der Kontrast sofort ins Auge, bzw. Ohr stechen, beginnt “Windowpane” sehr entspannt und verhalten und besticht mit einem vorzüglichen Mittelteil, der tatsächlich ein wenig an PORCUPINE TREE erinnert, was vermutlich an der Zusammenarbeit mit Steven Wilson liegt. Bei “In My Time Of Need” dominieren akustische Klänge und selten habe ich OPETH so zurückhaltend und dennoch leicht zugängig erlebt. Im selben Muster geht es mit “Death Whispered A Lullaby” weiter. Akustikgitarren stehen im Vordergrund, die nur von Melodieläufen und im Solopart elektrisch ergänzt werden. “Closure” zeigt dann erstmalig eine leichte Kantigkeit, die durch einen schräg wirkenden Tonlauf der Gitarre erzeugt wird. Der Song ist sehr progressiv gehalten und beinhaltet einige überraschende Wendungen und Partwechsel. Mit “Hope Leaves” wird die progressive Schlagseite noch erweitert und perfektioniert; wohlgemerkt dominieren immer noch akustische Klänge. “To Rid The Disease” bedient dann erneut die eingängige und lockere Herangehensweise, während “Ending Credits” ein reines Instrumentalstück mit entspannter Verspieltheit ist. Das ruhige, verhaltene und instrumental sehr reduzierte “Weakness” bildet den Abschluss und lässt das Album dann sanft ausklingen.

“Damnation” ist das passende Pendant zu “Deliverance”. Hervorzuheben ist auch, dass Mikael Åkerfeldt ausschließlich mit klarer und weicher Stimme singt; der harte Gesang wird vollkommen außen vor gelassen. Musikalisch hat Steven Wilson auf diesem Album vermutlich noch mehr Einfluss gehabt, als auf dem Gegenstück, denn “Damnation” klingt objektiv betrachtet weniger nach OPETH als alles, was diese Band zuvor gemacht hat, was an dieser Stelle positiv gewertet sein soll.

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02.02.2011

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