Saxon - Innocence Is No Excuse

Review

Galerie mit 4 Bildern: Saxon auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Mitte der 80er, als „Innocence Is No Excuse“ veröffentlicht wurde, hatten SAXON die stärksten Alben bereits hinter sich gelassen. Das lag auch daran, dass sich der ureigene Stil ab „Crusader“ etwas kommerzialisierte. Der typische SAXON-NWoBHM-Touch wurde zu der Zeit mehr in Richtung des airplay-tauglichen Hard Rock verschoben.
Das heißt aber nicht, dass „Innocence Is No Excuse“ keine starken Songs enthielt. Das knackige „Rock’n’Roll Gypsy“ oder das episch-intensive „Broken Heroes“ zählen zweifelsohne zu den besten Songs der Briten überhaupt. Auch „Back On The Streets“ oder „Everybody Up“ sind klasse Rocker. Doch dieses Niveau wurde nicht über das gesamte Album gehalten. Es schlich sich doch der ein oder andere Filler ein.

Wie bereits einige andere SAXON-Releases zuvor, erfährt auch „Innocence Is No Excuse“ nun im Rahmen von EMIs Neuauflagen-Serie eine Wiederveröffentlichung, die mit reichlichem Bonus-Material aufgepeppelt wurde. Neben den zehn regulären Tracks, finden sich auf diesem Re-Release sieben weitere Songs, die die Spielzeit auf beachtliche 77 Minuten strecken.
Den Beginn dieser Bonus-Tracks macht ein 12″-Club-Mix von „Back On The Streets“. Das energievolle „Live Fast Die Young“ und das groovige „Krakatoa“ waren einst Singles-B-Sides von „Back On The Streets“ bzw. „Rock’n’Roll Gypsy“. Ein live-Medley aus vier älteren Tracks entspringt ebenfalls der Single-B-Side von „Rock’n’Roll Gypsy“. „Gonna Shout“ und „Devil Rides Out“, zwei der regulären Album-Tracks sind ebenfalls noch mit Live-Mitschnitten vertreten. Den Bonus-Track-Reigen beschließt derselbe Song, der ihn auch einleitete: diesmal ist es eine Live-Version von „Back On The Streets“ aus BBC In Concert Hammersmith 1985.

„Innocence Is No Excuse“ ist eine Scheibe, die trotz kleiner Schwächen das Genre-Mittelfeld schon klar hinter sich lässt. Nur kam sie an die Band-Klassiker wie „Strong Arm Of The Law“ oder „Denim And Leather“, die mit Recht im Bereich der Höchstnoten rangieren, halt nicht annähernd ran, woraufhin mancher bei einer Kaufentscheidung sich vielleicht anderen Alben zuwandte. Ins CD-Regal eines SAXON-Anhängers gehört „Innocence Is No Excuse“ freilich trotzdem, und dieses Release mit den Bonus-Tracks hat einige neue Argumente für eine Anschaffung zu bieten.

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04.02.2010

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