Saxon - The EMI Years (1985 - 1988)

Review

Galerie mit 4 Bildern: Saxon auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

SAXON sind live zwar immer eine Bank und haben in ihrer Karriere sicherlich weniger als fünf miese Konzerte abgeliefert. Auf dem Plattenteller sah das aber mitunter auch schon anders aus. Nicht, dass die Band um Frontmann Biff Byford jemals einen kompletten Rohrkrepierer abgeliefert hätte, aber zumindest Mitte der Achtziger, als die Band bei der EMI unter Vertrag stand, waren SAXON teilweise doch etwas orientierungslos. Die drei unter dem EMI Banner veröffentlichten Alben “Innocence Is No Excuse”, “Rock The Nations” und “Destiny” werden nun in einer Box neu aufgelegt.

Als Bonus – und besonderen Kaufanreiz – liegt “The EMI Years (1985 – 1988)” eine CD bei, die einen Gig der Band aus Jahr 1985 enthält und im altehrwürdigen Hammersmith Odeon aufgenommen wurde. Da die hier enthaltenen regulären Alben von SAXON erst in den letzten Jahren alle Wiederveröffentlicht wurden und zudem identische Bonustracks enthalten, verweise ich an dieser Stelle auf die Reviews zu “Innocence Is No Excuse”, “Rock The Nations” und “Destiny”, die bereits bei uns auf der Seite stehen. Hier soll es nun ausschließlich um das bislang unveröffentlichte Konzert aus dem Hammersmith Odeon gehen.

Wie erwähnt, sind SAXON bei Liveauftritten nach wie vor eine Bank und das war natürlich auch 1985 nicht anders. Aufgenommen im Rahmen der ‘BBC In Concert’-Reihe zeigt dieses Live-Dokument, SAXON in bestechender Form. Biff ist super drauf, scherzt ausgiebig mit dem Publikum und ist gut bei Stimme. Die restlichen Musiker spielen perfekt zusammen, zeigen SAXON in bestechender Form und das Publikum heiert seine Helden ab. Der Sound ist recht roh belassen worden, so dass (damals) aktuelle Songs wie “Back On The Streets” oder “Broken Heroes” etwas härter als auf “Innocence Is No Excuse” daher kommen. Daneben stehen Klassiker, die auch heute noch zu den Höhepunkten einer jeden SAXON-Show gehören. “Princess Of The Night”, “And The Bands Played On” oder “Power And The Glory” sind als Studioversionen alles andere als Weichspüler, profitieren aber wie die aktuellen Songs von dem rohen Livesound und wirken dadurch verglichen mit den Albumversionen ungezügelter. Das wiederum ist auch der Spielfreude der Band zu verdanken. Ein absolut lohnendes Live-Dokument für Altfans, wie auch für Neueinsteiger.

Unter dem Strich ist “The EMI Years (1985 – 1988)” allerdings nur für diejenigen wirklich interessant, die die remasterten Originalalben noch nicht im Schrank stehen haben. Zugegeben, man bekommt zwar vier Tonträger und ein nettes Booklet, aber die Box steht zum Vollpreis in den Läden und deshalb dürften Altfans wohl eher zögern, als begeistert zugreifen. Für Neueinsteiger ist “The EMI Years (1985 – 1988)” allerdings genauso zu empfehlen, wie das erste Boxset “The Carrere Years (1979 – 1984)”, welches alle frühen Bandklassiker enthält.

16.06.2012

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