Turboslash - Speed

Review

Die Witterungslage ist grau und regnerisch, da hilft ein bisschen Miami-Strandpromenaden-Gutelaune-Sonne, um das Gemüt aufzuhellen. Ebensolche Stimmung liefern TURBOSLASH mit dem „SynthOrDie!“-Album des Monats Februar: „Speed“ ist Sommer, Sonne, 1980er-Vibes – aber auch ein bisschen Adrenalin und ein Clint Eastwood-Look-alike auf dem Albumcover.

„Speed“ ist ein echter Allrounder

Was TURBOSLASH richtig gut machen: Gewohntes und Gutes gekonnt kombinieren. Die stilistische Bandbreite von „Speed“ ist beachtlich. „GodMode Domination“ gibt sich etwas düsterer und brachialer (ohne soweit zu gehen direkt von Darksynth sprechen zu wollen), „Power Control“ ist deutlich mehrschichtiger und richtig episch ausgelegt. Der Rausschmeißer „Fading Traces“ shredded dazu ganz fröhlich vor sich hin: Ohnehin ist der gelungene Einsatz der elektronischen Gitarre (auch in „Road Rage“ und „Spectral Impact“) absolut positiv hervorzuheben – hier macht „Speed“ ordentlich Spaß.

Dazu kommen mit dem Opener „Far Away“ oder „Endless Way“ Titel, die dank der stimmlichen Prägung durch Sängerin Polina Mikhailina herausstechen. Highlight ist aber wohl das verträumte „Last Dawn“, das Retro-Stimmung, Gesang und Gitarre so passend zusammenfügt, dass sich hieraus sowas wie ein eigenständiger Bandstil entwickeln könnte.

Das dreiköpfige Projekt kombiniert stilsicher, unterhält kurzweilig und sollte damit jedem Synthwave-Fan eine gute Basis zum Anknüpfen bieten. Wer allerdings allzu Revolutionäres oder auch nur Ungewohnt-Spektakuläres sucht, der wird auf „Speed“ wenig überrascht. Aber das ist auch kaum schlimm: TURBOSLASH liefern halt einen klassischen Genre-Allrounder – in allem gut dabei, aber ohne die ganz hohe und durchgehende Klasse eines Spezialisten zu erreichen.

Ein ziemlich ordentliches Debüt von TURBOSLASH

Aber wenn man bedenkt, dass „Speed“ das Debüt des Projektes darstellt, dann ist TURBOSLASH schon ein kleiner Achtungserfolg gelungen. „Speed“ ist ein richtig gutes Genrealbum und liefert einen guten Rundumblick in Sachen Synthwave. Physische Formate des Albums sind über die Bandcamp-Seite zu beziehen. Achtung, Jugendsprache: Gönn Dir.


Kein Metal und trotzdem für viele Metaller interessant: Synthwave. Die elektronische Spielart rund um apokalyptische Endzeit, Palmen in Miami und Neonreklame wird einmal monatlich auf metal.de mit einem ausgewählten Release gewürdigt. Also: Synth Or Die!

25.02.2020

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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