Paradise Lost - The Lost And The Painless

Review

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Alte Kamellen wieder aufzuwärmen und neu vertont und verpackt auf den Markt zu bringen ist ja nicht selten zu beobachten. Ob dies nun künstlerische oder doch eher monetäre Hintergründe hat, sei mal dahingestellt. Ich beäuge es jedenfalls stets kritisch, wenn – exempli causa – die britischen Vorzeige–Jungfern mit dem kultigen Maskottchen die gefühlte fünfhundertste Greatest–Hits–/Best-Of–/Live–Compilation rausbringen, um mit altbekanntem Material ihre treue Anhängerschaft zu beglücken. Etwas unaufdringlicher wird dies von anderen Bands praktiziert, wobei die Death–Doom–/Gothic–Metal–Pioniere PARADISE LOST ja auch schon auf eine recht umfangreiche Diskografie zurückblicken können.

Umfangreiches Edel–Boxset mit altehrwürdigem Material

Nun präsentiert die legendäre Band aus der englischen Grafschaft Yorkshire ein ambitioniertes, breit aufgestelltes Boxset, welches auf den Namen „The Lost and the Painless“ hört. Bestehend aus sechs CDs, einer DVD und einem 92–seitigen Buch ist der logistische Beschaffungsaufwand wohl nicht wesentlich geringer als der finanzielle, denn schlappe 70 bis 80 Tacken muss man je nach Anbieter schon hinlegen, wenn man an dem monumentalen Werk interessiert ist.

Exakt 30 Jahre nach dem Erscheinen des legendären, stilprägenden Albums „Gothic“ beschäftigt sich die Compilation mit den essenziellen Anfangsjahren von PARADISE LOST. Neben einer CD mit den Demos „Paradise Lost“ (1988) und „Frozen Illusion“ (1989) gibt es die richtungsweisenden Alben „Lost Paradise“ (1990), „Gothic“ (1991) sowie die EP „Gothic“ (1994) in remasterter Fassung zu hören. Etwaige Überraschungen wie Bonustracks oder ähnliches gibt es dabei nicht – quasi Dienst nach Vorschrift.

Die CDs fünf und sechs bestehen aus Live-Mitschnitten (unter anderem „Live Death“ und „Live in Ludwigsburg“), ebenfalls aus den ersten Jahren der Band. Auch die DVD – die dem Rezensionsexemplar nicht beilag – enthält insgesamt vier Live–Mitschnitte aus den Jahren 1989 bis 1991 mit entsprechendem Songmaterial. Last but not least wird das Boxset mit einem 92–seitigen Hardcover–Buch, in dem sich der renommierte Musikjournalist Nick Ruskell mit den wichtigen frühen Jahren der Band befasst, abgerundet.

Must–have für Fans von PARADISE LOST und Genre–Historiker

Zweifelsohne ist das Werk ein absolutes Must–have für Fans der britischen Kult–Band. Aber auch diejenigen, die an der evolutionären Geschichte von Subgenres wie Gothic– und Death–Doom–Metal interessiert sind, erhalten hier einschlägiges Anhörungsmaterial. Hier gibt’s aus meiner bescheidenen Sicht nicht viel zu meckern, d. h. man bekommt das, was draufsteht. Der Sound der remasterten Bestandteile wurde natürlich zeitgemäß aufgepeppelt und klingt satt und druckvoll – halt so, wie es sein sollte. Das vintagemäßig anmutende Live–Material klingt dagegen rau und ungehobelt, was bei 30 Jahre alten Aufnahmen aber schon mal vorkommt und hier ohnehin zu der Musik passt. Lange Rede, kurzer Sinn: Echte Fans kommen definitiv auf ihre Kosten. Alle anderen machen mit der Anschaffung wahrscheinlich auch nicht viel falsch, sofern der Blick auf das Preisschild der Box nicht zu sehr abschreckt.

Text von Christian Flack

13.12.2021

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