Summer Breeze Open Air
Der große Festivalbericht 2025

Konzertbericht

Billing: Gutalax, Coffin Feeder, Hellripper, Gutslit, Múr, In Extremo, Borknagar, Aephanemer, Frayle, Dimmu Borgir, Sólstafir, Sunken, Warmen, Hanabie., Benighted, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Hideous Divinity, Within Temptation, Gojira, Iotunn, Septicflesh, Cult Of Luna, Kanonenfieber, Turbobier, Tabernis, Donots, Unleashed, Evil Invaders, Blind Guardian, Wardruna, Static-X, Heavysaurus, Wind Rose, Vader, Extermination Dismemberment, Beast In Black, Suffocation, Machine Head, Primordial und Blasmusik Illenschwang
Konzert vom | Flugplatz, Dinkelsbühl

Samstag, 16.08.2025

Bevor der letzte Tag auf der Mainstage beginnt, begrüßen wir am metal.de-Stand die später auftretenden Protagonisten von HEAVYSAURUS. Die Dinos geben sich in voller Montur die Ehre für eine Fotosession mit ihren – meist natürlich sehr jungen – Fans und deren Eltern. Vielleicht finden es einige deplatziert, wir finden die Nachwuchsarbeit der Band großartig.

HEAVYSAURUS – 12:00, Mainstage

Auf dem Infield ist schon ordentlich was los – auf gutdeutsch gesagt: Es ist bumsvoll vor der Mainstage, als HEAVYSAURUS diese in ihren ulkigen Saurier- (und Drachen-)Kostümen entern und direkt das “Super Monster Auto” vom Zaun lassen. Trotz noch vergleichsweise hoher Temperaturen geht die Action im Infield steil und HEAVYSAURUS ernten haufenweise positives Feedback von Groß und Klein, wenn sie unter Beweis stellen, dass kinderfreundliche Musik nicht gleich kindlicher Abfall sein muss. Denn die Reptiliengruppe um Fronter Mr. Heavysaurus versteht es, große Metal-Hits der Marke “Pommesgabel” mit genügend Gravitas zu inszenieren, dass selbst die Junggebliebenen jede Menge Spaß am kunterbunten, dank Pyrotechnik doch energisch inszenierten “Metal für die ganze Familie” haben.

Galerie mit 20 Bildern: Heavysaurus - Summer Breeze Open Air 2025

WIND ROSE – 16:10, Mainstage

Die Zwerge entern die Main Stage. WIND ROSE verwandeln die Hauptbühne (und damit auch das Infield) für die Dauer ihres Auftrittes in ein zwergisches Bergwerk und zelebrieren ihren typisch für italienischen Power Metal erstaunlich dramatischen, elaboraten Sound. Der Bandklassiker “Diggy Diggy Hole” lässt ja großen Klamauk befürchten, aber tatsächlich liefern die Herren einen erstaunlich komplexen, mit jeder Menge Heldentenören und Zwergenchören bespickten Metal, der seine Abnehmer:innen im Infield  findet. Und natürlich darf der erwähnte Bandklassiker gegen Ende des Sets nicht fehlen, bei dem es für das Publikum, reichhaltig mit aufblasbaren Spitzhackenimitaten bewaffnet, kein Halten mehr gibt.

Galerie mit 27 Bildern: Wind Rose - Summer Breeze Open Air 2025

Old-School-Spielfreude, für die man nie zu alt ist

VADER – 15:45, Wera-Tool-Rebel-Stage

Die polnischen Death-Metal-Veteranen VADER feiern nicht nur ihr 42-jähriges Bandbestehen, sondern auch das 25-jährige Jubiläum ihres Albums „Litany”, das der Band den großen Durchbruch verschaffte. Bei aller Nostalgiefreude klingt ein bisschen Wehmut durch, denn die Platte wurde noch vom verstorbenen Drummer Doc eingespielt. Das Album wird mit dem Opener „Wings” eingeleitet und mit insgesamt fünf Tracks bedacht. Auch sonst meinen es Piotr und Co. an diesem Nachmittag sehr gut mit den Fans und haben viele Klassiker und Evergreens im Gepäck. Außer einem Track von der neuen EP „Humanihility“ geht es oldschool zur Sache, und die Band präsentiert mit viel Spielfreude Granaten wie „Carnal“, „This Is The War“ und das obligatorische „Dark Age“. Insgesamt eine auch bei Tageslicht packende, kraftvolle Show, die zeigt, dass man eigentlich nie zu alt für diese Art von Musik sein kann.

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EXTERMINATION DISMEMBERMENT – 16:35, Wera-Tool-Rebel-Stage

Mit EXTERMINATION DISMEMBERMENT geht es direkt und brutal zur Sache. Die weißrussische Viererband bringt eine überzeugende Mischung aus Slam und Brutal Death Metal und scheut sich auch nicht, den einen oder anderen modernen Effekt einzubauen. Die Band hat die Meute gut im Griff und animiert fortwährend zu Circle- und Moshpits. Sie bringt die Menge vor der Bühne ordentlich zum Springen und ins Schwitzen. So sieht ein beinhartes, nachmittägliches Metal-Workout aus. Songs wie „Terror Domination” oder „Promonemesis” vom letzten Studioalbum „Dehumanization Protocol” sind live echte Killer. Zu harten Beats und dem obligatorischen „Corpsepit” darf auch etwas moderner getanzt und gebangt werden.

Galerie mit 20 Bildern: Extermination Dismemberment - Summer Breeze Open Air 2025

SUFFOCATION – 16:35, T-Stage

Die Amerikaner sind eine Konstante im Brutal-Death-Metal. Auch nach dem Weggang des Kult-Sängers Frank Mullen gibt es keinen Zweifel an der Qualität der Band. Nach einem bereits absolvierten Gig auf dem PSOA die Woche zuvor zeigen SUFFOCATION auch heute, wo der Hammer hängt. Die Band glänzt mit Agilität. Neuzugang Ricky Meyers an den Vocals macht seinen Job authentisch, inklusive typischer Mullen-Gestik, und bringt dazu auch seine eigene Natur auf die Bühne. Die Show ist tight, die Gitarren sind akkurat und Derek Boyer traktiert seinen Bass wieder bis aufs Äußerste. Die Setlist ist eine gesunde Mischung aus Klassikern und aktuellen Songs und sollte niemanden enttäuscht haben. Sie reicht vom „Human-Waste“-Klassiker „Catatonia” über „Funeral Inception” und „Efflgy Of The Forgotten” bis hin zu „Seraphim Enslavement” vom letzten Album. Die Fans vor der Bühne feiern die großartige Show im Moshpit kräftig ab.

Galerie mit 28 Bildern: Suffocation - Summer Breeze Open Air 2025

Ein Feuerwerk von einer Show und ein weiterer Höhepunkt

MACHINE HEAD – 21:15, Mainstage

Als Headliner des Samstags geben sich MACHINE HEAD die Ehre und werden noch einmal für volle Ekstase vor der Bühne sorgen. Die Amerikaner haben gerade ihr aktuelles Album „Unatøned“ veröffentlicht und sind für viele wohl der langersehnte Abschluss des Festivals. Nach der Überprüfung der QUEEN-Tauglichkeit aller Anwesenden, die beim Show-Intro „Bohemian Rhapsody” textsicher mitsingen, beziehungsweise trögen, geht es sofort in die Vollen. Bandkopf Flynn sprüht vor Energie und animiert die Anwesenden durchweg zu Circle Pits – nicht nur zwischen, sondern auch während der Songs. Die Meute folgt ihm aufs Wort und legt vor der Bühne einen agilen Bewegungsrhythmus hin, bei dem es zwischendurch auch zu der einen oder anderen krassen Wall Of Death kommt. Die Bewegung ist immens, die Pyros befeuern die hitgeladene Show und sollten keine Erwartungen enttäuscht haben. Die Setlist ist ein sehr ausgewogener Trip durch die Bandgeschichte und vereint neben immerhin drei Tracks von der aktuellen Veröffentlichung unbändige Klassiker wie „Ten Ton Hammer”, „Is There Anybody Out There” oder „Imperium”. Als schließlich mit „Davidian” auch noch ein Song von „Burn My Eyes“ gespielt wird, ist auch dem Letzten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Galerie mit 32 Bildern: Machine Head - Summer Breeze Open Air 2025

PRIMORDIAL – 22.25, T-Stage

Während MACHINE HEAD die große Bühne zerlegen, wird es episch auf der T-Stage. PRIMORDIAL sind mit zwei Session Gitarristen angereist und werden heute von Gerry Clince und Shauny Cadogan begleitet, was dem Sound aber keinen Abbruch tut, denn PRMORDIAL sind bester Dinge. Sänger Alan ist in Topform, begrüßt die Mange mehrfach mit „fucking cunts“ und wundert sich was das lautstarke Feuerwerk auf der Nachbarbühne zu bedeuten hat. Die Setlist ist großartig und bietet einen sehr ausgewogenen Mix der von „Gods To The Godless“ bis hin zu aktuellen Tracks wie „Victory Has 1000 Fathers“, „Defeat Is An Orphan“ hinreicht. Highlights der Show sind zudem „No Grave Is Deep Enough“, das obligatorische Meisterstück „The Coffin Ships“ und das abschließende „Empire Falls“, das noch einmal gut zum Ausdruck bringt, wie eine großartige Show in reiner Euphorie enden kann.

Galerie mit 25 Bildern: Primordial - Summer Breeze Open Air 2025

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13.12.2025

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1 Kommentar zu Summer Breeze Open Air - Der große Festivalbericht 2025

  1. metal-maniac sagt:

    Irgendwie habe ich es geschafft bis auf Suffocation, Benighted und gojira alles zu umschiffen was hier angesprochen wird 🙈

    Kleine Kritik: Die Anreise-Slots gabs schon letztes Jahr und Extermination Dismemberment haben auch in Schlotheim gespielt aber ihr wart bei Illenschwang 😜