
Opeth, Blood Incantation
Live im Amphitheater von Pompeji
Konzertbericht
Das Konzert von OPETH und BLOOD INCANTATION zieht an diesem Wochenende viele Metalheads nach Kampanien. Bereits auf dem Hinflug nach Neapel enttarnen sich so manche anhand ihrer Shirts und erste neue Kontakte entstehen. Bei der Reputation beider Bands verwundert es zudem nicht, dass für ein solches Ereignis selbst viele Musiker anreisen, um die zwei Ikonen in besonderer Kulisse zu erleben. Gesichtet haben wir unter anderem Mitglieder von ESOTERIC, CRYPTA, FULCI und SHORES OF NULL.
Der Konzertfreitag ist mit 30°C für einen Sommertag am Golf von Neapel „normal“ temperiert. Für nord- und mitteleuropäische Konzertbesucher ist das allerdings eine echte Herausforderung. Doch wer extra für das Event angereist ist, lässt sich davon nicht abschrecken und wandelt vorab ehrfürchtig durch die imposanten Ruinen von Pompeji, so auch OPETH und BLOOD INCANTATION.
Während des Soundchecks ist das Amphitheater noch bis zum unteren Eingang für alle Pompeji-Besucher begehbar und lässt zumindest einen kleinen Einblick in den Innenbereich zu. Kurz vor der Veranstaltung ist das aus logistischen Gründen nicht mehr möglich. Der Zutritt zum „Infield“ des Theaters bleibt später den Konzertgästen vorbehalten. Einige Touristen, die das Theater hauptsächlich wegen seiner Geschichte und der Fotoausstellung zum PINK FLOYD-Konzert 1971 besuchen wollen, ziehen enttäuscht weiter.

Während sich gegen 19 Uhr die Tore für den offiziellen Touristenbesuch in Pompeji langsam schließen, genießen die Metalheads davor noch das eine oder andere Kaltgetränk. Die Preise sind zwar gepfeffert, aber nennen wir es – angesichts der Lage, der Atmosphäre und des bevorstehenden Ereignisses – einfach mal ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der offizielle Einlass ist für 19:30 Uhr angesetzt. Das bedeutet einen Zeitrahmen von etwa 45 Minuten für die 2.000 Besucher, um ihre Plätze aufzusuchen und einzunehmen. Der Zugang funktioniert reibungslos, es gibt keine größeren Verzögerungen. Nach Betreten des Geländes gibt es für viele Enthusiasten kein Halten mehr, um an den bereits völlig überfüllten Merchandisestand zu gelangen. Die Schlange ist riesig, aber die OPETH-Eventshirts (für schlappe 50 Euro) will sich kein Die-Hard-Fan entgehen lassen. Die Merchandiser kommen dem Ansturm nur schwer nach. Wie sich später herausstellt, ist ein Besuch des Merchstands nach Durchqueren der Sicherheitskontrollen bis zum Konzertende auch gar nicht mehr möglich.
An Getränke zu kommen, gestaltet sich etwas schwierig. Pro Person sind (nur) 0,5 Liter Wasser erlaubt. Die Schraubverschlüsse unserer Flaschen werden vom Personal entfernt. Trinkwasser zum Nachfüllen gibt es an zwei Hähnen in der Nähe der Sicherheitskontrollen, wo sich auch die WCs befinden. Es gibt zwar eine Bar gegenüber des Amphitheaters. Sie ist allerdings so schlecht beschildert, dass wir erst nach dem Konzert überhaupt davon erfahren. Wer sie gefunden hat, muss laut Erfahrungsberichten aber lange für sein Getränk anstehen. Und das bedeutet auch, dass man für menschliche Bedürfnisse immer Theater und Event verlassen muss und somit das Risiko eingeht, das geschichtsträchtige Ereignis teilweise zu verpassen. Entsprechend groß ist der Andrang zur Flüssigkeitszu- und -abfuhr zwischen den Bands.
Der Zugang zum Anfiteatro romano di Pompei führt über eine Brücke, an deren Ende sich die eindrucksvolle Sicht auf die Außenmauern der Spielstätte eröffnet. Viele Handys, viele Selfies, staunende Gesichter – der Anblick erzeugt wahre Begeisterung. Durch einen kleinen Tunnel gelangen wir ins Innere, wo sich in der Mitte die Stühle in vier Blöcken buchstäblich aneinanderreihen. Ein paar Sitze gibt es auch auf den steinernen Rängen, aber das Gros des Publikums nimmt im unteren zentralen Bereich Platz. Viele freundliche Helferlein weisen uns den Weg zum richtigen.
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| 29.07. - 01.08.26 | Beyond The Gates Festival 2026 (Festival)Rotting Christ, Imha Tarikat, Castle Rat, Sulphur Aeon, Spectral Wound, Testament, Concrete Winds, Electric Wizard, Beherit, 1349, Warning, The Ruins Of Beverast, Forteresse, Bölzer, Vafurlogi, Saturnalia Temple, Blood Incantation, Marduk, Whoredom Rife, Misotheist, Mortuary Drape, Emperor, Alcest, Arcturus und Gaahls Wyrd |
Oliver Schreyer



















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