Paradise Lost
Draconian Times European Tour 2011
Konzertbericht

PARADISE LOST
Die ersten Töne von „Enchantment“ verraten: PARADISE LOST sind heute Abend zu sechst unterwegs. Während die Bandmitglieder vom Publikum umjubelt die Bühne betreten, befindet sich bereits Milly Evans (der neulich noch Greg Mackintosh als Gitarrist vertrat) als Live-Keyboarder an seinem Platz links neben dem Schlagzeug, und er darf gleich einen Teil der Harmony-Vocals beim Opener übernehmen. Ansonsten ist alles so, wie man es erwarten darf: Gitarrist Aaron Aedy bearbeitet ohne Unterlass und wie eine Windmühle seine Gitarre, während Bassist Steve Edmonton für die statischeren Posen zuständig ist. Greg Mackintosh wiederum bildet in seinem ausgewaschen-schwarzen, ärmellosen Dress einen Gegenpol zu Sänger Nick Holmes mit seinen schnittig zurückgekämmten Haaren.

Wie gesagt, es ist alles so, wie man es erwarten darf: PARADISE LOST präsentieren sich agil und routiniert zugleich. Man merkt aber, dass „Draconian Times“ nicht das aktuelle Werk ist, das die Band am liebsten vollständig und eine ganze Tour lang spielen möchte. Viele Songs gab es von der Band schon lange nicht mehr live zu hören, und das wird in einem regulären Set auch seinen Sinn gehabt haben. Also eine Herausforderung, in gewisser Weise. Um aber der Stimmung des Albums möglichst nahe zu kommen, spielen PARADISE LOST die Songs von „Draconian Times“ in der exakt gleichen Reihenfolge. Also weiter mit „Hallowed Land“ und „The Last Time“. Mit „Forever Failure“ setzt Schwermut in den Set ein, aber die Fans haben ihren Spaß. Vor der Bühne ist eigentlich immer Bewegung, und spätestens mit „Yearn For Change“ gibt es kein Halten mehr. Übrigens ein Umstand, der sich sichtlich auf die Laune von Sänger Nick Holmes überträgt.

Pünktlich nach „Jaded“ geht es dann in die Pause, bis die Band unter frenetischen Zugaberufen wieder auf die Bühne kommt – und direkt hinein in die Kür: „Faith Divides Us – Death Unites Us“ ist das einzig aktuelle Stück, bevor sich PARADISE LOST mit „True Belief“ vom „Icon“-Album relativ tief in die Vergangenheit zurückbewegen. Sehr zum Gefallen der meisten Fans. Folgen „One Second“ und „Say Just Words“, bevor die Band ein weiteres Mal die Bühne verlässt. Doch die Fans haben noch nicht genug und werden mit dem Stück „Sweetness“ von der „Seal The Sense“-EP belohnt. Fehlt eigentlich noch ein würdiger Rausschmeißer, und was könnte das anderes sein als „As I Die“? Eben.
Setlist:
- Enchantment
- Hallowed Land
- The Last Time
- Forever Failure
- Once Solemn
- Shadowkings
- Elusive Cure
- Yearn For Change
- Shades Of God
- Hands Of Reason
- I Saw Your Face
- Jaded
- —
- Faith Divides Us – Death Unites Us
- True Belief
- One Second
- Say Just Words
- —
- Sweetness
- As I Die
Bleibt festzuhalten, dass sich PARADISE LOST in guter Form präsentieren und das Experiment, ein komplettes Album in einem Rutsch live zu spielen, jenseits bloßer Routine meistern. Was wäre eigentlich dagegen einzuwenden, einmal „Gothic“ komplett zu spielen – so zum Zwanzigjährigen? Und abschließend bleibt noch die Erkenntnis, dass zwei auf ihre Art großartige Bands wie PARADISE LOST und GHOST nicht notwendigerweise zusammen passen. Jedenfalls nicht, wenn es nach dem Empfinden der Fans geht.
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Eckart Maronde



















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